Andrieux.
And vier» x, (Bertram), einer der vorzüglich«stcn französischen Medailleurs, geb. zu Bordeaux1765. Sohn eines Weinhändlers welcher Vater von22 Kindern war, und Bertram zu einem geschick-ten Pettschaftstecher, Andre Laveaux, in die Lehrethat. Nach Beendigung derselben kam er ums I.1738 auf Paris , wo er sich vcrheurathete. Nebenanderm kennt man von ihm: Eine auf Befehl derRegierung sehr schön gegrabene Schaumünze aufden Lüneviller-Frieden; und eine frühere vom I.VlII. auf die Schlacht bey Marengo, auf derenAverseBonaparte's Brustbild, weich und kräftig zu-gleich, auf einem Basrelief ruht, welches jeneSchlacht (allzu kleinlich), auf dem Reverse hin-gegen des Helden Uebergang über den St. Bernard,wie er auf die Feinde im Thal seine Blitze schleu-dert, mit großem Feuer darstellt. Dann erhielt erimJ. 1803 den Preis für den Entwurf eines an-dern Schaupfennings, auf die Wiederherstellungdes katholischen Cultus, zu dessen wirklicher Aus-arbeitung er von der Regierung den Auftrag erhielt.
* Andr 0 b»us. In diesem Art. statt: Ankerl. Ankcrseile.
Androuil, (F.), ätzte nach N- Poussin.
* Angarano, auch Angelano, (Octa-vius Graf von). Derselbe war ein VenezianischerPatrizier. Das im Lexikon von ihm angeführteBlatt ist sehr selten.
Angel und L 0 kar, ( ) zween Holländi-
sche Maler, hielten sich um 1660 an dem PersischenHofe auf, wo sie den König in der Zeichnungs-kunst unterrichteten. Davermer.
* Angelanuq, (Oktav.) S. Angarano.
Zlngelerri, (Peter), ein römischer Maler.P. Bombelli atzte nach ihm das Bildniß vonJoseph de Copertino , der im I. 1767 in die Zahlder Heiligen aufgenommen wurde.
* Angel», (Joseph). Er malte auch allerleyCostume - Stücke. B. Fariat, L. Zucchi, C. F.Kauke, G. C> Schulze, M. Pelli, u. a. haben nachihm geätzt. ^r»L/er.
— (Philipp d'). Seine Schlachten staf-firte er mit kleinen Figuren aus. Unter den Land-schafkmalern ward er zu den ersten gezahlt, welcheeine weichere Behandlung annahmen, und, indemsie anfiengen, jene fehlerhafte Genauigkeit aufzu,geben, die alle Kleinigkeiten in der Entfernung un-terscheiden laßt, mehr Wirkung in ihre ländlicheAussichten brachten. F'loriUo 1 . S. 197-
Angelini, (Joseph), ein geschickter Bild-hauer, gebürtig von Perugia, lebte zu Rom um»765 , und bewies seine Geschicklichkeit vorzüglichan der Statue des berühmten Künstlers und Anti-quars I. B. Piranesi , auf desselben Grabmal inder Kirche der Prioren von Malta . Hiernächstarbeitete er Vieles zu Ergänzung alter Statuen.
AngeI»s, (Domenico de), geb. von Ponzano,ein GeschichtSmaler; einer der beßten Schüler vonMarc Benefiali, Mitglied der Akademie von St-Lucas. Jin I. 1737 malte er eine sitzende Sibylle,im Geschmacke des Euercino, und lebte noch zuRom um »303, wo sich von ihm verschiedeneöffentliche Arbeiten finden.
* — — (Johann de), N. Dupuis, B-,Ba-ron und dü Böse haben nach ihm drey Blätteraus der Geschichte König Carl I. von England ge-stochen. Lk.
-- — (Johann Baptist), ein italienischer
Kupferstecher, der von pascoli angeführt wird.Aber selbst Heineke kennt ihn nur dieser Cita-tion nach.
* Angelion. Noch zu Ende des XVII.Jahrh will man von der Statue des Apollo zuDelos noch viele Stücke, nebst der Basis, gefun-den haben. Mensel V!. Miscell. IX. S. 36.
Ang 0 sci 0 la.
Angeld, ( ) Fechtmeister der Königlich-
Englischen Prinzen, gab um 1750 eine Fechtschuleauf 47 Blattern geätzt zu London heraus, /k.
Angel on», (Vinrentlus), ein berühmter Ma-ler in Perspektiv und Verzierungen, lebte zu Rom um 1735. Derselbe hatte die vom Spanischen Exjesuite Requeno wieder aufgefundene Wachsma-lerey so weit vervollkommnet, daß seine Gemäldedurch den zweyten Auftrag der Farben vollendetwerden können, und ohne Schaden das Einbren-nen aushalten. Diese seine Methode, das Wachsund die erforderlichen Gummi-Arten zu behandle»,hatte er dem Herrn Totran, einem römischen Figu-renmaler, mitgetheilt; und beyde vereinten sich,Raphaels Gemälde der vatikanischen Logen, jenerdie Verzierungen, dieser die Figuren in mittlererGröße zu^kopiren. Das Kolorit gewinnt durchdiese Art enkaustischer Malerey einen angenehmenZauber von Glanz, ohne etwas von der Harmonieder Farben zu verlieren; und, was noch sehr em-pfehlenswürdig war, so wurden die Arbeiten die-ser beyden geschickten Künstler um bescheidenenPreis verkauft. N- B. d. Sch. W-'ss. XXXIII.S. 163. und Mensel.
* Angeluccio, ( ) starb sehr jung, und
wurde unter die wenigen guten Schüler von Ckaudegezahlt. /ÄLco/i.
Angermann, (David), ein geschickter Mi-niaturmaler, geb. zu Egen 1763, hielt sich 1735und 1790 in Berlin auf- Derselbe war ein Schü-ler des deutschen Bildnißmalers A- Graf. Nikolai.
— -- (Joh. Christian), ein künstlicher Stein,metz zu Potsdam; Baumeister der dortigen Ber-liner-Drücke, die wegen ihrer schiefen Lage einbesonderes Meisterstück von Steinhauerarbeit ist.Er starb 1777. Nikolai.
Angerft ein, (Heinr. Friedr.). Diesen Namenfindet man auf Sachsen - Hildburghausischen Tha-lern von 1703.
* — — (Julius). In dies. Art. l. statt Eisen-berg Eisenach.
Angibeau,( ) Baumeister zu Paris um180z; bekleidete damals die Stelle eines sogenann-ten Verlsicateur äs östimens.
* Angier, (Franz). S. Anguyer.
— — (Paul), ein englischer Kupferstecher,lernte bey John Tinney, Kupferstecher und Kunst-verleger zu London . Er starb ungefähr im zo. I.seines Alters. Sein beßtes Blatt ist eine Aussichtvon Tivoli, nach I. Moucheron. Nach I. P. Panin ätzte er ein altes Architekturstück. IV.
Angivillevs, (Graf von), oberster Aufseheraller Königl. Gebäude. Durch seine Vermittelungerhielt im I. »777 die Akademie der Malerey undSculptur zu Paris verschiedene neue Privilegien.
Angles, (P. M. des), ein Bildnißmaler zuAmsterdam um 1730. I van der Schley hat nachihm das Bildniß von B-Picart geätzt.
* A11 gl 0 is. S- Ciarres und Langlois.
Ango, ( ) Baumeister zu Paris um i8oZ.
* Angosciola, (Sophonisba), geb 153c».Neben der Kunst wurde sie auch in der Musikund in andern Wissenschaften unterrichtet. In derMalcrey war Bernardino Campo zuverlaßig ihrerster Lehrer. In Bildnissen wurde sie den berühm-testen Künstlern ihres Zeitalters an die Seite ge-setzt. In Spanien hatte sie der Gemahlin PhilippII. im Miniaiurmalen Unterricht ertheilt, und denunglücklichen Prinzen Don Carlos abgebildet. Fio-rillo II- S. 4 » 7 . und »8- „Sie besaß", (heißt esin der Schrift: Winkelmann und sein Jahr-hundert S. 30s.), „so gut als manche Männer,Anlage zum strengen Geschmack in der Zeichnung,