88 Bocksbarth.
ihm 1743 gestochenen St. Duncan an, der denTeufel mit einer Kncipzange bey der Nase führe.
Bocksbarth, auch Boxbarth, (Joh.),ein Kupferstecher zu Augsburg , geb 1671, st. 1727.Derselbe hat nach verschiedenen Meistern gestochen;so z. B. die H. Agnes nach Domenichino . Dannhat man von ihm: Dermaler und BildhauerPerspekriv, nach der Methode A. pozzi.Fol. Augsburg, 1703. L und
* Bocksberger, (Hans oderHieronymus),der Junge genannt; geb. zu Salzburg . Die ihmzugeeigneten Zeichen, welche anführt, sind sehrungewiß, da solche auch von andern Meistern ge-braucht wurden. Eden dieser Schriftsteller führtvon ihm, neben den Iconidus biblicis, an.- EinThierbuch von 109. von ihm gezeichneten Blattern,mit deutschem Texte (Ausa. 1592. 1612. 1617.);dann Icones IHnnrc in ivZ. Blattern; nach ihmvon Jost Amman in Holz geschnitten (Ausg. 1572und r6zr.); und endlich eine Himmelsleiter, nacheiner Zeichnung in der Bibliothek zu Berlin , gesto-chen von I. D- Lorenz. (Zu Bestärkung der schonim Lexikon unter diesem Artikel angeführten bekann-ten Meinung: Daß viele von den für Holzschnittegeachteten Blattern in Metall dürften geschnittenseyn, führt mein sel. Vater noch handschriftlichdie von den alten Buchbindern gebrauchten Stempelan, womit sie ihre Bände von Schweins- undKalbledcr zu zieren pflegten).
— — (Melchior), war in historischen undpoetischen Gemälden berühmt (?) L> von w-n-kelinann.
*Bocquee, auch Boquer, (I. L), einGoldarbeiter und Ciselirer von Paris , hatte fürsein Vergnügen auch in Kupfer gestochen. (Der-selbe, welcher im Lexikon unter dem Artikel Nikl.Bocquet angeführt ist, daß er nach Lantara gear-beitet habe).
— — (Louise), eine Malerin, Gattin vonFllloeui'l, geb. zu Paris 1751. Neben andermkennt man von ihr ein sehr schönes Bild vonFranklin. hk.
* — — (Niklaus). führt von ihm an:Die Ceremonie des Jubeljahrs 1700. und, nachihm: Das bey der Installation eines Maltheser-Ritters übliche Ceremonie!, gest. von Nollin.
— — auch Boquer, (Peter Joh,), geb inParis , Schüler von le Prince. Ein sehr geschick-ter Landschaftsmaler. Derselbe studirle viel nachder Natur; auch tragen seine Arbeiten ganz dasGepräge derselben. Den Sonneneffekt versteht ersehr gut; und seine Landschaften sind meist mitschönen Figuren geziert. Um i 8«4 lebte er iirParis . AÄc.
— — ( ) ein Bildhauer, arbeitete zu Paris
schon um 1790, und lebte noch um 1303. EinFechter wird zu seinen beßten Arbeiten gezählt.
— — ( ) ein Landschaftsmaler. Eben so.
Lebte noch um iZvz. ft. ts.
— — ( ) ein Theater-Dekorations-Maler
für Figuren, lebte zu Paris um r8«Z, und ist viel-leicht mit dem gleich vorhergehnden Künstler dernämliche.
Boden», (A.), ein deutscher Maler, nach
B 0 dcne hr.
welchem Ramsted verschiedene Bildnisse (wie z. B.das des -Maler R. Wechsels) in Kupfer gestochen,welche L anführt.
* Bodarr, (Peter). Er arbeitete meist fürBuchhändler.
* B 0 dekker, (I. F.) Er selbst hat das Bild-niß von Corn. Solingen in Schwarzkunst geschabt.Etliche nach ihm von Houbracken, P. Schenk undWyland gestochene Blätter führt L an.
* Bodenberg, ( ). Der unter diesem
Namen in S. sowohl als im gedruckten Supple-mente des Lexikons, dort nach Mensel angeführteKünstler, sott Rosenberg heißen, und wird un-ter diesem Namen unten erscheinen.
* Bodenehr, (Gabriel), der ältere ältester(nicht, wie Heinecke sagt, der zweyte) Sohn desunten folgenden Joh. Georgs, ein Kupferstecher,geb. 1664 , starb 1758. Man kennt von ihm eineSammlung von g8 Bildnissen der Kirchendienerzu Augsburg , an welchen indessen auch sein gleichfolgender Sohn gearbeitet hat; dann biblischeFiguren (127 Blätter) und Sprüche, in zweyBänden; und endlich eine Menge Prospekte. L
* — — — — der jüngere, Gabriels desältern Sohn; ein sehr fleWger Künstler. L führtvon ihm eine Menge Bildnisse an. Redendemhatte er auch historische Blätter in Schwarzkunst,theils nach italicnischen, französischen und hollän-dischen Meistern copirt, theils unmittelbar nachden Gemälden gearbeitet. S. endlich gleich obenden Artikel seines Vaters.
» — — (Georg Conrad), Johann Georgsdritter Sohn, geb. 1675, gest. i7«o- führtvon ihm Prospekte von Augsburg und anderes an.
— — (Johann David ), ebenfalls ein (unbe-deutender) Kupferstecher von Augsburg , von wel-chem das einzelne Bildriß des Ulmer - ArztesVitus Ridlinger in 12°. anführt.
* — —- (Johann Georg), gebürtig von Augs burg , Vater von Gabriel dem altern, dem untenfolgenden Morik, und Georg Conrad, gest.^i 7 c>ä-7g Jahr alt. Ä. nennt ihn einen mittelmäßigenKupferstecher, welcher meist für Buchhändler ge-arbeitet, und sich H-I. Bodenehr (d. h. HansJör) unterzeichnet habe.
* — — (Johann Georg Friedrich), ältererSohn des unten folgenden Moritz, geb. zu Dres den 1691, und gest. zu Augsburg 1730. (Derselbe,den das Lexikon irrig bloß Johann Georg undSohn des alten Johann Georg nennt) arbeiteteebenfalls für die Buchhändler, und ist derjenige,dessen Dildniß Stenglin nach Dinglinger gestochenhat. //.
— — (Johann Gottfried ), des gleichfolgen-dcn Moritz jüngerer Sohn, geb. zu Dresden 1696,setzte sich ebenfalls zu Augsburg , und starb daselbsti ?43 Kupferstecher, von welchem?/. das einzelneBüdniß des Gottesgelehrten Friedrich Renz an-führt.
* — — (Moritz), Vater Johann GeorgFriedrichs und Joh. Gottfrieds. Von diesemfleissigen Kupferstecher führt hh über roc> Bild-nisse, mehrere Prospekte, einen Todentanz, undandre Blätter an, welche er im Lauf von mehrals einem halben Jahrhundert gearbeitet halte *).
") Die Motion dieser Bodenehr wäre folgende:
Johann Georg, und dessen drey Sohne: Gabriel der altere, Moritz und Georg Conrad.
2. Gabriel der jüngere, abgedachten Gabriels des ältern Sohn r Joh. Georgs Sobnssobn.
3. Obg.dackrer Moritz, Johann Georgs Spdn, und seine Sohne, Johann Georg Friedrich undJohann Gottfried : ebenfalls Johann Georgs Sobnssöhne.
4. Johann David , wie es scheint, ein Seite» - Verwandter. Nach obigen Artikeln wären somit dieje-nigen des Lerikons (Joh. David« und Joh. Gottfried« gedenkt dasselbe nicht) theils zu ergänzen, theils,n berichtig-«.