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6 Agrumow.
versammelten Gruppe von Zuhörern seine Gesängevorträgt.
Agrumow, ( ) Professor der Malerkunst
zu St. Petersburg , im I. iZoz. Man rühmt vonihm zwey Gemälde, welche: Die Wahl MichaelFeodotewitsch Romanows zum Czaren, und dieEroberung Kasans durch den CzarJwan Wassilje-witsch vorstellten.
Ackucchia, (Johanns, lebte zu Mailand undblühete in dem XVI. Jahrhundert. Man hat vonihm unter andern einen Abr ß von der dortigenCathedralkirche. Christ S. i 87 - führt sein Mono-gramrrra an.
Ahrens, ( ). Ein Baumeister in Ham-
burg , siudirte in den I. 1789-9- in Paris beydem Architekt Dewailly, gieng von da nach Italien ,und lebte noch 1805 als Stadtbaumeister inHamburg .
* A-ckmann, (Wilhelm). Milvius, Whiteu. a. haben Bildnisse nach ihm gestochen.
Äse, (dell'), ein Name, der von Baldinucci in der Lebensbeschreibung von Johann Stradandem Cornelius Corneille von Lyon gegeben wird.
* Argen, (Carl), geb. zu Ollmütz 1694. st. zuWien ; ein geschickterHistorienmaler in kleinen Figu-ren, die er mit besonderer Naivetät und Wahrheitbehandelte G- A. Müller ätzte nach ihm ein Altar-blatt, das den H. Leopold vorstellt.
*Arguilles, (Joh. Bapt. Toyer, Marquisvon). S. Boyer.
* Aimonn, (Clemens). S. Ammon.
Airard 1 ^/. Abt von St. Remy zu Rheims,entwarf im I. lviZ den Plan zu einer neuen Kircheseines Gotteshauses, und fieng auch den Bau der-selben an; allein sein Nachfolger, Thierry, der sichfürchtete, ihn wegen seiner Größe nicht vollendenzu können, unternahm ein Gebäude von geringermUmfange, so wie es noch gegenwärtig steht, ^iorslloIli. i. S- 25.
* Aken, (Johann van), geboren um 1614.Einige halten ihn für einen Holländer und Zeitge-nossen von Bamboche, nach dem er eine Folge vonsechs Pferden geätzt hat. Seine Arbeiten verra-then die Hand eines Malers. Rost-, Ein Ver-zeichnis; von 2i von ihm geätzten Blätter findetman im: I^e pslntre eravsur, par Lartxcü V.I. Xo. 12.
* Akermann, (Andreas), Kupferstecherder Akademie zu Upsal, starb daselbst 1773 imkosten Jahre seines Alters. Er verfertigte auchGloben von dreyerley Größen, wovon die größtenzwey Füße im Durchmesser hatten. Nach seinemTode hat der König die Fortsetzung dieser Arbeitdessen Schüler Friedrich Akrel übergeben.
* Aksrsloot, (Wilhelm), geb. zu Harlem um das I. rkoo. Er stach Portraite und Geschichte.
* Akrel, (Friedrich), Kupferstecher, geb. inder Provinz Südermanuland 1748, lebte noch 1804zu Stockholm . Schon in seiner frühen Jugendhatte er Neigung für die Kunst. Er gieng aufdrey Jahre nach Upsal zu Akermann, einem geschick-ten Mechaniker, aber mittelmäßigen Kupferstecher.Daselbst stach er geographische Charten, Prospekteund Bildnisse. Im I. 177c kam er nach Stock-holm , wo er bey der Maler-Akademie Unterrichterhielt. Als er sich auch mit Portraitstechen einigesGeld verdient hatte, gieng er Anno 1773 nachParis . Da er aber unterwegs aller seiner Sachenberaubt ward, so konnte er sich nur vier Monatedort aufhalten kehrte nach Stockholm zurück, undlieferte daselbst viele Bildnisse, meist in kleinemFormate; wie ; B. Nil Rosens von Rosenstein,Dlofs von Dalen, in antikem Styl, des MalersKloekers von Ehrenstahl, und K. Gustavs M.
n 1 v a n t.
Rost. Vom I. iZoo kennt man von ihm diebeßte Plancharte über Trollhütta in Schweden ,nebst dem dort angelegten Kanal und Hütten, nacheiner zuverläßigen geographischen Abmessung ver-faßt. Eben so, in Aqua - tinta - Manier, mehreregeistvoll geatzte Blätter, zu der i8c>r und 1802 er-schienenen Vo^a^e ptttoresque au Eap dlorclvon Skjeidebrand, nach den Zeichnungen diesesletztem, woran indessen von Kennern getadeltwurde, daß das darin mit gleicher Kraft vertheilteLicht dem Auge keinen hinreichenden Ruhepunkt ver-stattete. (Görr. Anz. i8c>5- S. 567 wo dieserKünstler L Akrel genennt wird). Endlich kenntman von ihm seit 1804: Grundsätze im Land-schafrzeichnen. 2 Hefte, 4. Stockholm Seithergab er sich wieder mehr mit der Landschaft ab.
Alais. ( ) Ein Kupferstecher in Paris ,
welcher Verschiedenes nach Callet, Fragonard u s. f.in der Roulette» - Manier gestochen hat. Lebtenoch 1805.
Alamanno, (Johann), malte mit Antonde Murano eine Tafel, welche die H Jungfraunebst zwey andern Heiligen, das Kindlein Jesusanbetend, vorstellt. Dieses Gemälde wird in derKirche des H. Franziökus des Großen zu Padua gezeigt. S- 163.
Alament, ( ) Man kennt nach ihm das
liebliche Blatt: Amor, der in einer geöffneten Rosewie in seinem Ey oder Neste sitzt, in punktirterManier von Royer gestochen (i8o-K-
Alavoina, ( ) ein französischer Künstler,
gewann im I 1803 den Preis der Akademie derBaukunst zu Paris mit der Zeichnung einer Bankfür die Kaufmannschaft.
Akbaccini oder Albagini, (Carl), einrömischer Bildhauer, lebie zu Rom gegen Ende desXVIII. Jahrh, wo er sich theils mit Restaurationalter Kunstwerke, theils mit eigener Arbeit beschäf-tigte. So verfertigte er z B. um 1730 auf Befehlder Russischen Kaiserin ein Denkmal zu Ehren desRitters Mengs, welches in der St. Peterskircheaufgestellt wurde, und für die Prioratskirche einBrustbild des berühmten Baumeisters und Kupfer-ätzers I. B. Piranesi . Auch in dem Kunstkabinettevon Wallmode zu Hannover findet man Probenvon seiner Kunst. Die Schrift: Winkelmannund sein Jahrhundert (S. 357 ' hält ihn unterden neuern für denjenigen, der mit Restaurationen,wenigstens an menschlichen Figuren, am Beßten um-zugehen wußte. „Er vereinte mit Ueberlegung undGeschmack eine durch lange Uebung erworbene Alter-thums - Kenntniß, oder vielmehr Alterhums-Erfahsrung; seine vortrefliche Sammlung von Gypsab-güssen setzte ihn in den Stand, an den zu restau-rirenden Werken beynahe jedesmal das fehlendeAlte durch Copien nach ungefähr ähnlichen Antikenzu ersetzen," u s. f.
Albanest oder Albanetti, (A ), ätztenach Guido Rheni eine Maria Magdalena , undeine schlafende Venus, Cupido neben ihr, nacheinem sonst unbekannten Meister, Sicurta. Erarbeitete um 1775 in England.
* Alb ani, (Franz). Sein und Gm'do's Wett-eifer artete bald in Eifersucht, doch ohne Nieder-trächtigkeit, aus. Seine wichtigste Arbeit war dievon ihm und Sisto Badalocchi ausgefertigte GallerteVerospi zu Rom , welche 1704 in Kupfer erschien.Ungeachtet Albani nicht nach den Antiken studirthatte, ist seine Zeichnung durchaus richtig, undedel; auch war er ein erklärter Feind- der Bam-bocciaden, und jeder damit in Verwandtschaftstehenden Malerey. Von der wunderbaren Grazieseiner Werke sagt passem: Daß er stets den Him-mel in Glanz, die Bäume in ihrem Schmuck,die Bäche in Ruhe, die Fluren in Pracht, diemenschlichen Gesichtszüge endlich in himmlischerFröhlichkeit dargestellt, und in allen seinen Arbei-ten stets eine vollkommene Harmonie und einenerhabenen Einklang beobachtet habe- Zssor«lio I.