Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
75
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B i a n c o.

BrancS. S. auch del Bianco.

* Bianconi, (Carl), geb. zu Bologna »7Z2.Erlegte sich zugleich auf Baukunst, Sculptur undKupferstechen. //. führt ein Paar Blätter von ihm,und ein Paar andre nach ihm gestochen an; nebenanderm das vortrefllche große Blatt, das I. Vol,pato nach seiner Zeichnung von dem im I. 1769dem Grafen Algarotti zu Pisa errichteten Denkmalgeliefert hat. Er lebte noch im I. 1801 zu Mai,land, als beständiger Sekretär der dortigen Akade,mie. Fiorillo (II. 68z.) rühmt sein schönes Kunst,kabinet, und, was so viel mehr werth ist, seinenmittheilenden Umgang, wodurch er jenes zum Sam,melplatz aller lernsbegierigen jungen Künstlermachte.

* Biancucci, (Paul), starb 75. Jahre alt.

Bra nr> ille. S. Binanville.

* Biard, (Peter), der Vater. Mehrere vonund nach ihm gestochene Blätter führt // an; dersich abct irren muß, wenn er einem der erster»das Datum 1627 (»8 I. nach seinem Tode) giebt.Ob es vielleicht (es stellt die Wiederaufnahmeder Sculptur emblematisch und fatyrifch vor) seinemSohn gleichen Namens zuzuschreiben ist? )l 7 §c.Liorillo (I. zz-?.) zählt ihn zu denjenigen franzö,fischen Künstlern, welche die Manier des MichaelAngclo aus Italien nach Haus gebracht hatten.

* 7- — — der Sohn. Das Pferd vonRicciarelli war für eine Bildsäule Heinrich des II.bestimmt, das aber jener wegen seinem 1556 er,folgten Tod nicht vollenden konnte; und somitsetzte Biard Ludwig XIII . darauf. (S. über die-ses Pferd Fiorillo III. no. in der Anmerk.)Grrurh fuhrt ein Blatt an, welches eine mitBacchantinnen figurirke Vase vorstellt, und denNamen s). Biand trägt, den er für keinen an,dern als unser» p. Biard hält.

Biar «, ( ) Baumeister zu Paris um »Zoz.

Bibaulr, ( ) ein Architekturzeichner zu

Paris , zeichnete vieles in Blondels Arckltocturesran^oi8o.

Biberger, (Joh. Ulrich), ein Kupferstecher;n Wien um 1700. Man kennt von ihm das Bild,niß Kaiser Carl VI. ganzer Statue in Schwarz,kunst, nach F. Fcrg, ein andres des ChurfürstenMaximilian! Emanuel von Bayern, und nachNofa's Zeichnung einen H. Leopold, der vor einemKrucifix knieet. /(. und

* Bicchierai, auch Bicchierari, (An,ton). N. Billy hat nach ihm einen St. Benediktzu Philadelphia gestochen. //.

Bicci, (Lorenz), wird von Vielen als derletzte unter den Nachahmern des Giotto aufgestellt.Allein der Verfasser der bln-nria pircrioe widerlegtdiese Meinung mit triftigen Gründen. Auch be,merkt man in dem Kupferstiche, den derselbe nacheinem Gemälde des Lorcnzo liefert (Dsb. XV. desWerks) einen Adel und eine Großheit, wodurch essich ganz von dem Charakter des Giotto entfernt.Fiorillo I. S. 274.

* Bichard, (Johann Baptist), ein Kupfer,siecher zu Paris , hat nach dem Baumeister Dümont,N. le Mire und nach Raphael gearbeitet. LO

Bichard iere, (Mademois.), eine Kupfer,siecherin zu Paris , arbeitete nach Huet u. a. undstarb »786. und A/rc.

Bi'chel, ( ) ein deutscher Kupferstecher,

gab, gemeinschaftlich mit Leopold, zwey Folgen(zusammen 24 Bl.) von Laubwerk. /k.

* Bichi, (Johann). L nennt ihn Jakob.

* Bick am. S. Bikhanr.

Bie. 75

Bickard, (Jodocus), Maler und Kupfer,siecher in Cchwarzkunsi zu Mainz . führt vonihm das Bildniß des Churfürsten Johann Philippsvon Mainz , nach seinem eignen Gemälde, undzwey andre Blätter, wahrscheinlich ebenfalls nachseiner eignen Erfindung an.

Bickenbagen, (CD, ein Kupferstecher, vondem man nichts anders als eine Folge von Thieren,mit der Aufschrift: lisstiarum liAurgs kennt. L.

* Bick er, (Johann). S. Miel.

* Bickham. S. Bikham.

Bidaulr, ( ) ein Landschafts, und Bln,

men - Maler zu Paris schon um 1790, lebte nochum »805. Sein Bildniß findet sich in dem damalserschienenen bekannten Blatte: lieunion äes artig-tes, nach Boilly .

— — ( ) Baumeister zu Paris um »8oz.

Biben harrer, (Tobias , ein Kupferstecher,von welchem L lediglich das Bildniß des KaisersMathias anführt.

Bidermann oder B iedermann, (Joh.Jakob), geb. zu Winterchur »7 .. lernte um » 78 c»zu Dresden bey A. Graf, und malte anfänglichBildnisse. Alsdann ließ er sich, nach einigen R:i,sen, zu Bern auf mehrere Jahre haushäblich nieder,und arbeitete daselbst in Gouache und Oel kleineLandschaften mit Figuren und schönem Vieh sowohl,als mancherley Arten Conversationsstücke, in einerfür das Aug höchst angenehmen Manier. Dortmochte er, beym Anblick der vortrcflichen Blätterseiner beyden Mitbürger Aberli und Nieter inAqua Tinta, Manier auf den Gedanken gefallenseyn, sich ebenfalls in diesem Kunstzweige zu ver,suchen, in welchen! er seither unabläßig fast einziggearbeitet, und darin,» Meisterstücke geliefert bat,welche hauptsächlich in der Wahl seiner Stand-punkte, und in den bezaubernd wahren Mittel, undHintergründen seiner überall bekannten Schweizer ,Prospekte, die Ersten in dieser Kunst erreicht, wonicht überlroffen hat. Zu feinen vornehmsten Ar,betten gehören sein: Wildegg, Luzern mit der Aus-sicht auf den dortigen See, das Thal von Kander,stäg, und der Rosenlauin,Gletscher; vier Blätter,welche in ihrer Stuffenfolge das Eigenthümlicheder Schweiz von der Ebene an bis zu den höchstenEisgebürgen in wunderbarer Wahrheit vor Augenmalen. Eben so seine Hauptorte der ehemaligenXIII. Kantone, welche gleich jenen vier Darstellun,gen, in größerm und kleinerm Format / um hohePreise — doch nicht über ihrem seltenen Werth —erschienen sind Eme gute Beurtheilung dersHens in Meus. Vl M-sc. V. 558 — 59 . und von eini,gen seiner frühern Blätter im Musen,n XIV. »7—19. Seit demJ. 1804 lebt dieser Künstler zu Kon,stanz; seine meisten Arbeiten aber sind gegenwärtigfast nirgend anderswo, ais bey H. Walser in Heri,sau und in einigen andern Kunsthandlungen in derSchweiz zu finden.

— — ( ) ein Landschaftmaler von Stern,

berg; heirathete eine TochterNiclaus Stubens vonMünchen .

Bidloo , (N>), ein, übrigens unbekannterMaler, nach welchem P. van Gunst das Bildnißdes Arztes Michel Fortgens gestochen hat. /s.

* Bie, (Cornelius de), der Verfasser des6ouüe Xabinst van «le 8cüilclsrkon8t, geboren;»Lierre 1627. (dessen im Lexikon unter dem ArtikelAdrian de Bie Erwähnung geschieht). giebtihn als zuverlaßig für einen Sohn Adrians, und be,merkt, daß er übrigens, seines Wissens wenigstens,weder Maler noch Kupferstecher gewesen sey. Ba-san hielt ihn irrig für einen Sohn des gleich fol,gcnden Jakob, mit dem er ganz in keiner Ver,Wandschaft stuhnd.

(Jakob de). Von seinen vornehmstenKs

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