Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
25
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Augustin.

August« n, oder Augustin«, (I.), ein hol-ländischer Bildnißmaler um die Mitte des XVIII.Jahrh. Man kennt nach ihm zwey Bildnisse G.M. Elsner, und den Gvktesgelehrten Theod. Ha-ganaus, von I. Houbracken. und ^c.

* — — (Leonhard). S. Agostmi.

Aviani, ( ) Unter diesem Namen findet

man in Kabinetten sehr schöne Landschaften mitFiguren. Orta/o§. cie

* Avibus, (Caspar oder Cäsar de), geb. zuPadua um 1530; nennt sich aufseinen Kupferstichenzuweilen auch Gasparo G/ello, padoano, paea-vmus, auch Cirradellenfls, von seinem Geburts-orte Cirradella, einer kleinen Stadt im Paduani-schen. Heinecke halt Caspar und Cäsar für zweyverschiedene Künstler, weißt aber von diesem letz-tem keine Arbeiten anzuzeigen. Woher hinwiederdas Lexikon beyde für denselben halt, ist uns eben-falls unbekannt. Der erfahrne Gandellini kenntnur den Caspar. Nach seiner Manier zu urtheilen,muß er sich «räch Georg Mantuano gebildet haben,den er aber nicht erreichte. Seine Blatter nachPenni, P. Veronese, u. a. auch nach seiner eignenErfindung, sind von «555—Zo bezeichnet. In deinWerke, welches die Bildnisse aus 'dein Hause Oest-reich enthält, ahmte er den Styl der Eadeler nach.Rost.

* Avl'ce, (Heinrich von). Derselbe war Rit-ter des Michael-Ordens.

* Aulne, (Stephan de). S. Losne.

* Aulus. Murr (p. 52—55.) zeigt die Kabi-nette an, wo sich die von ihm geschnittenen, undbereits im Lexikon angeführten Steine befinden.Bracci (üe antiq. Kcslpt.) halt den Kopf des soge-nannten Ptolomäus vielmehr für denjenigen desvon Alexander zum Könige von Sidon ernanntenAbdolonymus, und die beygefügten zwey elendenFiguren aus der barbarischen Zeit für einen Bauerund eine Kuh, und damit das Ganze damals fürein Amulet bestimmt. Noch mehr andre Arbeitenvon Aulus führt dann ebenfalls Murr > 1 . c.)an; nämlich einen an einen Siegsbaum gebundenenAmor, welcher einen ähnlichen von Kolon nochübertreffen, und sich im Kabinette Jenkins befin-den soll; eine Weibsperson, die ihren Fuß auf einenPriap setzt, beym Baron von Gleichen; einen soge-nannten Mäcenas aus dem Kabinette des Herrn C.F Greville; einen jungen Herkules- (»ach andernCaracalla-) Kopf, den Bracci (H. 42.) anführt;einen Löwen, der ein Pferd zerreißt, und ein hal-bes springendes Pferd bey Caylus (-zntig. I I. p.52. ». 1. p. 15Z.); endlich eine Venus auf einemFelsen, die verrori erklärt, und tJarrer nach deserster» Abbildung nachgebildet, eine Danae darausgemacht, den Namen Aulus dazu gegraben, undnachwarts, seiner eignen Sage nach, an einen H.Schwanau (Gouverneur des Prinzen von Dietrich-stein) verkaufte, dem aber der fromme Betrug desneuern Künstlers nicht unbekannt war.

Aunay, (Robert de l). S- Delaunay.

Avondr oder Avant, (Peter, van den),geb. zu Antwerpen um 1619, und wohnhaft in die-ser Stadt, wo er den Kupferhandel trieb. MiteinergeistreichenNadel hat er Verschiedenes »ach sei-ner Erfindung gestochen, wovon Rost und derwinklersche Catalog mehrere Blätter anführt,welche meist geistliche Gegenstände enthalten. Eben-daselbst findet man auch die von andern nach ihmgearbeiteten Blatter, wie z. B. eine Folge von Kin-derspielen, mit der Aufschrift: ?L<lop»-^nioi>.kuerorum iurlentium scliemsca vsria 1647. vonW. Hollar, und Kopien derselben von einem Un-genannten in de Wirts Verlag. Hauptsächlich aberhat ebenfalls Hollar nach ihm die Magdalena inder Wüste geliefert; ein Stück, welches dem Malerund dem Stecher gleiche Ehre macht. Rost. DerArtikel dieses Künstlers, im Lexikon, geht beson-

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ders darin ganz irre, daß d'Avondt dort ein Land-schafter heißt, was er doch am Allerwenigsten ge-wesen zu seyn scheint.

Aureggio, (Anton), ein italienischer Land-schaftmaler, ist einzig durch I. B. Cignaroli undA. Toresani, seine Schüler, bekannt.

Avril, (Joh.Jakob), Kupferstecher, der ältere,geb. zu Paris 1756; lernte bey Wille, und verdientunter den neuern französischen Künstlern vorzüglicheAchtung, sowohl wegen der Wahl der Gegenstände,als auch wegen der verständigen Ausführung, wo-bey er den Grabstichel nach wahren Grundsätzengebrauchte; sein Stich hat vielen Effekt und Farbe.Er stach Portraite und historische Blätter nach gros-sen Meister». Die wichtigsten führen S. und Rostan. Diesem letzter» zufolge waren Penelope undUlysses, und dann der Streit der Horazier undCuriazier, zwey Hauptblätter von ihm. Er lebtenoch iZoz.

— — ( ) des obigen Sohn; auch dieser

soll um 1790 in Paris als Kupferstecher gearbeitethaben, was aber kaum möglich ist; so daß wirvermuthen, das von Rost angegebene Geburtsjahrdes Vaters komme dem Sohne zu.

Auroup, (A. und Niclaus), Kupferstechervon Lyon; letztrer gab einen Abriß von dieserStadt heraus. Er arbeitete auch zu Turin , und lebteum 1670. Sonst kennt man von ihm meistensBildnisse, welche Heinecke jedoch bey Weitemnicht vollständig anführt. ilkc.

— — ( ) ein französischer Bildnißmaler.

L. Caro stach nach ihm dasjenige von F. I. P.Ritter von Orleans, Großprior vön Frankreich .

* Auße. S. Hauße und Ans von Brügge .

Austin, (Paul), geb. zu London 174« atzteLandschaften nach van der Neer, u. s. f. /IrnnnLä. 5-c. Füßll Msc. vermuthete, er dürfte viel-leicht mit dem gleich folgenden der nämliche seyn.

» — — (W. ), Kupferstecher und Kupfer-stichhändler von London ; lernte die Kunst bey G.Bickham, worinn er aber nur geringe Fortschrittemachte, so daß er sich nunmehr mit Unterrichtgeben im Zeichnen begnügte, und zugleich den Han-del trieb. Seine wichtigste Arbeit scheinen 10.Blätter nach Alterthümern von Rom und Pal-myra zu seyn.

* Aurelli, (Jakob), genannt Monica, einerder ersten Musivarbeirer in Edelsteinen, stand um1620 in Großherzoglichen Diensten zu Florenz . S.den Art. Michel Castrucci.

* Authement. S. Gurrnan.

Autlssier, (Joh. Franz). Ein französischerMiniaturmaler; lebte in Paris um iZor.

*Auvray, ( ) hieß Peter Laurenz, und

war geb. 1756. Er bildete sich zu Paris , und ar-beitete neben andern in die 'I'ilbleuux pittorenguesrls >a Kuisse Prospekte, Bildnisse und Münzen.//. und Mrr.

Auxerre , (Bischof von), ein solcher, im XII.Jahrh, war ein ausgezeichneter Liebhaber der Künste,und stiftete, um dieselben zu befördern, ein In-stitut, zufolge dessen er die Präbenden seiner Kathe-drale als Belohnungen für Geistliche aussetzte, vondenen der eine seine Talente als Maler, der andreals Glasarbeiter, der dritte als Goldschmied! be-währt haben würde. Allein der elende Geist desZeitalters entsprach seinem Eifer wenig, öoe«/

* Axeochus. Andre nennen ihn Axiochus.Noch besaß von ihm die Gräfin Cherubim zu Rom (Freundin des Kard. Alex. Albani) von diesemKünstler einen jungen Herkules - Kop>. MurrE>. 55-

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