Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
179
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Cavallucti.

Stephans Pozzi, und nach dem Tode desselbendiejenige des Gaetano Lapis , worauf er anfiengdie Werke Guido Reni's und anderer zu kopieren.Seine Talente, vorzüglich aber seine Geschicklichkeitin der Miniatur, erwarben ihm bald einen großenRuhm; er verfertigte auch Bildnisse, und that sichüberhaupt in allen Gattungen der Malerey hervor,wovon sehr schone Proben im Pallaste seines ehe-maligen Gönners Gaetano aufbewahrt werden.Schon im 1 .1736. bewies er öffentlich seine Ge-schicklichkeit an einem Alrarbilde für die Kirche derPaffions-Brüder zu Anguillara , welches Christusam Kreuze, mit Maria und Johannes zur Seite —und noch im nämlichen Jahr an einem andern,welches St. Thomas von Lori in Lebensgröße vor-stellt, wie er mit dem Kelch in der Hand, da er ineiner Kirche dem Volke das Abendmahl mittheilenwill, durch ein Wunderwerk in die Luft gehobenwird. Der Ausdruck der Gemüthsbewegungenunter dem zuschauenden Volke, und die erhabeneBegeisterung des Heiligen, der Kontrast der Ge-behrden, die Anordnung, die Gewänder und daslebhafte Colorit in diesem letztem Gemälde wurdevon Kennern vorzüglich bewundert. Durch eineReise welche er im I. ,737. über Bologna, Parma und Florenz nach Vencd g unternahm, gewann seinColorit an Feuer, Kraft und pastofer Behandlung.Dennoch blieb in seinen Werken eine gewisse Mattig-keit und Kälte. Mit einem großen Jdeen-Reichthumvereinigte er die Kunst seine Gedanken edel darzu-stellen, aber ohne Fülle und kräftigen Schwung derPhantasie Was ihm vorzüglich gelang, war derAusdruck religiöser Gefühle; daher er sich besondersin der Darstellung heiliger Szenen gefiel. SeineZeichnung ist zwar correkt und genau, vorzüglich inden Extremitäten; es mangelt ihr aber an Nach-druck, Schwung und Energie. Seine Drapperieist ebenfalls nicht tadelfrey, und erinnert an denGeschmack des Maratta; in der Behandlung desHelldunkeln aber glückte es ihm, viele Meister derrömischen Schule hinter sich zu lassen. Die beßtenSchüler welche er bildete, waren: Giovanni iM!-cona, ein Römer; Ferdinands Versankt, ausVelletri ; Salvatori Geurile, em Neapolitaner;Lingi de Rosst, aus Piperno; Rrcola Bronalan!und der Pater Diego Tick, aus Böhmen . ImJahr 179a. erhielt er die Stelle eines Lehrers beyder Portugiesischen Maler Akademie zu Rom , undunterrichtete in der Miniaturmalerei) den GiuseppeAlvarez aus St.Sebastian in Brasilien , der kurzdarauf starb. Ausserdem bildete er den Joseph deLunha Tabora, einen Pensionair des Königs vonPortugal!, der sich gegenwärtig in Lissabon befindet,und durch eine große Malerey, welche den Ruf desCincinnatus zur Diktatur darstellt, bekannt gemachthat. Ein anderer Zögling von ihm, Emanuel Dies,war ebenfalls aus St. Sebastian in Brasilien . Zumersten Entwurf seiner Gemälde bediente er sich einesEizilianers Tommasö Sciana. Unter seine vor-züglichsten Arbeiten zählt Lanzt I. 566. seine Ein-kleidung der H. Bona, in der Hauptkirche zu Pisa ;worinn er gezeigt habe, daß fröhliche Ideen auchmilreligiösen Gegenständen sich ganz gut vertragen —da er ;. B. in jene Handlung ein Begleit jungerAdelicher beyderley Geschlechts in Gala eingeführthabe. Dieses Gemäld nähere sich mehr den Maximenvon Batroni als denen von Mengs, und beweise, daßder Künstler eben so beflissen als geschickt war, dieNatur mit vieler Urtheilskraft und großer Leichtigkeitnachzuahmen. Ein andres großes Stück, St Pla-cidus und Maurizius, befinde sich zu Catania , undrin St. Francesc von Paola zu Loretto, welchesbereits in Mosaik gebracht sey In Rom dann seheman einen Et. Elias, und ein Fegfeuer zu St. Mar-tina a Monti. Das letzte Werk des gottseligenMannes endlich sey eine — Venus und Ascaniusfür den Pallast Cesarini gewesen. Derselbe starbnämlich, für die Kunst allzufrühe, in 1795. zu Rom ,wo die Akademie von St. Lucas ihn unter ihre ge-schätztesten Mitglieder zählte. Bald nach seinemLvderschien seine Biographie von Givv. Batt.vmcr,PNd im folgenden Jahr (8-Vevss. axr. kalese) mit

Caüciz-

dös Künstlers Bildniß eine zweyte, von Gi'ovänfleGherardo deRossi, Direktor der Königl. Poctugies.Künstlerakademie in Rom . Von Blättern nach un-serm Cavaluzzl kennen wir das einzelne Bildniß desHerzogs Franz Gaetano (wahrscheinlich einesSöhnsseines Gönners) von G L Bombelli gestochen, wel-ches schon L (i 78 y) anfuhrt.

Lavalori, «Mirabello), ein Maler zu Florenz ;wird v. Bencivenni Th. l S. 1/7. unter vielen an-dern jungen Künstlern die unter der Aufsicht GeorgsVasari in dem dangen Großhei zogl. Pallaste arbeite-ten, angeführt. Lanzi I 154. will ohne genügsamenGrund aus ihm und Mirabelle de Salincoruo»den auch das Lexikon nennt, Einen Künstler machem

Lavar!, (Stephan), ein geschickter Gießer und'Mitglied der Akademia Clementma zu Bologna , woer 1759. im 5Z. Jahr seines Alters starb.

OementmK 1'. 1. p. z45.

* Lavar ozzi, (Bartholome), genannt Cres-cenz!. Derselbe war zum Theil ein Geschöpf desKunstübenden Ritters Job. Bapr/st Crescenz!.Er bildete sich einen schonen eigenen Styl, haupt-sächlich durch Nachahmung der Natur In derKirche St. Anna zu Vilerbo soll sich von ihm eineTafel mit Geschmack und lustigem Piisse! gemaltbefinden, welches gedachte Heilige vorstellt, /.«»srI. 5 or.

Lavatörta, (Peter), ein Perspektivmalervon Cremona , arbeitete um die Mitte des XVIII.Jahrhunderts zu Genua in Gesellschaft mit JosephGaleotti. Kattr.

* Lavazza, (Johann Baptist), Maler undKupferstecher, geb. zu Bologna um 1620. Mankennt vier von ihm selbst geätzte Blätter, nach seinereignen Composition, die bey und Rost (IV.4z—44.) verzeichnet sind. Eines derselben (densterbenden Joseph) giebt der Winklersche Katalogals ein seltenes Blatt an.

— — (L.) So nennt der N)mklersche Ka-talog einen sonst ganz unbekannten Kupferstecher,und führt von demselben ein . äusserst seltenes Blattan, welches St. Anton , seinen Mönchen in derWüste predigend, vorstellt; mit einer Zueignungan den Senator Sampieri; woraus wohl Bologna ,äls des Künstler Heimath zu erhellen scheint, so wiees uns hingegen auf keine Spur seiner Lebenszeitweiset. Er könnte auch der Obige seyn.

. * Lavazzon!, (Angelus Michael). Nebenseinen Ausfichten von Bologna (von denen sichübrigens weit mehrere noch in bloßer Zeichnung inder ehemaligen Sammlung des Senators Barge-lini befinden sollen), kennt man noch von ihm einenSabiner-Raub nach Jos. dal Sole/und einen Re-liquienkasten von St. Dominik. Hinwieder hatJoseph a Montalegrö nach ihm das Bildniß vonDomin. Guilelminus gestochen. A.

— — oder Lavagg!oni, (Anton). Sonennt einen venetianifchen Maler, nach welchemD- Cunego einen St. Thomas (schöne Composikion),und F. Zucchi eine Vignette für eine Ausgabe vonGuarini's Pastor fido gestochen habe.

* Lavazzuola, (Paul). Derselbe trug denBeynamen Morando. M-c.

* Lauch er. S Gauchen.

Lauch!, (P.) Dieser Künstlername findet sichauf einer bey Mariette gestochenen Versammlungder Heiligen im Himmel /k.

Laucig, ( ) ein deutscher Maler, geb. zu

Gör; in Krain l? 59 - Schon in innen ersten Jüngslingsjahren sucllte er Gelegenheit, sich im Zeichnenzu üben. Mit Empfehlungen eines vornehmenKunstliebhabers in seiner Vaterstadt kam er inseinem sechszehnten Jahre nach Wien , wo er vierJahre seine Zeit mit unabläßigem Studieren nachden altern italienischen Meistern und mik dem Leseö

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