Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
79
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Binder.

Grabmal der Gemahlin König Friedrich I. vonDänemark, in der Domkirche zu Schleswig ;dann sein von ihm selbst gemaltes Bildniß in derKK. Gallerie zu Wien ; diejenigen des KönigesChristian III. und seiner Gemahlin, in der Kunst-kammer zu Kopenhagen ; und endlich die des mehr-gedachten Herzog Albrechts von Preussen und dessenersten Gemahlin im Dohme zu Königsberg ; wiesolches Alles weit ausführlicher in dem obangeführ-ten höchst lesenswerthen Aufsätze zu sehen ist, derneben anderm, aus einem Bildniß und Wappendes vielerwähnten Königes Christian (an der Spitzeeiner 1550 zu Kopenhagen gedruckten dänischenBibel) auch den materiellen Beweis enthält, daßer die Formschneidekunst eben so wie das Kupfer-stechen, obwohl vielleicht selten, doch wirklich ge-übt habe.

Binder, (Christian Eberhard), Herzogl. Wür-tembergischer Hofbildhauer, von welchem wir durch-aus nichts anderes zu sagen wissen, als daß erijjoo im 59. Jahr seines Alters verstorben sey.

* Binet, (Ludwig), geboren zu Paris 1744.Zeichner und Stecher mit der Nadel und dem Grab-stichel. Er war einer der bessern Schüler vonBeauvarlet, und hat nach mehrern meist französi-schen Meistern, gestochen; so wie hinwieder auchandre, wie z. B-Berthet, G P. Bvrgnet, Dugastu. Maillet, meist Galanteriesiücke nach seiner Zeich-nung gearbeitet haben. Einiges von der ersteb»Gattung wird von Rost VIII. S. zoo—zor. vonder zweyten in angeführt. Von ihm sind auchmehrere Blatter in der französ. Uebersetzung derOvio-schen Verwandlungen, welche bey Basanans Licht trat.

Binnemann, (Walther Jansen), ein eng-lischer Zeichner und Kupferstecher, arbeitete um1674. Man kennt von ihm die Bildnisse von Cham -berlaine, Sam. Clarke, Joh. Coccejus (dieses nachA. Palamedes), dem Grafen von Shaftsbury, u. a.^s. und (Noch bin ich ungewiß, ob das-

jenige von Coccejus nicht vielmehr nach ihm vongedachtem Palamedes (einem sonst unbekanntenKünstler) gestochen sey.

Binoir, (Peter), ein Künstler zu Cölln, vonwelchem uns nichts anders bekannt ist, als daßer leblose Gegenstände gemalt habe.

Blosse, (G. L.) Nach einem Künstler diesesNamens hat Schenau eine junge Pilgerin, Halb-ster, gestochen. ss.

Biquet, (D.), ein Kupferstecher, von wel-chem uns nichts weiter als das Bildniß des MalersPeter Pauls Sevin, nach der Zeichnung der Elisa-beth de la Croix bekannt ist.

* Birago, (Clemens), arbeitete zu Madrid um 1564. Seine Erfindung, in Diamanten zuschneiden, betreffend s. Fiorillo I. S. 459 .

Btrch, (A.) S. A- Diechmann.

Bloche, (Hy. wahrscheinlich Harry), einneuerer Kupferstecher in London . Man kennt vonihm ein sehr schönes Blatt: Um Xepper8,nach George Stubbs , und: üahourors, als Gegen-stück.

Blrck, (Paul), ein Kupferstecher, kenntvon ihm: (^uatuor munüi Llemsnta els^sntibusL§uns etc. expregsa, ?. 8. kee. vier Blatter indie Ronde, mit Zierrathen ringsum, in Form einerSchüssel; woraus wir schließen, daß dieser Künst-ler derselbe sey, den Gandellini Paul Bircken-bolz, einen deutschen Kupferstecher nennt, dernach Goldschmieds - Arbeit gestochen habe, undden He.necke selbst unter diesem letzter» Namenanführt, und von ihm sagt: Er habe für Gold-schmiede gearbeitet, und kenne man von ihm, unterdem Namen: Omni8 Aeneris In5trnmenta bellica,Blätter, welche Trophäen und andre Zierrathenvorstellen.

Biscarno. 79

* Blrckard oder Blrckhard, (Anton),Maler und Kupferstecher von Augsburg , geb 1677.lernte die letzt» Kunst bey C. G. Amling zu Mün-chen - Hierauf gieng er zu seiner wettern Ausbil-dung nach Rom, bereiste dann Frankreich, Spa-nien, Holland und England, und setzte sich end-lich zu Prag , wo er im I. 1746 verstorben ist- /s.führt diejenigen Meister, nach denen er gearbeitethat, namentlich aber eine Anzahl der von ihm ge-stochenen Jesuiten - Märtyrer - Bildnisse an, derendas Lexikon überhaupt Erwähnung thut.

— — (Carl), des obigen Sohn, ebenfallsKupferstecher, der aber nachwerts in den Benedik-tiner -Orden trat, und 1749 im Kloster Braunau,noch sehr jung verstorben ist. Man kennt von ihmdas Grabmal von I. Sarcander zu Prag , und einTitelblatt nach der Zeichnung von W. Reiner. K)

— — S. auch Bieckhard.

Birckenfeld, (Joh Balthasar), ein ge-schickter Schlosser zu Augsburg ; verfertigte ungermein feine, zierliche und künstliche Schlosse Erstarb >766 im 5 z Jahre seines Alters. Sein Sohn,Joh. Samuel. machte das künstliche Gitterwerk inder dastgen K.rche zu den Barfüßern, von ^rerren.

Bicckenholz, (Niclaus), ein Goldschmiedder getriebne Arbeit verfertigte; blühe» um r66ozu Frankfurt am Mayn. Husgen S. »s?-

— — (Paul). S. Birck.

Birckball, (I , ein Kunsthändler zu London ,mit dessen Namen bezeichnet/s zwey kleine Blätterkennt, welche Glauben und Hofnung vorstellen.

Birckhard, (D.), ein Kupferstecher zu Prag ,lebte zu Anfang des XVIll. Jahrhunderts. Mankennt von ihm, ohne Namen des Malers, einigeBildnisse, welche A. eben so wie eine Folge vontheatralischen Architektur-Blattern anführt. Neben-dem hat er nach F. Bibiena, C. H. Brand, Hickelu. a. gestochen.

* Birckmayr. S. Burgmapr.

Birmann. S. Biermann.

Birnbaum. Ein vom Professor Christ er-fundener Name, um denjenigen Meister zu bezeich-nen, der um 1556 ein Blatt über proverb. C.XVI. v. iZ. mit einem in ein großes C. einge-schlossenen kleinen B. und einem Baum, wie dieHopsers bezeichnete. L und Mrc.

* Birne S. Björne.

Birochon,( ) ein Maler, nach welchemB. Picart 1720 das Bildniß des spanischen Gesand-ten in der Schweiz , Laur. Beretti Landi, gestochenhat. Mrc.

Bir 0 schk 0 rv, ( ) ein sonst unbekannter Künst-ler, „ach dessen Zeichnung 1802 ein Bildniß des Ruß.Kaisers Alexander l. von Arndt gestochen wurde.

Birrel, (A ), ein Kupferstecher, der nach S.Harding gearbeitet hat. Mrc.

Birrman. S Biermann.

Bisaccioni, ( ) ein Maler zu Neapel ,

wird von Sarnelli S. 2iz. angeführt.

Bisarri, (Carl Anton), ein Kupferstecher,welcher, dem Richrerschen Caralog zufolge, nachLudwig Carracci gearbeitet hat.

*Biscaino, (Andreas), geb. 1605. ^rr.

* — — tBartholome), geb. zu Genua . Seinebengenannter Vater war sein erster Lehrmeister;nachher vervollkommnete er sich unter V. Castellr.Die von ihm geätzten (bisweilen mit 8. 8. bezeich-neten) Blatter sind in einer freyen und leichtenManier gearbeitet, welche mit derjenigen desCastiglione viel Aebnlichkeit hat, aber wenigerausgeführt ist. Seine Figuren find eben so richtig