Batlowsky.
Batlorvsky, (A.), ein pohlnischer Bildniß-maler zu Dresoen um das Ende des XVII. Jahrh.Bodenehr hat nach ihm das Bildniß des Hofgärt-ners Georg Meisters, u. s f. gestochen. ^D
Bartaglioni, ( ) Von einem Architek-
turmaler dieses Namens findet man in dem Ea-ralog des pineUi ein Stück, worinn Franz Zugnodie Figuren gemalt hat. Vielleicht mit ob-
stehndem Bcraglionl derselbe.
* Bartlsti, Bapriste oder Baptistis,(Ant. de). Th. Krüger hat nach ihm einen Triumph-bogen zu Ehren Pabst Urban V/I1I. gestochen, Df.
* Barronr, (Pompejus Hieronymus ), geb.zu Lucca 1703. In sehr früher Jugend studirte erzu Rom unter S. Conca und A. Masucci, welchezu dieser Zeit dort für die ersten galten; aber, mitausserordentlichen natürlichen Alltagen begünstigt,sah er bald ein, daß Raphael, die Antiken unddie Natur bessere Führer waren; er hielt sich daherganz an diese, vornämlich an die letztre. Diesbemerkt man in seinen gefälligen und mannigfal-tigen Physiognomien, in den Gebehrden und Stel-lungen seiner Figuren, und in dem Faltenwürfeseiner Gewänder. Sein entschiedenes Talent fürdie Portraitmalerey verbreitete bald seinen Ruf auchim Ausland, als er jetzt, vornämlich durch dieGönnerschaft des Kardinal Alex. Albani den Auf-trag erhielt, ein großes Gemälde für die St. Pe-terskirche auszuführen, welches den Fall Simondes Zauberers vorstellte, und in Mosaik gebrachtwerden sollte. Er hatte dasselbe 1761 vollendet;und so treflich es auch von Leite der Nichtigkeitder Zeichnung und der Schönheit des Koloritsseyn mochte, mußt' er dennoch der ungerechtestenCritck seiner Feinde und Neider, so unterliegen,daß am Ende ein weit schlechteres von P Eon-stanzi an seiner Stelle gesetzt wurde. Allein die-ser empfindliche Streich konnte ihn um so weni-ger mutvlos machen, da das Ausland fortfuhr (ei-nen Talenten die Ehre zu geben, welche seineeigenen Landsleute ihm fortdauernd, und, manmöchte sagen, bis an seinen Tod verweigerten.Zu seinen schönsten Arbeiten gehören seme Magda-lena in der Wüste, für di» Gallerie zu Dresden ;dann das von allen vier Welkheiten angebetete HerzJesu (eine große Altarcafel, welche 1730 die Kö-nigin von Portugal für eine von ihr neu erbauteKirche zu Lissabon malen ließ, und mit zooo Zec-chinen bezahlte). Barroni starb, als beynahe 8».jähriger Greis, zu Rom 1787. Der Ritter Vno-frio Dom ehrte seine Verdienste bald nach seinemTode Lmrch eine sehr gründliche Lobschrist. Fr'o-rillo I. E- 220—2g. Unter den Gcschichtsmalernseiner Zeit hatte ihn vielleicht einzig der großeDeutsche, Mengs, weit übertroffen, und ein ein-zelner seiner Mitbürger, der zugleich in Rom mitihm lebende Cremoneser Joseph Bottani, die zweyteStelle, in den Augen wahrer Kenner, ihm streitiggemacht; was freylich, bey der damaligen Verdor-benheit des Kunstgeschmacks fast durch ganz Europa ,noch für ein sehr zweydeutiges Lob für beyde zu ach-ten ist. „Battonl's Werke" (heißt es in der Schrift:Dunkelmann u. sein Jahrhundert S. 282—34 )„ erinnern noch sehr an die Zeit und Schule des C.Marakti, deren Vorschriften gemäß er studirt hatte.Die von Mengs eingeführte größere Aufmerksam-keit auf schöne Formen nöthigte nun auch ihn zursorgfältigern Wahl derselben. Daher findet manbey ihm manches Lobenswcrtbe dieser Art, dasaber allemal mehr von Wohlgestalter Natur veran-laßt, als im Geist der Antike gedacht, oder der-selben nachgeahmt zu seyn scheint. Er besaß Leb-haftigkeit und Wärme des Kolorits; aber Harmonieder Farben, die angenehme Wirkung und Ton desGanzen gelangend ihm gewöhnlich nicht; dagegenmuß man einzelne, vortreflich und mit äussersterSorgfalt ausgeführte Theile, welche hier und da inseinen Werken vorkommen, billig bewundern; ebenso zuweilen geistreiche Köpfe von kräftigem , wahr-haftem Ausdruck. Ueberdem besaß er noch einnatürliches Talent zum Gefälligen und Naiven,
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weßwegen ihm jugendliche weibliche Figuren oftreitzend gelungen sind." Mit unter seine beßten Ar-beiten wird in dieser Schrift ein Bild von dreyFiguren gezählt, welches in den obern Zimmernder Villa Borghese steht, und die Stadt Marinoin Gestalt einer jugendlichen weiblichen Figur zu denFüßen eines Kardina s vorstellt Die vornehmstennach ihm gestochenen Blatter fuhrt /D und derMmklersche Caralog an.
Batroni, (Joseph) ein ganz irriger Namefür Joseph Borrani. welcher lange Zeit auf dieseltsamste Weise , fast überall issit Pompes Barroniverwechselt ward. Ein Beysp-el davon s. in vlsieu-sels Miscest. XXI. S. 255 vergl. mit XX!Il.S. zig- Das schäveltreffcndste von Allem abergeben wir unten bey Borrani.
* Battschrld, Samuel). S. Borrsehikd.
* Barrum. S. Barhem
Barry, ( ) ein englischer Künstler, der
mit Thomas Langley 5 Blätter Plane und Aufrissedes Schlosses zu Wiudsor geliefert hat. Dft
* Baubrun. S. Beaubrun.
Baudan, (Anton), Königl franz. Baumeisterin Languedok in der ersten Hälfte des XVll Jahr-hunderts. Man hat von ihm: prsssnts au
Larülnal sts Ricüslisu paur In sonction <ls la lVI woceans avsc la Nstlttsrrannss. nur LneimsRiebst et Ant. Haucian. Darm i6;z. 8- welchesder erste Entwurf zu dem nachmaligen Kanale vonLanguedok ist. De Dou§ und Doutrtte.
Baudeau, (Jakob), ein Kupferstecher zuMontpellier , gegen das Ende des XVII. Jahrhun-derts; von welchem mau hat: Armorlal <ls8 Ltats^sneraux cis I.an^uecloe. lVlontpelller r6h6. 4.De DouF und Dmrtette.
Baudem 0 nt, (I , Kupferstecher und Kunst-händler. Von ibm selbst wissen wir kein einzigesBlatt anzuführen. In seinem Verlage erschien,neben andern: Der brennende Busch nach Seb.Bourdon mit: Ob. Sc. cNs2 ß. ckanclemont bezeichnner. /D
* B-au dessen, (Niclans), geb. zu Troyes i6og. und gest. zu Paris lüZo, also nur 71 Jahralt (nicht 8» wie das Lexikon sagt). I Coelemanshat nach ihm zwey Vasen mit Blumen gestochen.
* Bauder, (Stephan), geb. 1593. SeinSterbejahr muß also wirklich in 1^71 (nicht 169c.wie die frühern Zusätze zum Lexikon und »ach den-selben auch Rost, meinen) gestorben seyn Erlernte zu Paris ; sein Lehrer aber ist unbekannt.Alsdann gieng er nach Italien . Er scheint dieManier und das vierckigte Korn von Bloemaert an-genommen -u haben; doch mir weniger Geschmackund Einsicht als sein Muster Seine meisten Ar-beiten sind mit vieler Nettigkeit ausgeführt, aberauch mit jener Haue, weiche das Metall verräth;die Extrem.täten zumal sind nicht immer gut an-gegeben. Nach seiner Rückkehr aus Italien ver-einigte er oft die Nadel mit dem Grabstichel, undbrachte alsdann Blätter hervor die Werth haben,und denen von I. P. Poilly ähnlich sind. Ueber-haupt kann man, bey all' obigem Tadel, mehrereseiner Stiche große Achtung nicht versagen. Erhatte sehr viel gearbeitet, und neben dem mehrereSchüler, die ihm behvlfen waren, so daß viele beyihm erschienene Blätter lediglich mit cüsr 3. uäsrbezeichnet sind. //. Die vornehmsten derselbenführt Rost (VII. S. 104—6.) an.
Baudisch, (I.), ein unbekannter Maler, nachwelchem B. Kilian das Hildniß der spanischen >n-faittin, nachhcriqen Kaiserin Margaretha Theresia,gestochen hat. Dü
Bauditz, ( ) Von einem Kupferstecher
dieses Namens ( von welchem wir kaum vermuthendürfen, daß derselbe mit dem im Lexikon genannten