Band 
Zweyter Theil [1].
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173
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Cassana.

-em Artikel seines Vaters Johann/ranz gedachtwird, malte Blumen und Früchte, die ziemlich guteWirkung thun, und starb zu Mirandola baldnach 1700.

* Cassana, (Zoh. Franz). Einige geben 1620.für sein Geburts- und 1700. für sein Todesjahran. Lanzi II. 2. 32l. nennt sein Coloril vielmehrzart und markicht. Zu Venedig war er noch wenigangeschn, und arbeitete dort bloß für Privat-Häuser. Im Dome zu Mirandola steht man vonihm einen St. Hieronymus , und in andern Kirchenebendaselbst mehrere Gemälde, welche seinen Ruhmvornämlich begründeten.

* (Niklaus). Lanzi (II. 2. 321.)nennt ihn Johann Franzen ältesten Sohn, da doch,nach seiner eigenen Angabe, Johann Augustin1658- Niklaus hingegen 1659 geboren ward. Inder Großherzoglichen Galerie zu Florenz befindensich, neben anderm, von ihm die höchst anzie-henden Bildnisse zweyer dortigen Hofnarren. Ersoll ein äusserst seltsamer Kauz gewesen seyn,und sich bisweilen, wenn ihm seine Arbeit nichtnach Wunsch gerieth, auf dem Boden gewälzt,und wie ein Rasender geschrieen haben.

* Auch dieses Künstlers vonihm selbst gemaltes Bildniß hat Pazzi, und einPaar andre, welche anführt, Vercruys undVertun gestochen. Ueber ihn s. auch Xopr-aur IV.L. II. x. 12.

Cassani, (Lorenz), ein Baumeister von Pavia ,starb zu Mailand um 1765. Er baute in seinerGeburksstadt die Kirche Jesu, den Pallast Ole-vano, u. s. w. 1 ". II.

Cassas, ( ) ein französischer Zeichner,

Schüler von Lagrenee dem jünger» und le Prince,der schon zu Anfang des achten Dezenniums desXVIII. Jahrh. Klein-Asien , Palästina, Syrien ,einen Theil von Aegypten , dann Jstrien und Dal-matien durchreiste, namentlich auch (aus Auftragdes bekannten Choiseul Gouffier ) eine Reise nachTroas machte, um die dortige Topographie genauermit den Nachrichten der Alten zu vergleichen;überall die schönsten Ueberresie der Baukunst mitder größten Genauigkeit maß, und die merkwür-digsten Gegenden mit eben so viel Geschmack alsRichtigkeit zeichnete; und sonach, als er wieder insein Vaterland zurückgekehrt war, diese Arbeiten,ohne Uebereilung zu Prachtwerken zurüstete, welche,da er sich zugleich der beßten Kupferstecher bedient,allerdings zu dem Schönsten gehören, was dieKunst in diesem Fache auszuweisen hat. Dahinrechnen wir besonders seine bey Landon (Annal.II. >3336.) ausführlich beschriebene:

plttoresyue 8e 1a 8yris, 8s 1a kkenicie, 8s lakalestias et 8e la basss und, nach un-

serm Sinne, noch weit mehr, seine: VoyaAeliistorigus et pittor68gue 8s 1'Istrle et 8e lavalwstie, wovon er das Tagebuch sowohl als diekurze Geschichte dieser Provinzen durch Jos. laVallee (klassisch) redigiern ließ, und das sodannseit 17991303. in Regalfol.Heftweise mit 190. S.Text und 64. Kupfertafeln erschien, auf gewohntemPapier 210. Livr. kostete, und (was sich so seltensagen läßt) dieses hohen Preises mehr als werthwar. Il/rc.Die Originalzeichnungen" (sagtLandon 1. «.) nach welchen die Kupfertafeln zudem erster» Werke gestochen worden, sind vollendeteGemälde in Acquarell; sie gehören der Regierung,und werden auf der National - Bibliothek aufbe-wahrt." Diese Zeichnungen, die er gewöhnlichmit einem Firniß überzieht, sind in einem sowarmen, kräftigen und saftigen Ton gearbeitet,daß man sie mit Oelgemälden vergleichen kann.Architektur stellt er besonders vortreflich dar. Der-gleichen Zeichnungen türkischer Prospekte sah mannoch von ihm bey der Ausstellung des I. XIII.

Cassianr, (P. Stephans), von dem Orden,dessen Mitglied er war, Lerrosino genannt, maltein der Kirche, seiner Karthanse zu Siena um 1660.

Casteleyn. 175

eine Kuppel in Fresko, und zwey andre großeVorstellungen aus der Geschichte der H. Jungfrau,nebst noch Mehrerm, recht brav, im Style von P.di Cortona. /.»»«i I. 267.

* Lasst no, (Bartholome da). Lanzi (II.398 ) setzt seine Lebenszeit (wahrscheinlich durcheinen Druckfehler) ans Ende des XVI. Jahrhun-derts, und spricht von seinem Gemälde der un-befleckten Empfängniß; wahrscheinlich demselben,dessen auch das Lexikon Erwähnung thut.

Cassioni, (Joh. Franz), ein neuerer Künstlerdieses Namens, malte in Miniatur. Il^rc.

Casta, (F.), malte mit keckem, festem PinselLandschaften. L. v. W.

* Castagna, (Curtius). Man kennt nachihm das Leben einer Buhlerin in 12. (sehr schlechtgestochnen) Blättern.

* Castagno, (Andreas del), geb. iäo6. aufeinem florentinischen Dorfe im Mugello. Derselbewar der erste, der die Oelmalerey im Toskani-schen einführte, nachdem er das Geheimniß der-selben dem Domenico Venetiano mit verstellterFreundschaft abgelernt hatte, und ihn nachwertsermordete ein Bösewicht, von dem es somitnicht befremdend war, daß er die Hinrichtungetlicher gegen die Medizis verschworner Florentiner(wie das Lexikon bemerkt) so treflich zu schildernvermochte. Noch sieht man von ihm einen Christam Kreuze im Kloster Angelorum, und eine andreseiner Arbeiten in St. Lucia de Magniuoli. Einegewisse Grobheit des Styls, ein guter Faltenwurfnud sehr kräftiges Colorit (sagt /ioriUo I 280.das Colorit betreffend, dem Lexikon ganz entgegen)sey an seinen Werken nicht zu verkennen. LanziI. 57. hinwieder urtheilt, mehr in dem Sinn die-ses letzter», daß er im Farbenton sowohl als inder Grazie seinem Lehrer oder Vorbilde Masaccio nicht gefolgt sey.

Lastali, (Valerius). Einen Maler diesesNamens führt an, nach welchem Hudson einBlatt: David und Bathseba, gestochen habe.

Casteel oder Castel, (Alexander). S. dengleich folgenden Artikel.

* (Joseph Franz). An die Stelle desArtikels Castel im Lexikon setze man folgenden:Ein Maler aus Braband gebürtig; ward 1688.nebst seinem Bruder nach Berlin berufen, um Kar-tons zu Tapeten zu malen. Vermuthlich sind einTheil von den Hautelissen, welche Churfürst Fried-rich Wilhelm des Großen Feldzüge in den Zimmerndes Schlosses zu Berlin vorstellen, von ihrer Er-findung. Joseph /ranz ward einer der erstenProfessoren der neuerrichteten Künstler-Akademiezu Berlin . Er starb 1699. Man kann fast ver-muthen , sein erwähnter Bruder sey der AlexanderCastel, von welchem man in Beschreibung der Bil-der-Galerie zu Schleisheim 979. die Nieder-lage der Amelekiter angezeigt findet. Letztrer starb1694. rJicolal.

Casteels, (Peter). So nennt Fs. einenKünstler, der in England Blumen, Früchte undBöge! malte, von oder nach welchem man vierHefte dergleichen, jedes von 12. Blättern kennt,wovon die Blumen und Früchte die 12. Monathevorstellen sollten.

* Castel. S- gleich oben Casteel.

Casteleyn oder Lastelyn, (C oder C. I.)So nennt einen sonst unbekannten Maler in denNiederlanden , der um 1660. lebte, und nach wel-chem S. Savary das Bildniß von D. R. Camp-huysen gestochen habe. Dann führt nach ihm derwinklersche Katalog ein Schäferpaar in einerLandschaft, von C. van Dalen dem jünger» an.Wohl ist dieser Künstler der nämliche, den de B>eI. Casteleyn nennt, der eben auch um 1660. gelebt;