Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
10
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ro Alibert.

heit aus. Den Stichen, die ins Schwarze getrie-ben sind, war er Feind, und verglich ihre Wir-kung mit dem Spiel schreyender und grimmaffiren-der Schauspieler, welche freylich von dem Pöbelbeklatscht werden. Seine meisten Blatter bestehenin Landschaften; doch hat er auch einiges anderes,wie z. B. zwey von den bekannten großen chinesi-schen Schlachten, unter Cochins Leitung, und ebenso ein Paar Blatter nach Wouwermanns vorzüglichschön gestochen. Mttelet. ?/.

Alibert, ( ) Arzt am Hospital St. Louisin Paris , arbeitete im I. i 8 o-i an einem Werküber die Hautkrankheit, wozu er selbst die Zeichnun-gen verfertigte, welche die geschicktesten Künstlerstechen sollten.

Aliberri, (Johann). S. Alberti.

— — — (JohannCarl), Figurenmaler vonTurin ; arbeitete in den Kirchen St. Augustin undMartin zu Asti , und in der Kirche St. Clara zuConco, meist in Gesellschaft von I. B. Pozzi,einem Architekturmaler zu Mailand . Man siehtvon ihm Altarblatter zu Pavia und Alexandria .

— — — (Joseph), vielleicht Joh. CarlsSohn. Unter seinem Namen findet man in derBeschreibung der Vermahlung des Königs vonSardinien vier kleine Kupferstiche vom I. 1750.

— — ( ) genannt der Abt Aliberti,

malte eine Tafel mit verschiednen Heiligen für dieKirche del Carmine zu Turin . Larto/r 1 '. I.

Alighieri, (Johann), ein Mönch, und einerder ältesten Ferrarischen Künstler, von dem sichNachrichten finden. Bey den Karmelitern in Fer-rara wurde ein Codex des Virgils mit seinenMiniaturbildern v. 1 .1498 aufbewahrt. Oim-ieLa.

* Alix, (Johann), geb. zu Paris 1615.

— — (P. M.), ein Kupferstecher, geb. zuHonfieurs 1752, lernte bey Joh. Phil. le Bas.Er arbeitete an den Volkes pittores^neg äe1'Italls et <Zs la 8uis8e; für die letztre z. B. dasRenkloch, nach Dunker. Seither hat derselbe,oder dann ein andrer dieses Namens, eine MengeBildnisse berühmter Männer, in der Rouletten-Manier, in Farben abgedruckt, gestochen. So, nochiZos ein großes Blatt: Kaiser Napoleon im Krö-nungs - Ornate.

Allain, ( ) eine Bildnißmalerin zu Paris

um 1790.

* Altais, ( ) DieserKünstler radirte auch

das Grabmal Ludwigs, Herzogs von Orleans, der1752 in der Abtey St. Genevieve verstorben war.Aveline, E. Fessard und C. Huet, haben nachihm in Kupfer gestochen. 12 .

— — ( ) ein Bildhauer zu Paris um 1790.

— — ( ) ein Baumeister zu Paris , um

Igoz. ck. . Mitherausgeber

der Oranäs krix ä'^rcüitecture etc.

Allan, (David), Geschichtsmaler zu Edin-burg. Die Anfänge der Kunst lernte er in Fowli'sMalerschule zu Glasgow; in Rom bildete er sichaus, und gewann dort im 1 .179z den Preis derLucas - Akademie. Nach seiner Zurückkunft wurdeer als Direktor einer von dem Institute für Ma-nufakturen errichteten Kunstakademie angestellt. Erstarb im Jul. 1796. — Paul Sandby radirte nachihm vier römische Karnevals - Feste. Baur .Nscr.

* Allard, (Abrahams , lebte zu Leyden, wo ereinen Kupferhandel trieb, und ätzte selber in Kupfer.Soj.B.Bauern,Karrikaluren,Papillons, u.a

— — Anton), radirte 1696 theils Land,

schaften, theils die Vorstellung einiger Städtevon Friesland , §ec. A. schreibt diese

letzter» dem im Lexikon bereits enthaltenen Abra-ham A- zu.

Allegrini.

* Allard, (Carl). Er hatte in Amsterdam einen Kupferstichhandel. Neben anderm kennt manvon ihm: Die Versammlung der Quacker, nachEgb. Hemskerk, und 5 Blätter: OsUcice rusticosoder Uoeren-Uankets überschrieben. Einige seinerBlatter sind in schwarzer Kunst geschabt, andregeätzt. Er lebte noch in d.Mittc d. X VIl l. Jahrh. A.

— — (Huych), Zeichner und Kupferstecher.Ein Bildniß des Rechtsgelehrten D. Gioxin ist aus-drücklich mit seinem Namen, und 8 Blätter Jag-den sind mit H. inv. bezeichnet. /(.

Allas, ( ) ein franz. Baumeister (?) lebte

im I. 1305.

Allegrain, (Christoph Gab.), Rektor der Aka-demie zu Paris , ein berühmter französischer Bild-hauer, vornämlich in nackten Figuren. Das Stu-dium der schönen Natur war seine Hauptsache,und diesem Vorbilde blieb er in seinen Arbeitenäusserst getreu. Zwey seiner schönsten Werke, eineVenus Kallipügys, und eine von Aktäon im Badüberraschte Diana, (letztre im I. i ?77 verfertigt)befinden sich in dem Garten der ehemaligen Her-zogin Dübarry zu Luciennes bey Marli. Er starbim April 1795 in einem Alter von mehr als achtzigJahren. In zweyter Ehe war er Schwager deSberühmten Pigals. Aus einer ersten hinterließ erKinder, welche jedoch als Künstler nicht bekanntsind. Baur . Mscr.

* — — — (Stephan), starb 1736 im91. I. seines Alters. Cl. Melan hat nach seinerZeichnung ein Titelblatt gestochen.

— — ( ) des obigen Sohn, übte, gleich

seinem Vater, die Landschaftmalerey.

Allegretti. S. L^urri.

* Allegci, (Anton). Das Beßte von histo-rischen Nottzzen über das Leben und die Werkedieses großen Lichts der Kunst, findet man beyFiorillo II. 251 — 320, und über seine Künstler,Charakteristik bey Mengs, die beyden vortreflichenAufsätze in seinen Schriften, Th. III S. 105—190(deutsche, leider schlechte, Uebers von Pranger)und vielleicht noch besser, das was in der deut-schen Originalschrift vonMengs: Ueber die Schön-heit und den Geschmack in der Malerey, über Cor-reggio gesagt ist. Dann Füßli Rrir. verzeichn.II. S. 28 — 81. Sehr richtig hat /iorillo be-merkt, daß der 1506 verstorbene Manregna nichtdes damals zwölfjährigen AUegri Lehrer andersseyn konnte, als wie solches die Werke jedesgroßen Künstlers für s. Nachfolger es seyn können.

— — (Lorenzo), ein Maler, Antonio'sOheim, den Fiorillo (II. S. 255.) nicht ganz un-wahrscheinlich für dessen Lehrer hält.

* — — (Pomponius), Antons Sohn undSchüler, dessen Kunstwcrth aber,avie Tiraboschrbemerkt, sich—aus kindlicher Ehrfurcht, in weiterEntfernung von dem seines Vaters hielt. Fürseine Arbeit hält man einen Moses, der die Gesetzeauf Sinai empfängt, in der Domkirche zu Parma .Das Lexikon bemerkt unrichtig, daß derselbe in derBlüthe seiner Jahre gestorben sey. Gegen 60 I.alt lebte er wenigstens noch 1590. Fiorillo III. 326.

* Allegrini, (Angelica), Franzen des älternTochter und Schülerin, ward durch vertrauten Um-gang mit Magdalena Corvina und Plautilla Briccieine geschickte Künstlerin.

* — — (Flaminius), Franzen des älternSohn und Schüler, geb. 1624.

----- (Franz), von Gubbio . Einige Schrift-steller nennen ihn hauptsächlich einen Schlachten-maler; und wieder andre behaupten, daß er ver-schiedene Landschaften von Claude Lorrain , wie z.B- diejenigen in der Gallerte Colonna mit Figurenstaffiert habe. Fiorillo I. S. 169.

» — — — Zeichner und Kupferäßer, dessen im