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größere Reinlichkeit, sondern anch eine für diesesFach Malerey außerordentliche Kraft des Kolorits,und wurde, was die Behandlung betrift, un-streitig der beßte Künstler darin. Das Schöne,Zarte und Geistreiche in Köpfen gelang ihm zwarnie vorzüglich; desto besser hingegen derbe Formender Glieder, die fest und mit Einsicht gezeichnetsind. Gedanke, Geschmack und Wahrheit der Dar-stellung in feinen eignen Erfindungen haben nurmäßiges Verdienst; allein die Wirkung von Lichtund Schatten ist zuweilen gut und kräftig." Bürilebt gegenwärtig zu Berlin . Ueber sein Bildnißvon Gvthe las man im Berlinischen Archive derZeit Sept. igoo. S. 22s. einen eigenen Aufsatz,und über diesen in Meusels zss Misc. Xlll.L97-605. einen zweyten, welche mehr als EinemLeser gleich entbehrlich scheinen dürften.
* Bürler, (Clemens). S. Beurler.
* Bufagn 0 rri, (Carl Ant.), lebte zu Bologna um 1692. Er hat auch nach Marc Anton. Chiariniund Ludov. Porti geätzt,
Bufa link, (Franz), Baumeister, Zeichnerund Kupferstecher von Urbino , arbeitete in letztrerKunst um 155». nach Hieran. Fontana. Ä. Auchkennt man von ihm einen Plan von der StadtRom , der 1743. von rHellk wieder neu aufgelegtwurde. Letter, pittvr. Dieser Künstler ist vondem neuern im Lexikon enthaltenen perer AndreasBufalini wohl zu unterscheiden.
* Buffalmaco, (Bonamico). setzt sei-nen Tod in 1530, und sein Alter auf??. Jahre.Einen Johannes den Täufer von ihm steht manin der Ltruris plttrico abgebildet. „An demselben"(sagt Fiorillo I. 259-60.) „bestätigt sich, baßdie Vergleichung der gleichzeitigen Münzen für dieKenntniß des jedesmal herrschenden Styls derMalercy und Bildhauerkunst äusserst wichtig sey;denn man findet diese Figur auf dem Guldguldender Republik , den man im I. 1252. zu schlagenanfieng, wiederholt" (oder vielmehr schon ganzgenau vorgebildet). Nach Lanzi (1.36.) arbeiteteBuffalmaco auch im Campo Sanko zu Pisa .
Bugari oder Bugattr, (Johann Franz),ein Kupferstecher, arbeitete zu Mailand um 1630.Derselbe hak nach A. Vesucci, F. Bianchi, Cvr-reggio u. a. gearbeitet. Ä. und
Bugey. S. Henrique?.
*Bugiardino , (Julian), derselbe, der bey/f. irrig Jakob heißt. Fiorrlio (I. 382.) nenntihn: „Einen gemeinen Maler, den aber MichaelAngelo begünstigte, und dessen H. Catharina beyden Dominikanern zn Florenz nur dadurch merk-würdig ist, daß verschiedene Figuren darinn nachder wunderwürdigen Zeichnung von Buonarotigemalt sind."
Bugniel, (G.), ein französischer Baumeister.I. F. Charpentier hat nach ihm den Plan, Aufrißund Perspektiv eines Gefängnisses geätzt. Ikkc.
Buguet, (Heinrich), vonFresne in St. Ger-main en Laye, Wird im ^Imsnack äes öeaux-Hrts von 1803. unter die damals lebenden franz.Dildnißmaler gezählt. Bey der Pariser -Ausstel-lung von iZoo. sah man von ihm dasjenige vonH. Campan Sohn. IlSrc.
Buigne, (Ludwig Alexander de), ein französ.Kupferstecher; arbeitete um 1776. nach G. W.Kraus u. s. w. Mrr.
Lujos. S. Pusos.
Buirerre, (C.), ein Kupferstecher, von demman, neben anderm, ein Capitolium von Rom kennt. tkkc.
— — (Franz). S. L. Barbasan und Buy-rerre.
* Buis, (Jakob de). S. Bouys.
Bullinger.
* Buisson, (Alexander dü). I. Cundker,P. van Schuppen u. a. haben nach ihm in Kupfergestochen.
— — (Johann Baptist Gayvt dü). Von denin diesem Art. des Lexikons zugleich angeführtenAugustm und Emanuel dü Buisson ist zu bemer-ken, daß erstrer um 1770, letztrer um i?35. (dieserzuverlaßig, und wahrscheinlich auch sein Bruder,zu Berlin ) verstorben sey.
* Bur'ster, auch Buyster, (Philipp de).la ssombe giebt Brüssel als seinen Geburtsort an.le Pautre hat nach ihm, neben anderm die Statueeiner Nymphe geätzt. - 2 .
Buldrig, ( ) wird von als ein eng-
lischer Kupferstecher des XVlll. Jahrh, kürzlichangeführt.
Bull, (Johann de), wird von dem Abt Ma-tolles als ein Kupferstecher von Goldschmiedsar-beit (die er wahrscheinlich selber übte) und vonandern Verzierungen angeführt.
* Bullanr, (Johann). Derselbe war derVorläufer eines bessern Geschmacks in der fran-zösischen Baukunst. Von ihm schreibt sich (wieschon zum Theil das Lexikon bemerkt) der Plander Tuilerien, das Hotel de Soissons, das SchloßEwuen u. s. f. her. Der Pavillon des erstem,so wie das zweyte mit der astronomischen Säulein seinem Hofe, wurden (letztres von I. Marot)in Kupfer gestochen. Nach Primatticcl'o's Todewurde auch die Aufsicht über die Arbeiten zu Fon-tainebleau zwischen dem Italiener Rugero Ruggieri,Toussaint dü Breuil und ihm, der für die architek-tonischen Unternehmungen sorgen mußte, getheilt.Noch kennt man von ihm: ke^le Generale 6'H.r-
clutecture 6es cing Orsres so Lolorines, pol.
Paris 1564. ein Werk, welches nachwerts vonJakob de Brosses durchgesehen wurde. L Fio-rillo III. 119. und Mrc.
* BulIer, (Peter). I. B. Nolin hat nach seinenZeichnungen 3. Blätter Kamine, und eben derselbe(nach aber Lucas) gleichfalls in 8 Blatternden Plan und die Aufrisse des bischöflichen Pal-lastes zu Bourges in 4to gestochen. Hauptsächlichaber kennt man von ihm die mehrmals aufgelegte,zuerst aber 1691. zu Paris erschienene ^rckirecturspratigus,, reuferinant les äetails lls taut ce gula rspport aux bätimeus, avec
* Bullinger, (Balthasar), starb zu Fürichi? 9 Z- Er war Professor an der seit » 77 Z. in sei-ner Vaterstadt errichteten Kunstschule in der Klasseder Zeichenkunst. Von radirter Arbeit hat manvon ihm ein Werk von 50. kleinen Blättern, nachErmels, Felix Meyer, und seinen eignen Erfin-dungen. Weniger bekannt, aber von Kennemnicht minder geschätzt sind eine Menge größrerBlatter, welche er eine lange Reihe Jahre durchfür die Gesellschaften der Stadtbibliothek und desArtillerie - Corps zu Neujahrs - Geschenken für dieJugend arbeitete, und die meist Gegenstände ausder vaterländischen Geschichte darstellen. Msc.
— — — — des obigen Sohnssohn, geb.zu Zürich 1777, seit i 8«4 Pfarrherr zu Ehrlibacham Zürichsee , ein Kunstliebhaber, der für seinVergnügen Darstellungen von Schweizer - Gegen-den , die sich entweder durch historische Merkwür-digkeit, oder natürliche Schönheiten vorzüglichauszeichnen, mit großer Wahrheit in Wasserfarbenmalte, und eben so Verschiedenes mit einer geist-reichen Nadel in Kupfer geätzt hat. Mrc.
— — (Heinrich), des obigen Vater, geb. zuZürich i ?48 ebenfalls ein Kunstliebhaber, übtezum Zeitvertreib das Glasmalen, und lebte noch
1805.
— — (Jakob), ein Stempelschneider undMünzwardein zu Zürich von 1678. bis 1700. Manhat von ihm verschiedene, eben nicht sehr kunst-