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geschmückt, an den Wänden Rüstungen, Geschenke des Gross-herzogs, und zu Bildern zusammengefasste Trümmer kunstreichgearbeiteter Thon-Oefen aus verschiedenen Gemächern der Schloss-Ruine; auch Kugeln jeder Grösse, Waffen, Gerätlischaften, Werk-zeuge mannigfacher Art, die ausgegrahen worden, sind hier auf-gestellt. Eine Wendeltreppe, schön gewunden und aus wohlge-bildeten Gliedern gestaltet, leitet in einem achteckigen Tlitirmchenzum zweiten Stockwerke. Sie wurde von Ludwiö V., dem Fried-fertigen , aufgeführt (1543). Von diesem Kurfürsten und vonFriedrich II. rühren manche wesentliche Aenderungen und Ver-schönerungen im Rupertus-Bau her; darum blieb die ursprüng-liche Einrichtung wenig erkennbar. Im oberen Stockwerke findetsich ein Kamin, welches die Aufmerksamkeit von Kunstforschernverdient. Die Arabesken sind überaus Geschmack - voll, so dassihnen jene im Otto IlEiNRiCHs-Palaste, von denen später dieRede seyn wird, nachstehen dürften. „Sie zeugen von ihrer Ent-stehung in einer für diese Art grotesker Darstellung, durch diegleichzeitige Entdeckung der Bäder des Titus, durch RaphaelsPflege und Karl V. in Spanien und Italien bewiesene Vorliebe dafür,sehr günstige Periode. Und die langjährige enge VerbindungFriedrich II. mit Karl — welcher ihm, nach einem von Jugendan fast ausschliesslich gewidmeten Leben und oft wiederholten, aberleeren Versprechungen, ausser dem goldenen Vliess und demReichs-Apfel in seinem Wappen, gleichwohl sonst sehr wenigVortheile gewährte — macht die Versezzung dieser lieblichen,zart gearbeiteten Bildnerei aus dem Süden hierher begreiflich.”Man erkennt unter diesen Bildnereien zwei Löwen; einer hält dasPfälzische, der andere das Dänische Wappen. Unter lezterem dieInschrift :
Sein Gemahell von könglichem StammFraw Dorothea ist ir NamGeporn Princessin aus DenmarckhNorwegen, Swedeu, drey Köngreich starckh.
Von der Inschrift des ersten Wappens, die nur zum Theil nochlesbar, lassen sich die W'orte entziffern:
.Churfürst, Der hat
.Werck, wie es hie stat,
.auffrichten Ion
.Regiment woll lang beston.