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Bordino.
Bordino, (I. F-), ein Kupferstecher, derdie Blätter zu einem Werke: Zerles er (iestapou-tiücum l 6 o/j. geliefert hat. //.
* Bordone oder Bordoni, (Paris ).Sein Geburtsjahr wird höchst verschieden (1^65.1500. 1513. und 1520.) sein Todesjahr eben so(iL^jo. 70 88- und 95 ) sein Alter auf 70. bis 75.angegeben. Nach dem Todesregistern von St.Martialis zu Trevigi waren 1500. und 1570. dierichtige Angabe. Er wurde zu den Wissenschaftten erzogen; allein die Liebe zur Kunst überwandalle Hindernisse, und Titian nahm ihn zu sich insHaus, wo er vornämlich nach seinem Meister, dochauch nach Giorgione studirte. Sein im Lexikonangeführtes schönstes Bild stellte einen alten Gon-doliere vor, der dem Doge und dem Senat einenRing überreicht, welchen er in einem nächtlichenSturm von St. Markus erhalten hatte. Dasselbeist in Oel (nicht, wie vasari sagt, al Fresko)gemalt, und befindet sich jetzt in Paris . Auch dieDresdner - und Düsseldorfer - Gallerien besitzenVerschiedenes von ihm. Mehrere nach ihm vonT. van Kessel, P. A. Kilian, Llsebetius, P. Mo-naco, T- Park, und T- Vcrcruys, nach ihm ge-stochene Blätter führt an. Boschini ist dereinzige, der seines Sohns, und eines schon imLexikon bemerkte» mittelmäßigen Gemäldes dessel-ben Erwähnung thut.
* Borekens oder Borrekens, (Mat-thäus), geb. um 1615, und blühend um 1644.Derselbe hatte mit vieler Nettigkeit in der Maniervon P, Pontius, aber deswegen nicht in dem Geistedieses großen Meisters^ gestochen. Das Portraitwar seine Hauptbeschäftigung. Von ihn, sind,neben anderm, mehrere Bildnisse der Bevollmäch-tigten Minister bey der Friedenshandlung zu Osna-brück , nach van Hülle. Einige seiner historischenBlätter nach Rubens , van Dyck und Diepenbeckführt Rost VI. 95-96. an.
Bore! auch Bovel, (Anton), Maler, Zeich-ner und Stecher mit der Nadel, in Zeichnungs-manier und in der schwarzen Kunst, geb. zu Paris um ,74z. Mehrere seiner Compositionen schreibensich aus dem amerikanischen Kriege mit den Eng-ländern her, an welchem dieser Künstler patrioti-schen Antheil nahm. Mehreres hat er, nach sei-ner eigenen Erfindung, selbst gestochen; nach ihmaber haben verschiedene der geschicktesten Meisterseiner Zeit gearbeitet. Verzeichnisse hievon (dochsehr unvollständige) finden sich bey Rost VIll.29z. und in Ä. welcher auch einen A. Bore!,Aurons Sohn, kennen will Dasselbe thut auchöasan (LÄ. sec), und schreibt diesem A. Bore!allegorische Schwarzkunsiblättcr auf die Geburtdes Dauphins von Ludwig X VI. auf Necker u. s. f.zu, welche hingegen bey Rost, unter der RubrikAnron Borel, ebenfalls zum Vorschein kommen.
— — ( ) ein geschickter neuerer Zeichner
in Paris . Derselbe hat den größten Theil der Ge-mälde von der Galerie d'Orleans, welche Couchsherausgegeben hat, für die Kupferstecher gezeich-net. Die: ^mours <is paris St Hs> 6 U 6 von Davidsind ebenfalls nach seiner Zeichnung von Mal ge-stochen. Ob er mit einem der obigen A oder Ant.Bore! Eine Person sey, ist uns unbekannt, ^c.
* Boressoms. S Borstim.
Borge, ( ). Von einem Kupferstecher
dieses Namens kennt man ein Blatt über den Nys-wickschen Frieden.
*Borghegiano. S. Cherub. Albern.
Borghese, (Hiervnymus), ein alter Malervon Nizza della Paglia Man siehet von ihm inder reformirten Minoriter - Kirche zu Bassignana,des Gebietes von Pavia , eine Tafel mit verschiede-nen Heiligen, die also bezeichnet ist: Asrem-nr»» (Vitine xOr.rrt. Sarto/r
Bornemann.
Borghese, (P)., ein Kupferstecher zu Rom um ,765. Er arbeitete an Hamiltons äcüomrtaü'ca.
* — — S. auch Borghest.
* Borghesi, (Hypolithus). Er arbeitete mitvielem Feuer, und legte sich auf die Nachahmungseines Lehrers Curia. Da er den größten Theilseines Lebens in andern Landern zubrachte, so stehtman von ihm in seinem Daterlande Neapel nuräusserst wenige Weeke. Fiorillo (II. 786.)
* — — (Joh. Ventura). Ein nach ihm vonDartoli gestochenes Blatt ist eine Thesis: Dst Inar6ua rodur.
* — — S. auch Borghese.
Borghi, (Michael Angelus), ist als Malerund Schüler von Ubaldo Gandolfi bekannt. Mrci
* Borghigiani, (Franz). Dieser Künstlerfand die Verlorne Kunst wieder, das Gold so aufdas Papier zu tragen, wie die Alten ehemals diegoldenen Anfangsbuchstaben in den Pergament-schriften machten. Eben dieser Erfindung rühmtesich auch der Kupferstecher Grundier in Halle.
* Borgt ant, (Horatius). Seine Gemäldestanden in Spanien in größter Achtung. Er starbzu Rom vor Kummer über die getäuschte Hoff-nung , den Christus - Ritterorden zu erhalten.und Rost III. S. 300—Zsi. führen einige seiner(neben Raphaels Bibel) noch besonders geätztenBlätter an; und nach ihm hat, neben andern,Heinrich van Schoel einen H. Borromäus, derapme Pestkranke unterstützt, in Kupfer gestochen.
* Borgner oder Borguer, (G. P), einfranzösischer Kupferstecher, dessen im Lexikon Art.Barbier) kürzlich unter denjenigen Künstlern ge-dacht wird, welche für die Vo^azzs pittoresqueso 1a Zuissk gearbeitet hatten, nnd Mrc.
ftcc. Lei.) führt von ihm, unter dem NamenBorguer, Vignetten nach Marillier an.
BorgnL, (Johann), ein florentinischer Künst-ler und Kunstverleger, der sich zu Antwerpen nie-derließ, und durch ein Blatt bekannt ist, welcheszur Ausschrift führt: Driomplie 6s plutus, kaictspar IVlaistre Ao/bem et imprime par Aoü.
AorF», ktorenS ä Covers, I'an 1561.
Borgs, ( Graf von), ein Kunstliebhabervon Neapel , welcher auf eine große Platte dieStadt Neapel gestochen hat.
Borgognone, (Claudius David). S.David.
— — (Franz), ein Landschaftmaler, arbeitetezu Rom . /Ärcoir II. 355.
Borgonio, (Johann Thomas), ein Lieb-haber , Sekretär des Herzogs von Savoyen . Nachseinen Zeichnungen hat man Blätter von der StadtTurin und andern savoyischen Städten wie aucheine große Karte von den Herzogthümern Savojenund Picmont, welche Maria Belgramo 1630 zuTurin gestochen,^ und seither A. Dmyen zu London 1765. in 12 Blättern copirt hat.
Borg» se, (G. P.). S. Borgner.
Borte oder Borke, (D- la), Hofmaler,gab im I. 1634. < 4. Cölln an der Spree) ansLicht: Xou volle Aesssiaie 6 s Lerlin, ou onensslFne taute «orte ll'exersices ete. ä la zeu-nesse. Dasselbe erschien auch deutsch . I. I.Hayd, C. Romstedt/ u. a. haben nach ihm Bild-nisse gestochen. Hftc.
Bormans, (A-), ein Kupferstecher, von wel-chem uns aber nichts weiter als das Bildniß vonFranz Malherbe bekannt ist.
Borne mann, (Joh. Balkhasar), geboren zuDresden 1725; lernte in der Porzellan-Fabrike zu