Baring.
von Udine in 13 Blattern (andre zählen gerade diegedoppelte Zahl) in Kupfer gestochen,
Baring, s. Bering.
Barker, (S.), ein englischer Maler. I. Sturthat das Portrait von W. Addy nach ihm in Kupfergestochen.
— — ( ) ein neuer englischer Künstler
dieses Namens lebte um i 8 c >4 und ward für denErfinder d. sogenannten Panorama's gehalten. A 5 ;r.
* Barlacchi, (Thomas), lebte um 1520 undwenigstens noch 1550. Die Blatter von MarcAnton und andrer hat er nicht, wie das Lexikonsagt, copirt, sondern retouchirt. Nach Malvafiaist der bekannte Kindertanz von ihm unmittelbarnach Raphacl gestochen. Im Jahr 1550 gab ereine Folge von Alterthümern ans Licht.
Barlesius, (Angelus), ein Künstler vonCaldarone. Dem Katalog des Abbe Marolles zu-folge hat Lucas Ciamberlan nach ihm gestochen.
* Barlow, (Franz), geb. zu Lincolshire i6zound gestorben 1702. Eine große Anzahl nach ihm,und (zweifelhaft) auch von ihm gestochener Blattersind angeführt in //.
Barnard, (W-), ein Kupferstecher in London .Im Jahr 1802 gab er zwey außerordentlich geschätzteBlätter, den Sommer und Winter, nach Morland,theils schwarz, theils colorirt. Man zieht aber dieerstem weit vor. Mrc.
— — ( ) ein älterer Künstler dieses Namens.
W- Bailie hat nach ihm gestochen.
Barnes, (I.), ein deutscher Kupferstecherzu Dresden ; arbeitete um 1770 nach van de Beide,A. Zingg u. a. zum Theil auch, wie es scheint, nachseiner eignen Zeichnung Landschaften, Prospekteu. s. f. /s.
Barney, (Joseph), ein englischer Kupfer-stecher. Man kennt von ihm Kinderspiele in punk-tirter Manier nach Hamilton, u. a. Lä. rec.
Barnfliß, (Daniel), ein Bildhauer vonNürnberg . Derselbe ist bloß durch sein von M. P.gestochenes Bildniß bekannt.
Barns. ( ) ein englischer Kupferstecher,
gab um 178z zu Paris Landschaften nach Vcrnctund andern. Lst. L-c.
* Barofflo, ein Ornament- und Architektur-maler von Varese; arbeitete mit Alexander Valdani,einem Figurcumaler, in der Kirche St. Andrea inCitadclla zu Pavia . Barosslo malte auch in derdasigen Kirche Jesu. -öarw/r V. II.
* Baron, (Bernhard), geboren zu Paris um1700 gestorben zu London 1762 ein ausgezeichneterKünstler mit dem Grabstichel und der Nadel, dermit gleichem Erfolg Portrait und Geschichte ge-stochen. Unter jenen sind seine meist historischenBildnisse nach Vandyck u. a. vorzüglich zu bemerken.Roft VIII. S. 99—101. führt 29 seiner vornehm-sten Blätter an. //. Dann fünf Stücke in demkecueil ries blatlong <lu Bevant, und einigeantike Statuen für die Sammlungen von R. Dalton.
— — (Claudius), Kupferstecher zu Paris ,geb. 1738 Schüler von le Bas. Man kennt vonihm Blätter nach Cochin, Drouais , Dumont undKuchersky; sodann mehrere für Buffons Natur-geschichte.
— — (F), ein Perspektivmaler zu Potsdam um 1775. Man kennt von ihm drey Prospekte vondieserStadt, die er selbst gestochen hat. Nach ihmarbeitete auch I. C. Krüger jJikolai.
* — — (Helena), Tochter des unten folgen-den Josephs, (die Angelika, welche das LexikonJosephs Barone Schwester nennt) eine sehr geschickteEchriftenstecherin, wie man davon ein Beyspiel an
Barozro. Zg
ihrem Mariengebetbuch ersehen kann, welches ganzvon ihr gestochen 1739 zu Venedig erschienen ist. /k.
Baron, (Hugo), ein englischer Maler. Va-lentin Green hat nach ihm das Bildniß von I. Swanin Schwarzkunst geschabt.
— oder Barsnins , (Johann) ge-nannt Tolosano, Zeichner und Kupferstecher, geb.zu Toulouse i6zi, lies sich zu Rom nieder, wo ergegen das Ende des X VII.Jahrhunderts noch lebte.Er hat Portrait und Geschichte gestochen. Unterjene zählt man besonders 47 Bildnisse der berühm-testen italienischen Künstler, von welchen man dasVcrzeichniß in findet, die zum Theil mit vielerKraft, bisweilen mit roher Harte gearbeitet sind.Einige seiner Blatter dann führt Rost VII.S. 270—71. an.
* Barone, (Angelika), s. oben Baron ,(Helena).
* — — (Joseph), auch Baroni'us ge-nannt, lebte zu Rom und z» Venedig . Man mußseine, meist historischen Blätter, von welchen -V.einige anführt, wohl von denen des JohannBaron unterscheiden, der sich ebenfalls Baroniusnannte. Noch sorgfältiger aber von der Arbeit desunien folgenden Joseph Baroni.
Baronr, (Carl), ein Kupferstecher zu Rom .Von ihm kennt man ein Blatt: Saul von Samue,zum König gesalbt, nach Rubens .
— — (Caspar Anton), genannt Cavalcabo,ein Maler von Sacco in dem Gebiet von Rovcredolgeboren 1682. Er lernte zu Verona bey AntonDalestra und zu Rom bey Carl Maratti. Mansieht viele von seinen Gemälden in den Kirche» seinesVaterlandes, wo er 1759 mit dem Pinsel in derHand starb. /^a»ettr.
— — (Joseph), ein venetianischer Kupfer-stecher. IV. führt von ihm einen gekreuzigten Christ,oben Engel in der Luft, unten Maria und Johannes,als Frontispiz des Buchs : II ^rauä Bescro clellspitture äi Veneri.i 1720 an, welches wahrschein-lich kein anderes als des Imina Ventro lli Venvsiaist, von dem das Lexikon, so wie von Baroni'sArbeit dann, unter dem Titel von Joseph Baronespricht.
Barstet, ( ) ein Bildhauer, der um 7720
zu Genua arbeitete, wird von Leyßler in Beschrei-bung dieser Stadt angeführt.
* Bar 0 ; i 0, (Franz), Neffe und Schüler vonFriedrich Barozio, lebte um 1530. virloy führtihn als Maler, Zeichner und Kupferstecher an.Allein Proben von dieser letztem Kunst von ihmkannte selbst //. nicht.
* — — (Friedrich). Schon Winkelmannbemerkt von ihm: Daß sein Fleisch fast immer insGrünlichke falle, weil er gewohnt gewesen, die ersteAnlage des Nackenden mit Grün zu machen, wieman an einigen unvollendeten Stücken in derGallcrie Albani augenscheinlich erkenne, und fügtdann eine Thesis bey, die das Beyspiel Darozio'serläutern soll: „Daß somit die Maler die Farbennicht auf gleiche Weise sehen müßten, weil sie die-selben verschiedentlich nachahmten." Dieses, meintLessing <Rollekr. I 89 ) habe keinen Verstand:„Denn wie der Maler die Farbe in dein Objekterkenne, so erkenne er sie auch in der Nachahmung "— was aber hinwiedrr uns keine Widerlegung vonw Meynung zu seyn scheint. Dann sagt Ramrdohr über Malerey und Bildhauerarbeit inRom (I. S. 293.) von ihm: „Er führte einenihm eigenen Geschmack ein; aber es war derfalscheste, der sich denken läßt Es ist nichtsWahres darin , weder in Ansehung des Ausdrucks,der Zeichnung oder des Colorits. Seine Grazie istAffectation „ (wohin z. B. seine sehr gesenkten Pro-file gehören mögen);" das Fließende seiner Umrissewird zur Unbestimmtheit, und der bunte Glanz