Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
336
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3 Z 6 Eyb.

von Potiphars Weib angeklagt, und die Barke desPetrus ; beyde von großer Wirkung. Rost VI.32223. welcher, neben Obigem, Mehreres vonihm anfuhrt. Ein Paar Köpfe hingegen: Vaulo'sKinder, nachVanloo, von ihm in Schwarzkunstgeschabt, die wir gerade vor uns haben, scheinenuns eben keine besondre Kenntniß in dieser letztemzu verrathen. Das Brustbild zweyer Alten endlich,ebenfalls nach Rembrandt , sotten in einer gemisch-ten Manier von Schwarz - und Aetzkunst gearbeitetseyn. SEtikL. Ein spateres Datum, als dieseletztem (1758 ) tragen, kennen wir nicht von ihm.

Epb, (Johann Paul), Modelschneider vonNürnberg , ist lediglich durch sein Bildniß von 1667.(damals seines Alters 39. I) bekannt, 7175 c.

Eyben, (H. L>). So heißt ein Maler, nachwelchem Bernigeroth (i?Z8>) das Bildniß desGottcsgelehrten Fried. Bertrams gestochen hat.

Evblrv iser, (I Jakob). Und so ein andrer,nach welchem man ein Bildniß des Arztes I. C.Ettners, von I. Oertl (171?-) gestochen kennt.

Eyck, (A. van der) Diesen Namen findetman als Zeichner eines Bildnisses von Erasmus,welches P. vän Gunst nach Holbein gestochen hat.

* (Hubert und Johann van). Daß siedie ersten Erfinder der Oelfarbenmalerey gewesen,wird bekanntlich noch sehr bezweifelt. Einige habenJohann (welchen freylich auch vasari stets Gio-vanni da Brugia nennt), irrig mit einem )osne8lle 6rur;!8 verwechselt, der auf einem Miniaturge-mälde von 1371. (ein Jahr nach Johann's Geburt)Maler König Carl V. von Frankreich heißt. Jo-hann (heißt es bekanntlich) soll eine Bedienung amHofe Philipp des Guten von Burgund bekleidethaben, wovon indessen z. B- in den lVlemoire8xour l'Hi8toirs lle kour^ogne, und in dem LtatUe8 Otkcier8 st I)ome8tique8 lle püllippe llit leVon, (worinn sonst verschiedener Künstler in dessenDiensten Erwähnung geschieht) keine Spur zu fin-den ist. Die vorzüglichsten altern Schriftsteller,die von Joh. van Epck handeln, sind: ^ 7 . ä'arr-clcvttL lle 8criptor. klanllr. im Absch. lle Lru^eu-8>du8 erull. clar>8. 4. 624. p. 49. B-eüc»-r«5

in l'keatr. Xorimb. 628. 1 ". II. p. 1493. und I.F. Foppens in s. Llbl. 6el^. etc. kruxell. I'. II.p. 635. Eman. Sueyros in s. Flandr. Ann. (^n-ver.8R 624. kol. ?. II. p. 88.) und besonders A.F)rccm5 lle vir,8 illu8tr. ^,456. geschr. und i?45.gedr.) Lap. 46. woraus Fiorillo Kl. Schr. S.9193 A»m. eine äusserst merkwürdige Stelle an-führt, welche mehrere Gemälde von Johann alszum Entzücken wahr und schön beschreibt. Nochbemerken wir, daß Camus in s. Xotice8 et Lx-trait8 lle8 Nsnu8crit8 lle la kibliotk. nstion. (/In.

IX. p. 106.) Kenntniß von zwey mit Miniatur ge-schmückten Handschriften mittheilt, worinn er,zwar nicht den Pinsel, aber doch die Manier derSchule von van Eyck (wohl irrig) zu finden meint.Fiorillo III. 86. in Note. Ferner sah Heinecke(s. desselben Nachrichten II. 58 ) in 1768 bey demKunst liebenden und kennenden Buchhändler En-schede zu Harlem , eine von Johann E Grau inGrau vortreflich gemalte Madonna mit dem Kinde,in einer Landschaft, die derselbe damals durch Ploosvan Amstcl in Kupfer bringen zu lassen gedachte.Wirklich gestochen nach den beyden Brudern kenntdann ein Verzeichniß meines sel. Vaters, vonBottats, Jode, van Sompel und van Schuppenmehrere Bildnisse der Herzoge von Braband, Bur­ gund und Lothringen , woraus sich neben andermauf die Höfe schließen läßt, an welchen sie gear-beitet haben; von historischen Blättern aber einzig(ob von Hubert oder Johann ist uns unbekannt)eine H. Märtyrerin, die in einem Buche liest, vonewem neuern niederländischen Stecher C. vanNoorde.

Faber.

* Eyckens, (Peter van). Nach ihm ist unsein einziges Blatt, das Bildniß I. Gregor Renardsvon G. Bouttats gestochen, bekannt.

*E^tlbours. S. Heynhoweck. Untererstem, Namen nennt ihn Heinecke in s. IllesAöriörsls als einen der Stecher, welche für Ce-nters Dkeutrum kictorum gearbeitet haben. BeyBasan dann heißt er Eynhouedrs.

Eprelwein, (Johann Albrecht). Seit,79s.Königl. Preuss. Geheimer Oberbaurath (früherhmDeich-Inspektor); ob auch praktischer Künstler,ist uns unbekannt. In 1793. gab er (Berl. gr. z.)Aufgaben, größtentheils aus der angewand-ten Mathematik, zur Uebung der Analysis,für angehnde Feldmesser, Ingenieurs undBaumeister. Mir Rupf. und Holzschnitten.

EZel 0 n. Ein Canonicus aus Lürtich, welchernachwärts zu den Mönchen von Cluny übergieng,soll, zu Anfang des Xil. Jahrh, als Architekt,sehr viel zur Erweiterung der Kirche dieser letztembeygetragen haben. Tlnnal. Orll. Usuell. V. x.548. ^.ll auu. ncy.

Ezguerra, (Johann). S.den gleichfolgen-den Art. seines Vaters.

(Peter), ein spanischer Architekt, ge-bürtig von Ojebar bey Perayas. Von ihm kenntman verschiedene bedeutende alte Kirchen in Spa­ nien . So z. B. die, freylich nicht ganz von ihmbeendigte. Kathedrale von Plasenzia, deren nörd-liche Faeade ganz von Granit, mit zwey Säu-len - und einer Pilasterreihe versehen, und selt-sam verziert ist; zur Seite zwey äusserst hoheThürme; das Innere ein großes Schiff, mitStatuen und Basreliefs, von der Hand des be-rühmten Gregor Harnandez überladen; das Chorendlich mit Sculpturen von Thieren und allerleyburlesken Gegenständen reichlich versehen. Danadie Kirche von Malpartida, von welcher eineinn-wendige Seite etwas dem deutschen Geschmackedes XVI. Jahrh. Aehnliches, und ebenfalls vieleSculpturen haben soll, worunter sich auch Bildervon Satyrn befinden. Diese letztre wurde nachperers in 1561. erfolgten. Hinscheide von seinemSohn, und, als derselbe in den Dominikaner -Orden trat, von Joh. Alvarez (1574.) ausgeführt.Der Styl dieser beyden Gebäude" (saat MillZir1 .322.)ist von dem neuern gothischen Geschmack;und dieselben würden den ersten Platz unter so vielandern ähnlichen in Spanien verdienen, wennperer sie selbst vollendet hätte. Aber in der lan-gen Zeit, die man nach seinem Tode daran arbei-tete, wurde die Menge grillenhaftes Zeug hinzu-gefügt."

F

* Faber, (Johann), der Vater. Derselbewar ursprünglich aus Holland gebürtig 7 l 7 §c. DerKatalog von Brandes führt von ihm zwey Bil^nissc: Des Antiquars Hamphrey Lloyd ofDenbigh-Esqr. (lebte ,561.) und des Meßkünstlers JohannWallis, beyde nach Kneller an. Basan (h^-860.) läßt ihn 175,. zu London sterben, scheint ihndamit (so wie es Mehrere thun) mit Joh. S-mchzu verwechseln, und nennt ihn übrigens einen gerin-gern Künstler, als seinen gleich folgenden Sohn-

* der Sohn, der sich meistkaber sunior oder Erster kaksr unterschrieb, undseinen Vater in der Kunst weit übertraf. Ei»W^zeichniß meines sel. Vaters zählt an die 200.

Blätter (wie ich vermuthe zusammengenommen von

beyden) welche bis an die 30. lauter Bildnisse, rn>ound von ,7-756 (das letzte somit ein Jabr nawseinem Tode) datirt sind. Unter den historisM-dürften eine H. Familie nach Allegri, ein SalvatvMundi nach Browne, eine Charitas nach le B-amein Johann der Evangelist nach Diepenbeck zu oebedeutendsten gehören. Die übrigen sind meist >