Band 
Zweyter Theil [1].
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403
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* Gaap, (Adolph). Derselbe kam aus Rom nach Augsburg zurück, wo er, mit seinem Bru-der Johann Georg in demselben Jahr verstorben ist.

Gabalus, ( ). Diesen Namen findet

man auf einer Schaumünze zum Andenken derHeiligsprechung Johannes von Nepomuk (1729).Sammlung berühmter Medailleurs XL iz6.

Gabassi, (Margaretha), eine modenesischeMalerin des XVIII. Jahrhunderts, wird vonLanzi (II. 28r.) nach Tiraboschi angeführt, undkurz von ihr bemerkt, daß sie in Darstellung lusti-ger Gegenstände glücklich war.

* Gabbiani- (Anton Dominikus). Pas-cal! thut diesem Künstler unrecht, wenn er ihneinen gemeinen Maler nennt. Durch ihn dlüheteein Zweig der Cortonesischen Schule in Florenz weiter fort. Nachdem er sich einige Zeit bey I.Sustermann von Antwerpen, der als Bildnißma«ler im Solde des Grvßherzog Ferdinand II. stand,geübt hatte, ward er der Lieblingsschüler von V:Dandini. Nachher studirte er, auf Unkosten desGrvßherzog Cosinus III. fünf Jahre lang zu Rom unter C. Ferri, und zeichnete sich auch hier unterseinen Mitschülern aus. Alsdann gieng er nachVenedig , um dort von den alten großen Colori-sien Nutzen zu ziehn. Nach seiner Rückkunft gabihm der Erbprinz Ferdinand viele Beschäftigung.In 1690. begab er sich, auf Einladung Kaiser Leopold I. für eine Weile »ach Wien .Gab-biani" (sagt Lanzl l. 255-)war immer unter dieersten Zeichner seiner Zeit zu zählen. Eine Samm-lung seiner Studien bey H. Paccini (die mit der-jenigen von Hugforr nicht zu verwechseln ist)wurde oft von Mengs wegen ihrer zierlichen Leich-tigkeit bewundert; sein Colorit fiel bisweilen, abergar nicht immer, in Mattigkeit. Besonders wahr,saftig und harmonisch war seine Carnation; amTadclnwerthesien vielleicht seine nicht selten schwereund allzu hart umriffene Drapperie. In Darstel-lung anmuthiger Gegenstände hatte er ein ausge-zeichnetes Verdienst, welches dem von Bacciciokaum weichen durfte. So z. B. in seinen Kinder-tagen im Pallaste Pitti, und in den Häusern Or»landini und Riccardi. Sein größtes und berühm-testes Werk in Fresko, ist die Kuppel von Castello,bie er aber nicht ganz vollenden konnte, da er be-kanntlich > während der Arbeit eines Plafonds imHause Jncontri, seinen unglücklichen Tod erlitt. Un-ter seinen Oelgemälden wird ein St. Philipp beyden Padri dell' Oratorio besonders geschätzt. An-dre sind von ungleichem Verdienst. Schöne Staf-felcystücke von ihm finden sich in den Großher-zvgsichen Pallästen, und dann in mehrern auswär-tigen Galerien. Die Meister, welche Hugforrsüsccolta öi 100. pensier! nach ihm geätzt haben,waren Cipriani, Galli, Gregori, Lindemann, Mo-galli, Paccini, Schweikart, Dangelisti, Wagner,und Gabbiani selber. Von einzelen Blättern nachwm dann führen ein Verzeichnis meines sei Va-ters und der Katalog von winkler mehrere, erstrer,aeben Andern: les koetes itsliens immortÄlisös,

Und letztrer zwey von Bartolozzi an, von weichester eine braun abgedruckte Dianenjagd schön nennt-und über eine St. Verdiana bemerkt, daß sie zuden ältern Arbeitern des Stechers gehöre. AufGabbiam's Grabmal zu St Felice , welches einähnliches Medaillon von ihm enthält, ließen dieHH. Jnconrri die prächtige Jnnschrift fetzen:

Ooelurn eum s-inAeret, s ooeio

lacr^llrakili jacluri» liic ot)Hr

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()uis Zivluutti cyki^zlebiL o^us.

Er hatte eine blühende Schule, zu welcher beson-ders Bencd. Lutti gehörte S. neben Lanzi,Fiorillo I. und Gandelli'ntt

Gabler, (Ambrosius). Eist Kupferstecher zuNürnberg , geb. 1762. Den ersten Grund zur Kunstlegte er bey seinem Vater Mklaus G. der zwarein Rothgerwer, aber zugleich ein sehr geschickterKunst- und Miniaturmaler war. Das Kupfer-stechen lernte er bey G P. Nußbiegel. MenselII. der von ihm ein Paar Bildnisse: Des (in derFehde über Cryvto - Catholicismus bekannten)Diakonus Dreykorn, und des Buchhändlers G.N. Raspe, und dann eine perspektische Vorstellungder in 1734. abgebrochenen Elisabethen - Kapellezu Nürnberg vorstellt. Um 1789. gab er ein Heftvon sogenannten Ausrufern seiner Vaterstadt, undein andres Heft von Blumen für die Jugend. In1792. zwey sehr artige Blätter: Das Tischgebet ineiner ländlichen Hütte, und: Das sterbende Kind.Mensel Mus. VIII. 136. und XVIII. 472.Mittlerweile wagte er sich an Bedeutenderes; eserschien nämlich von ihm, beyTrautner, eine cha-rakteristische Vorstellung einiger NürnbergischerProvinzial-Wörter, zur Bezeichnung gewisser Lä-cherlichkeiten und Thorheiten, in einerReihe von vierKupfertafeln, von welchen es in der Allg-Zeir. d.I. 1799 XL,91. heißt:Daß der oft sehr malerischeAusdruck dieser Wörter durch die wohlgetroffeneKarrikatur glücklich versinnlicht, und so ein Idio-tikon in Bildern ertheilt wird, dergleichen man ausmehrern Gegenden Deutschlands zu besitzen wün-schen muß."

* (Joh. Jacob). Neben der Schlachtvon Lützen , kennt man von ihm Bildnisse; wiez. B. dasjenige des Großen Königes, der auf die-sem Feld wahret kriegrischer Ehre sein Leben ver-lor. Mrc.

* Gabriel, (Jacob), Sohn des ältern Ja-cobs (unter dessen Rubrik er im Lex. erscheint).Zu seinen Bauten gehören die Rathhaufer zuReimes und Dijon. ^r.

* (Jacob Angelus), des ältern Jacobs(unter dessen Rubrik er im Lex. erscheint) Sohns-sohn, starb 1782. Kur; vor seinem Tod wurdeunter seiner Aufsicht die Kriegsschule zu Paris er-baut, von welcher Miliz-a (b)6. terr. II. Zl6.)sagt, daß solche an Grandiosität und schöner Kom-position das Jnvalidenhaus noch übertreffen würde.Don seiner Baute des Platzes Ludwig XV. giebt

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