Band 
Zweyter Theil [1].
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43
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Bas.

ler, war um 1772 Mitglied der neuen Akademie zuLondon . Sein Gemäld, Jupiter und Juno aufdem Berge Jda vorstellend, enthielt einen schönenGedanken, der mit aller klassischen Richtigkeit aus-geführt, und besonders in der Farbenm.schung mei-sterhaft behandelt war. Man hat von ihm:

»rto t/re anst rma^r-ra-'!/ ob^t.'N«rtroMto tüe nc^AMtro» tt/ t/re 8- 778.

Facius, V. Grcen, A. Macduss, und I. R.Smith haben nach ihm schöne Blätter gestochen,welche //. anführt, eben so wie einige in Tusch-manier von seiner eigenen Arbeit, wie z. B. derFall Satans, der verwundete Philoktet, den erfür das Institut zu Bvlgna malte , und ein Brust-bild von Mylord Chatam, welches Brittania halt.Zu der sogenannten Gallerie des Shakespears vonBoydell lieferte er den Auftr. 3 Akt. V. von KönigLear, wo derselbe, nebst Kent , den Leichnam derCordella auf die Bühne bringt.

Bas, (H. le). Ein Architekt zu Paris . Indem6ten oder ?ten Hefte von Detournclle's 1305- dorterschienenem Uecusil äs 6'ivsrZprojets 6'^rslii'tec-rurs fand sich, nach seiner Zeichnung, der Ent-wurf eines Monuments zu Ehren des verstorbenenGeneral Desaix .

* — — (Jakob Philipp le), nicht Johann

wie ihn das Lexikon nennt, geb. zu Paris ,70z,und daselbst gestorben 1732. Als Mitglied derAkademie trug er den Namen eines Kupferstechersdes Königs. Lernte bey N. Tardieu. „Le Bas"(sagt wareler, „war lange Zeit unter den französi-schen Stechern, die mit ihm zugleich lebten, derbekannteste; das kam daher, weil er seinen Namenauch auf die sehr mittelmäßigen Stücke setzte,welche seine zahlreiche Schüler in seiner Werkstättearbeiteten Indessen wird er immer einen vorzüg-lichen Platz unter den Künstlern verdienen, die sichdurch Geschmack ausgezeichnet haben. Es warihm eine geistreiche Behandlung eigen, welche selbstden mittelmäßig angefangenen Arbeiten Leben undReitz gab. Er ist der erste nach Rembrandt , dersich der kalten Nadel häufig bediente, und seineSchüler haben dieses Verfahren vervollkommnet.Don ihm sind auch die Platten zu le /(uz, XmEär§ x>ü,'L beam-c «rorrtt,'»ent5 äe lcr (2 Vol.

Ar. ko!. ?uris 758.) wo die Kunst in dieser Artnichts zu wünschen übrig läßt. Le Bas hatte dieEhre, mehrere der geschicktesten Stecher seinerzeit,wie z. B. unter seinen Mitbürgern die beyden Alia-met, le Mirs, u. a. so wie unter den AuslandernStrange und Ryland zu zählen. Seines Hangeszu Vergnügungen und zur Gesellschaft ungeachtet,war er doch einer der fleissigsten Künstler, und dieAnzahl der von ihm — oder wenigstens unter sei-nem Namen — erschienenen Blätter geht über 500.Die nach seiner eigenen Erfindung gestochenen hat//.ausführlich, von den übrigen Rost (VIII. 137-42.) die vorzüglichsten, alle aber vollständig Hayorde Longprs in einem eigenen Catalog seiner Werkesowohl als seines KunstkabinetS verzeichnet. Unters. Hauptblättec werden besonders die in Gesellschaftvon Cochin ausgefertigten 16 fcanz. Seehafen nachVernet, und vier Stückenach Teniersgezählt, nachwelchem er weit über ein hundert Platten, theilsselbst gestochen, theils unter seiner Aufsicht stechenließ. Eine gute Beschreibung der erster» s. in VReu-sels. rJ.LNlsceU. Xlll. S. 671-33. Nach wou-rvermann lieferte er ro. köstliche Blätter, derenreiner und deutlicher Vertrag von Kennern bewun-dert wird.

-- — (I. de), ein holländischer Kupferstecher,von dem weiter nichts als ein seltenes Stück bekanntist, das den Brand des alten Rathauses von Am-sterdam vorstellt.

— — (Martin), ebenfalls ein unbekannterKupferstecher, von welchem //. das einzelne Bild-nis des Theologen W. Esti anführt.

* Basalt! oderBasarlni, auch Baxa ist,(Marc), lebte und malte noch 1520. Er war es,

Basm 0 ff. 4Z

welcher die Maler der venetianischen Schule zuerstanführte, das Joch des alten steifen Geschmackesabzuschütteln. Ein Blatt nach ihm, welches denBeruf des H. Andreas vorstellt (und wo er eben,wahrscheinlich ganz fehlerhaft, Baxaisi genanntwird) von Q Boel gestochen, findet sieb in Teniers Brüsseler - Gallerie. FioristoU 17. und//.

*Basan, (Peter Franz >. Ungeachtet d-eiekKünstler Nadel und Grabstichel mir ziemlicher Ge-schrcklichkeic zu führen wußte, lettete ihn dennoch(wie er in seinem Dicttiomisirs 6s 6ra'eur-! vonsich selbst sagt) die Lebhaftigkeit seines Charaktersdarauf, der Kunst selbst den Kunsthandcl vorzu-ziehen, welcher weniger Geduld erforderte Auchwar derselbe seiner zeit der ausgedehnteste in Paris .Vermittelst dieses Handels und der vielenKunstaukcio-ncn, welche er besorgte, haupttächlich aber durchseine Bekanntscha ten mit H. Mariette, hatte ersich eine seltene Kupferstichkenntniß erworben.Auch war sein schon genanntes Ou-tionmnre 6sOraveurs in der ersten Ausgabe desselben (1767.)das damals vorzüglichste Werk dieser Art. Seitdessen Erscheinung harre er sich eine Menge Ma-terialien zu einer neuen Ausgabe gesammelt, undstand im Begrif solche zu bearbeiten, als man ihmsein Manuskript stahl. Jtzt raffte er in Eile an-dern Stoff zusammen, und gab dann 1739 dasflüchtige Werk heraus, in welchem die neuen Arti-kel größtentheils unbedeutend sind, und nicht seltenmit solchen wichtigen Bemerkungen anfan-en undenden; wie z. B. „Dieser Künstler har verschiedeneStücke nach verschiedenen M istern gestochen." Da-für hatte er dann freylich diese zweyte Ausgabe miteiner Menge artiger Kupfer geziert, welche dieselbesehr kostbar, aber deswegen wenig nützlicher mach-ten. Weit größer,! Werth für die Kunstgeschichtehatte sein raisonnirter Catalog von dem Kabinettedes H. Mariette, und diejenigen der nach Rubens ,Jordaens und Visscher gestochenen Blätter. Ausdem Catalog seines e.genen Verlags dann erhellet:Daß in demselben nach und nach an die 450 Blät-ter erschienen waren, von denen d e meisten bloßHasan exs. oder ehe? Kasan bezeichnet sind, weiler sich gewöhnlich junger Künstler bediente, dieihren Namen nicht auf die Platten setzten. //.Die von ihm selbst gestochenen Blätter führt Rost(VIII. S. 198—99.) an.

* Basano, (Cesar). S. Bassans.

* Baschenis, (Evarist), geb. 1607; starb1677.

* Ba schrieb er, ( ) hieß nicht so, son-

dern waßhueber.

Bashenorv, (Basilius), ein Baumeister zuPetersburg . Im I. 1753 lies ihn die dortige Aka-demie zur Ausbildung seiner Talente ins Auslandreisen. Nach seiner Ruckkunst 1765 wurde er sel-ber zum Akademiker ernannt. Er entwarf einenPlan zur Umbauung des Kremlstchen Pallastes inMoskau , der aber nicht ausgeführt wurde. Ingothischem Geschmacke baute er ausserhalb derStadt den Zarizinschen Pallast, den aber die Kai-serin Cacharina II. größtentheils wieder einreistenließ. Unter Paul I. wurde er zum Vice-Präsidcn-ten der Akademie der Künste erncuint. Als sol-cher starb er im I. l?98.

* Basire, (Jakob), nicht Johann, wie ihndas Lexikon nennt. Lebte noch 1771. Lasan(N.Ausg.) führt von ihm ein sehr großes Blatt nacheinem alten Gemälde an, das zu Windsoc au, be-halten wird, und die Zusammenkunft HeinrichVIII. mit Franz l. auf dem sogenannten Feld deDrap d'Or (1320.^ vorstellt.

Basmoff, ( ) ein alter russischer Archi-

tekt. In dem sogenannten Kremlin zu Moskau ,wo die Reliquien der Pracht der alten Zaaren undPatriarchen aufbehalten werden, befindet sich vonihm das Modell eines Pallastes, der den ganzen

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