Band 
Zweyter Theil [1].
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Brida.

und nach I. F. von Götz (den wir hingegen Allekennen) gestochen habe.

* Brida, (Matthäus), F. Zucchi hat nachihm eine Vignette gestochen. A.

* Brid an, auch Bridane, ( ) Vater,

einer der berühmtesten neuern französischen Bild-hauer, schon im I. r?8o Professor der damaligenKönigl. Akademie der Malerey und Bildhauer-kunst, und seither der Spezialschulen eben dieserKünste zu Paris , starb dort i8c>5 an einer lang-wierigen Krankheit, welche seine allzu angestreng-ten Arbeiten ihm zugezogen hatten. Zu seinen vor-nehmsten Werken gehören sein Grupp von der Him-melfahrt der H. Jungfrau in der Hauptkirche zuChartres , wofür ihm das dortige Kapitel nichtallein die geforderte Summe bezahlte, sondern ihmnoch ein Jahrgeld von 1200. Livr. auswarf, wel-ches allenfalls auch auf seine Wittwe forterbensollte; dann seine Statuen des Marschalls Vaubanund des Chevalier Bayard im Pallaste der Tuillerien,und sein, von Kennern vorzüglich geschätzter Vul-kan im Garten zu Luxemburg . Dieser Künstler(sagt sein Nekrolog) liebte nichts als seine Kunst,und keine andre Gesellschaft als seine Familie undeinige Freunde, die sein vortreflicher Charakter aufimmer an ihn gefesselt hatte. Seine letzte, vonder Regierung ihm aufgetragene Arbeit, war dasBrustbild des verehrenswürdigen H. Cochin, Stif-ters des bekannten Hospitiums dieses Namens.M>c. und öffentliche Blatter.

— — ( ) Sohn, wird im Almanach äk8

Lesux-^rts von 180 z ebenfalls unter die damalszu Paris lebenden Bildhauer, und ein Epami-nondas und Paris unter seine beßten Arbeiten ge-zählt. Bey dem gewohnten Concurse des ecmeldtenJahres erhielt er mit dem Modelle zu der ersiernder gedachten Statüen den Preis, und damit denAuftrag, solche auf Kosten der Regierung, undfür dieselbe, in Marmor zu bringen. In Lan-daus Kunst-Annalen (H. 213.) heißt es von die-sem Epaminondas : »Die Lage der Gtatüe ist gut,der Kopf ausdrucksvoll und edel; er leidet, abermit dem ruhigen Schmerz eines Helden. DerRumpf, die Arme und die Beine sind sehr gutmodellirt. Die Ausarbeitung ist überaus fieiffig "Dann aber sagt eben dieser Schriftsteller an einemandern Orte (Runst-Annal IV. z.) wo er vondiesem Kunstwerke die Abbildung im Umrisse giebet,doch: »Indessen möchte man dem Ganzen einenetwas bestimmten! Charakter wünschen." Diese(sitzende) Statue ist in dem Verhältnisse von sechsSchuh Größe gearbeitet.

Bridge«, (C.), ein Künstler, dessen Namensich auf einem Bildnisse Thomas Backers, von I.Simon gestochen, findet. L.

Bridgmann,( )ein englischer Gärtnerin der letzten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts,der diese Kunst namhaft verbessert harte. Mn.

* Brr'e, (G- F. L del. Derselbe hat auch inKupfer gestochen.» M-c.

,— — ( de), ein, vermuthlich französischerBildnifimaler, der zu Lissabon gearbeitet, und nachwelchem R. Gaillard gestochen hat.

Brieg, ( ). Einen Landschaftsmaler

dieses Namens führt die Handschrift meines sel.Vaters an.

Briere, ( de la), ein französischer Baumei-ster um 1760.

Briglia, (Joh. Franz), geb. zu Rom 1737;lernte bey Franz Mancini, Placidus Costanti undMarc Benefial. Er malte mit allgemeinem Fleißeund lebhaftem Kolorit Bildnisse, Küchenstücke mitdazu dienlichen Figuren, aller Gattung lebendigeund todte Thiere. Zu Florenz heirathete er Anna«argiacchi, welche bey Vincenz Meucci lernte, unddie Malerey einige Zeit übte, aber, wegen lange

Brinckmann.

anhaltenden Kopfschmerzen, diese Arbeit unter-lassen mußte. /ÄLsi D. II. ?. 2. p. 47

Brigora, ( ) ein Künstler dieses Namens

wird in der Handschrift meines sel. Vaters als einBataillenmaler angeführt.

* Brill, (Matthäus'». „Mit Titian" (sagt

Fiorillol. 196.) „verlor sich die trockene Manier,welche Bernazzano und Matthäus Brill in derLandschaftsmalerey eingeführt hatten." Dabeyaber gebührt ihm uuo seinem nachfolgenden Bruder(somit zwey Fremden) der Ruhm, daß sie inItalien als die Ersten auftraten, welche ausschließ-lich in diesem Fach arbeiteten. Allerdings warMatthäus etwas hart im Kolorit, und seine Werkewaren überdem noch mit allzu vielen Gegenständenangefüllt. Nach ihm kennt man: 'kopo^rspüiavarisrum Region um Lomit. ab

excusa 1614. 29. Bl. und ein andres ähnlichesWerk von Simon Frisius gestochen in 25- Bl. dann25. Landschaften vom Grafen von Caylus, undzwey alte von Raphael Sadeler, in deren einerman einen beladenen Esel und in der andern denTod erblickt.

* — — (Paul). Sein Geburtsjahr wird auchauf 1552. und 54. und das Todesjahr auf 1622.angegeben. Er malte zuerst Klaviere, u a. nichtmehr Bedeutendes. In Rom bildete er seinenStyl nach Titian und Hannibal Carracci , undmalte kleine Kabinetstücke, dergleichen man dortnoch viele von ihm findet, ganz vortreflich; abereben so auch im Großen, in Oel und in Fresko,sowohl die identische als die topographische Land-schaft. Das größte seiner Werke befindet sich indem sogenannten neuen Saale des Pabstes von63. Schuh Länge; worinn besonders das Laubwerkvon hoher Schönheit ist. Ein andres großesStück, das ungefähr den Campo Vaccino, mitRuinen und Figuren geziert darstellt, führt San-dra« an; und hinwieder eine kleine allerliebsteLandschaft mit dem Heilande, der den Blindge-bornen sehend macht, aus Alabaster gemalt, wirdin der Galerie zu Florenz aufbeivahrt. Ueberhauptschätzte man an seinen Arbeiten die leichte Be-handlung, womit er seine Baummassen charakte-risiere und ausführte, und tadelte einzig die allzugrüne Farbe an ihm. Als sein älterer Bruder starb,genoß er dessen Gehalt vom päbsilichen Stuhle.Paul hat nach seiner eigenen Zeichnung acht schöneBlatter geätzt, die, eben sowohl als die Mengederjenigen, welche Galle, Hollar, Hondius, Nieu-land, Magdal de Passe, Vorstermann, vornäm-lich aber die Sadeler nach ihm gestochen haben, inL angeführt sind. „Paul" (heißt es in der Schrift:Winkelmann und sein Jahrhundert) „leistetefast in allen Theilen seiner Kunst mehr als seinBruder. Das Kolorit ist milder, übereinstimmen-der, wiewohl immer noch zu eintönig grün. Inder Erfindung und Anordnung war er malerischerund natürlicher als jener; zuweilen einfach, schönund groß. Auch der Baumschlag hat durch ihnwichtige Verbesserungen erhalten; und um allerdieser Verdienste willen muß billig sein Gedächtnißals eines der vorzüglichsten Beförderer der Land-schaftmalerey geehrt werden " S. auch über ihnRost > V. 188—90.) u»d Fiorillo (I. 176. u 465 XNach Heinecke würde das obenerwähnte CampoVaccino ebenfalls ein Stich, nicht ein Gemäldevon ihm seyn.

Brinckmann, (Joh.) Ein Künstler diesesNamens hat zu Stuttgard Bildnisse gestochen.M-c. Fast vermuth' ich, daß in S. ein Paar der-selben dem nachfolgenden Phil. Hier. Brinck-mann zugeschrieben werden.

— — (Philipp Hieronymus). Mehrere vonihm selbst, nach seinen eignen Erfindungen sowohlals nach Rembrandt u. a. geätzte Blätter (theilsLandschaften, theils historischen Jnnhalts) unddann verschiedene Landschaften, welche andre nachihm gestochen haben, werden inL. u. erstre, (zwar

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