Band 
Zweyter Theil [1].
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ioo Boos.

tuen von gleicher Höhe für den Nymphenburger-Garten, sk-Lc.

Boos, ( ) kaiserlicher Schloßgärtner; machte1782 mit dein Hofmaler Moll, u. a. auf BefehlJoseph des 1 l. eine Reise um die Welt.

*Boosboom, (Simon). Anfangs arbeiteteer in Holland und England. L

Booth, (Johann), ein englischer Maler desXVIII. Jahrhunderts, nach welchem die Bild-nisse des Lord Lougborough, und des amerikani-schen Congreß-Präsidenten Heinrich Laurens, vonC. Knight gestochen, anführt.

— — (Joseph), ein Engländer, wahrschein-lich kein Künstler (gewiß kein achter), der indessendie Kunst wollte erfunden haben, Oelgemälde , mitallen Eigenschaften der Originalien, vermittelsteines chemischen und mechanischen Prozesses zu ver-vielfältigen, und diese^ Erfindung Polyplasiasmusnannte, welche nachwärts (1789) in einem eignenzu London gedruckten Pamphlet der dortigen poly-graphischen Societät empfohlen, in MeuselsMus. (XV. 141—44.) aber nach Verdienen gewür-digt worden ist.

Boors, ( ) ein Bambochen-Maler. Ba-

san hat nach ihm radirt. Vermuthlich ist er derbekannte Johann Both. Mrc

Boppels, (Bonaventura), ein Kupferstechervon Augsburg . Man kennt von ihm ein Vildnißdes Rechtsgelehrten Paul Mathias Wehner von1610.

* Boquet. S. Bocquer.

Borbon , (Xaver), ein Römer, von welchemman in einer Kapelle der Kirche St. Marcellinusund Petrus zu Cremona ein Gemälde siehet, wor-auf Ludwig der Heilige, König in Frankreich abge-bildet ist, wie er viele Almosen austheilt, und diemir Kröpfen Behafteten segnet Vartoü D. II.

* Borbone oder Borboni , (Niclaus).Ff. nennt ihn (wahrscheinlich aus Irrthum) einenitalienischen Bildhauer, der die Geschichte vonSt. Benedikt nach Guido gestochen habe.

* Borboni oder Borbone, (Jakob), ge-bürtig aus Novellara, ein Schüler des Lelio Orsi .Im I. 1614 fieng er an, im Minoriten - Kloster zuMankua das Leben und die Wunder des H. Fran-ziskus zu malen, welche aber nachwärts von einemandern Künstler vollendet wurden. Der Ruf seinesrichtigen Urtheils, und, wie es scheint, auch seinerUnpartheylichkeit war so groß, daß ihm einst dieSchätzung einiger Gemälde des großen Corrcggioanvertraut, und er nicht unwahrscheinlich bestelltwurde, die Copieen zu verfertigen, welche nach-wärts die Stelle der Originale vertreten mußten.Fiorillo II. 262. und 3M Zl.

* — — (Matthäus). Von ihm kennt manauch ein geätztes Blatt, welches die H- Jungfraumit verschlungenen Armen vorstellt. //.

* Borch, (G. T-), soll, nach //. GerardTer-Burg bedeuten.

— — (Fräulein von). Nach ihrer Zeichnunghat Smzenich das Bildniß Friedrich Wilhelm III.Königes von Preussen gestochen. Mrc.

— — ( ) ein Bildhauer von Paris .

führt von demselben ein Heft Cartouches von 6.Blättern an.

Borcht, (C-F), ein Bildnißmaler, nach wel-chem Pontius gestochen hat.

— — (Heinrich van der), der Vater. AusItalien brachte er mehrere alte und neue Kunst-sachen, welche nachwärts sein Gönner, der Grafvon Arundel, kaufte. Im I. 1627 ließ er sich znFrankfurt nieder, wo er auch 1660 sein Leben be-schloß, nachdem er sich in der Zwischenzeit ziemlich

Bordeaux .

lange in England aufgehalten hatte. Ein Paarvon ihm dort geatzte Blätter von 1637. und 45.führt Rost (V. Z2g.) an. Sein beträchtlichstesWerk in dieser Kunst aber ist: Der Einzug desChurfürsten Friedrich von der Pfalz mit der Prin-zessin Elisabeth von England , seiner Gemahlin, zuFrankenthal , in 22. Blättern, welche mit einemTexte von Miroul 1613 ans Licht traten.

* Borcht, (Heinrich), der jüngere, geb. um1620. Aus England zog er sich nach Antwerpen zurück, wo er in hohem Alter verstarb. SeineBlätter bezeichnete er, wie sein Vater, mit denAnfangsbuchstaben seines Namens, oder mit einemMonogramm, das in /f. und bey Rost V. 329.zu finden ist. Bey beyden trift man einige, dochnur wenige, von ihm gestochene Blätter nament-lich verzeichnet an, auch einiges, das Hollar,Major und I. Schweißer (letztrer im parnassevon Heidelberg ) nach ihm gearbeitet haben,wozu noch C de Bie und W. Lraudt zu zählensind. Und doch waren beyde (zusammengenommenmit dem unten folgenden Peter, ihrem Geschlechts -Vorfahr) so arbeitsame Künstler, daß ihr Werk,welches 1704 aus der Sammlung des H. Quentinde l'Orangere zu Paris verkauft wurde, aus 577.(das Lexikon sagt gar 677) Blättern bestand.

* — — (Jakob a). Von diesem Künstler,(dessen im Lexikon unter Peters Artikel nur bey-läufig Erwähnung geschieht) weißt auch /f nichtsweiter, als daß er 1626 etliche Blatter für dasgroße Werk von Thibault gestochen habe.

— — (Joh. van der , ein Baarfüßermönch,soll, nach E- de Bie Zeugniß, ebenfalls gezeichnetund gestochen haben.

* — — (Peter van der). Heinecke und

Rost geben sein Geburtsjahr (kaum so richtig alsdas Lexikon) um 1540, und seine beßte Zeit um1560 zu Antwerpen an. Man tadelt an ihm, daßseine Figuren etwas mager und unrichtig gezeich-net sind; seine Köpfe hingegen haben ziemlichenAusdruck. Ueberhaupt zeugen seine Werke voneiner großen Leichtigkeit der Erfindung, dafür abervon allzuwenigem Urtheil, sowohl in der Wahl derStellungen seiner Figuren als in der Vertheilungder Gruppen, um durch beyde gehörigen Effekthervorzubringen. Seine Blätter bezeichnete er mit?. 6. X. oder dann mit einem Monogramm, dassich in //. und bey Rost (V. 326. findet; beybeyden trift man auch ein Verzeichniß seiner vor-nehmsten Werke an. In ö. Morrtam bu-

nisnkls «.-»ilirii: mmrument. larnc». befindet sichein, nach seiner Zeichnung, von I. H. Wierx ge-stochenes jüngstes Gericht.

— — ( ) ein künstlicher Seidensiicker, arbeitetewahrscheinlich zu München . Rirrersbausen 129.

* Borde, (Johann deK Vermuthlich nachihm haben L. Cossln, St Ganrrel, P. Simonu. a. Bildnisse gestochen. Er lebte noch in der Mittedes XVII. Jahrhunderts. Mcc.

— — ( 1 ein englischer Kupferstecher die-

ses Namens wird, als sehr mittelmäßig, vonDrrutt angeführt.

— — ( de la), ehemals Königl. Kammer-

diener, nachher General - Pächter in Frankreich ;zcichnere auf semen Reisen durch die Schweiz undJcalien alle sehenswürdige Aussichten dieser Län-der , welche Nee und Masqmlier auf Unterzeich-nung in Kupfer gestochen. Man sagt der König inPreussen habe ihm anderthalbe Million Pfundefür seine Original-Zeichnungen bezahlt, welchesschwerlich zu glauben ist. Diese Sammlung vonsehr mittelmäßigem Werthe führt den Titel: Dnü-/enriae xrttcu , üirto» morcm-c,

als )a /'/taü'e. /l^5c.

Bordeaux, (A.) Man findet diesen Namenauf einer Rißwikischen Friedens-Medaille von 1697.(Sammlung berühmter Medailleurs 132