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Roggwyler-Chronik oder historisch-topographisch-statistische Beschreibung von Roggwyl, im Ober-Aargau, Amts Aarwangen, Cantons Bern / bearbeitet und herausgegeben von Johannes Glur
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der Revolutionsgeist hier heftiger war/ als an andern Ortenin der Nachbarschaft.

Der Aufruhr zum Abfall von Bern kam von Aarau her,und Noggwyl schloß sich an Aarau und Aarburg an. DieFranzosen rückten unter den Generalen Brüne und Schau-cnburg in die Schweiz .

Robert Hcgi/ alt Weibel zu Pfaffnau / hatte in Lan-genthal das Gerücht verbreitet/ als hätten die Noggwylerin der Nacht vom 22. auf den 23. Ienncr 1708 daS KlosterSt. Urban bestürmen und plündern wollen; daß er deßhalbmit Mannschaft aufgeboten worden/ das Kloster beschirmenzu helfen. Die Noggwyler suchten diesen Vcrläumder imRechten und zwangen ihn am 7. Mär; 1799 zur völligenGenugthuung und Erstattung der Kosten mit 53 Kronen.

1798. Den 10. März. Entwaffnung. 206 Personenhaben abgegeben/ und wurden dem französischen CommandantGauthier überliefert:

Flinten ....

160 Stück.

Pistolen ....

24

Säbel ....

102

Picken ....

7

Schibernen . . .

141

Kuppel ....

130

Den 13. Mär; verwendete sich die Gemeinde beimGen. Schb. um Freigebung ihrer Gefangenen.

Item: Eben dieser General bewilliget der Gemeinde dieZurücknahme ihrer gutwillig abgegebenen Waffe»/ gegen dasVersprechen/ selbige nie gegen die französischen Truppen zugebrauchen.

Den 16. März. Die Gemeinden des Cantons Bernschicken auf Verlangen Dcputirte zum Gen. Br./ um diegeneigte Gesinnung des franz. Direktoriums zu vernehmen.

Den 19. März erkennt: Mit den übrigen Gemeindendes Amts Aarwangen an den Canton Aargau anzuschließen/und mit diesem Begehren Deputiere an den Gen. Br. zuschicken.

Den 24. März. Eine Provisor. Municipalität aus 7Mitgliedern und einem Präsident ernennt.