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Der Dilsberg*.
Den Burgen gegenüber, auf der Höhe eines vereinzelten Sand-stein-Berges liegt der, im XIII. Jahrhundert erbaute, FleckenDilsberg mit den Trümmern seines sogenannten Schlosses. Einjunger Wald bedeckt den, Neckar-Steinach zugekehrten, Abhang^so dass man, selbst in lieisser Mittag-Stunde, im Schatten sehr be-quem bergauf und bergunter geht. Der Reisende würde Vielesentbehren, wenn er den Dilsberg unbesucht liesse, denn die Aus-sicht ist ungemein schön. Die Wiese am jenseitigen Ufer gewährtschon einen günstigen Standpunkt. Unwandelbar hängt das Augean den vier malerischen Burgen, diesen Denkmalen einer Zeit dienie wiederkehren wird.
Ursprünglich war auf dem Dilsbe.rge eine Burg, in welcher,wie solches sehr glaubhaft, bereits in früher Zeit, die über denElsenzgau bestellten Grafen ihren Siz gehabt. Ausser Zweifelist, dass Boppo von Laüfpen gegen Ende des XII. und imAnfänge des XIII. Jahrhunderts auf dem v Dilighesberc” gelebt.Im XV. und XVI. Jahrhundert verweilten die Kurfürsten undPfalzgrafen nicht selten auf Burg Dilsberg des Reiher-Fangeswegen, der in den nachbarlichen Waldungen sehr ergiebig war.Später diente der Dilsberg als Festung und galt im XVII. Jahrhun-dert als einer der Ilauptpläzze im ganzen Kraiohgau, zu welchemman damals auch den Elsenzgau und den Lobdengau rechnete. ImAnfänge des dreissigjährigen Krieges befehligte hier Butrnör.o-maeus Schmid von Sedan und machte die Feste dem Oesterreichisch-Baierischen Heere furchtbar. Tii.i.y belagerte den Dilsberg achtTage lang (April, 1622) und versuchte endlich zur Nachtzeiteinen Sturm; allein das Feuer der Pfälzer brachte den, in Neckar-Steinach liegenden, Baiern grossen Schaden, und mehrere Schiffewaren zusammengeschossen worden. Die zu fünf Malen mit grosserTapferkeit wiederholten Angriffe wurden glücklich abgeschlagen.Eilf Jahre später (22. Junius 1633) wurde das Städtchen Dils-berg vopi Schwedischen Christen Schmidberg erstiegen, das Schlossbelagert und durch Vertrag genommen (29. Junius). Im Jahre1635 rückte ein Kaiserlicher Heereshaufen unter dem ObristenPreuner, Freiherrn zu Stubingen, vor die Feste Dilsberg ; wegenMangel an Kriegs- und Mund-Vorratli musste der Plaz nach we-nigen Tagen übergeben werden. Nachdem die Franzosen, 1799,
* Hr, Prof. Leoeh theilte mir mehrere geschiehlliche Noti/.zen vonlate resse mit.