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19. Jahrhundert.
in Tripolis , Adana, Aegypten , Ostküste Bulgariens , Kasanlik,Rustschuk , Missiwri, Umur-Faki bis Adrianopel (Moltke ). Beider Pest zu Deogbar (25° 31' N. Br.) die brit. Besatz, durch Ab-sperrung verschont. — 37 Pest erlischt in Tunis . Ardebil fandin d. J. ein Reisender verwüstet durch Pest. (Ritt. E. IX!)
Gelbes Fieber in Demerara, Surin., Hav., N.-Orl., Opelonsas,Natchez , Mobile, Bermuda , Senegambien.
37 Chol, in Calcutta, Tirrhoot (stark), Benares , Saugur- undJubbelp.ore-Distrikten, Süden von Nerbudda, Nursingpore, Hos-hungabad etc., in ganz Unterbengalen. Ch. in Central-Amerika (Nicaragua , Guatemala ), in Triest , Illyr., Krain , Steierm., Ezh.Öesterr. (Wien ), Ungarn (beschränkt), Galiz., Böhm., Mähr. —Chol, in Rom (m. gering. Sterbl.), Palermo (wenn nicht schonviel früher). Viele hochgelegene Städte, wie Perugia , bliebenverschont. Chol, in Malta (3893 Civil f), Sicilien ; Mittelmeer-flotte litt stark; in Ins. Gozzo, Valetta , Palästina, Afrika ,Abessinien, Sudan , Somaligegend, Algier , Bona; in Italien , Mar seille , Prag , Coventry , Ost- und Westpreussen, Polen , Schlesien ,Danzig , Königsberg . Breslau , Stralsund , Darkehnen, Berlin (starben 2338 oder 2356), Braunschweig , massig in Magdeburg ,Stettin und Hamburg . In ganz Baiern vom August 36 bis März37 starben 1231. Grosse Depopulation durch die Cholera inCentral-Amerika . (Parkin.)
1837. Allgemeine Influenza - Epidemie mit viel heftigemSymptomen als früher: heftigster Schnupfen, Blutungen ausNase und Bronchien, heftiger Brustschmerz, häufige Husten-anfälle, starkes Kopfweh, grosse Mattigkeit, Ekel, oft Erbrechen,oft sehr heftige Lungencongestionen, bei Andern Pneumonien,in den Leichen zuweilen Pseudomembranen in den kleinenBronchien. Nach Kopp war diese Epidemie ausgezeichnet durchstarkes Fieber, allgemeinen Katarrh der Luftwege, Rachen-katarrh, ziemlich seltene gastrische Erscheinungen und Nerven-zufälle und durch das Nichtvorkommen stärkerer Entzündungen.Viele starben zu London an dieser Grippe. Im Januar, Februarwar sie: in Aegypten , Syrien , Dänemark , Deutschland (sehrverbreitet), England (ebenso), Irland , Frankreich (sehr verbrei-tet), Niederlanden, Schweiz , Belgien , im Februar: in Oberitalien ,Spanien , Portugal , bis April in Groningen , im März: noch inDeutschland , Schweiz . Juli: Färöer , Mexiko .
massregeln, als zu jeder andern Zeit; sie glauben im Gegentheil, nachdem Vorgänge ihres Propheten an der Pest sterben heisse als Märtyrersterben, und in dieser Ueberzeugung rechnen sie es sich gleichsam zurPflicht und zur Ehre an, nicht allein vor dieser Geissei nicht zu fliehen,sondern sogar ihr entgegen zu gehen, mit den Pesthaften Umgang zuhaben, sie nach dem Tode zu waschen, ihre Wäsche anzurühren und be-sonders, sie auf den Kirchhof zu begleiten und selbst sie eine Streckeweit zu tragen. Seit Kurzem macht man indessen die Bemerkung, dassmehre Türken, besonders unter den Vornehmem, sich nicht mehr so sehrbeeilen, zu Mahomed zu gelangen, und sich durch etwelche Vorsichts-massregeln vor dieser ansteckenden Krankheit zu schützen suchen.“ (Jahrb.d. kath. Miss.)