Band 
Zweyter Theil [1].
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181
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Caumont.

auf dem Platze von Perou zu Montpellier r-iZ. i»Kupfer gestochen.

Laumonr, ( Marquis von), gebürtig vonAvignon , ein Kunstliebhaber, hat nach SebastianConca ein Blatt gestochen: Zwey Zephyre, die einweibliches Brustbild mit Blumen bekränzen; untenein junger Faun. Li-.

* Lavola. S. Laula.

Laur, (Jsaac von), ein Baumeister und In-genieur. Von ihm kennt man: blouvslls invsn-rion, äs Isvsr I'ssu plus haute qus sa sourcs,»v. st§. I>ouär. 644. //.

* Laus oderLaup,(Salomon de). Um 1612.gieng er nach England, und gab daselbst dem PrinzenHeinrich Unterricht in der Zeichenkunst.

Lause, (Heinrich), ein Kupferstecher, von demman, neben anderm, die Bildnisse Kaiser Leopolds,und des durch seine Reisen berühmte» B. Tavernier,letztres mit 1679. datirt, kennt; so wie er auch fürle Rop Lrsbantia illustrata gearbeitet hat. LEr lebte noch um 1700. Mrc.

— — (Lombard). Diesen Namen findet manunter einem Bildnisse der Königin von Frankreich ,Margaretha von Valois.

* Lauset. S. Lozzette.

Causid, ( ) Professor und Mitglied der

Malerakademie zu Cassel, gab 173z. ein Verzeichnißsämtlicher Gemälde der dasigcn Fürstl. Bildergalerieund der Zimmer im fürstl. Schlosse ans Licht. Mrc.

Lau ssin, ( ) ein Kupferstecher zu Paris um

Er arbeitete nach I. B. Vanloo, Cochin

u. s. w.

Lauvet, (B.), ein französischer Künstler, nachwelchem man zwey Blätter: Den Heroism' und dieEchlachtopfer der Liebe, von Beljambe und Alix,und vier andre aus der Geschichte Raouls de Couffiund der Gabriele von Vergy, von Piquenot ge-stochen, kennt. Mec.

— — (I.), ein geschickter Bildhauer zu Paris um i?8c>. zierte die Portale des dasigen PalaisRoyal mit schöner Arbeit von Bronze. Nach ihmkennt man eine Folge von gegen 60. Blättern Archi-tektur und Arabesken, von seiner Stieftochter,Mademois. Liottins, und eine andre ähnliche Folgevon Madame Debry gestochen.

Laurvern, ( ) So nennt sich ein fran-

zösisch-niederländischer Künstler, von welchem manbey der öffentlichen Ausstellung der Jndustriepro-dukte des Scheide-Departements, welche im JahriZoz. während der Anwesenheit des ersten Consulszu Antwerpen statt fand, einige Arbeit (Gemaldoder Zeichnung) sah. Meusels Arch. II. i6z.

Lauze, ( ) Diesen Namen findet man

unter dem Bildnisse von Otto Wilhelm Grafen vonKönigsmark. Mrc.

*Layarr,( ) Derselbe hieß Ludwig. Erkam 1692- in Churbrandenburgische Dienste alsIngenieur und stieg bis zum Grade eines Obersten.Er gab bey manchen Festungen Verbesserungen an.Mrc.

* Layeup, (Philipp), Bildhauer, ehemaligerOfficiant (Oüicier) der Akademie von St. Lucas zuParis (?) So nennt ihn /(. Lempereur hat seinBildniß nach Cochins Zeichnung gestochen.

* Caylus, (Philipp Claudius Anne von Tu-bieres, Graf von). Derselbe trat jung in Militär-dienste, und zeichnete sich in Catalonien und beyder Belagerung von Freyburg aus. Nach demFrieden zu Rastadt verließ er den Dienst. AisBesitzer eines beträchtlichen Vermögens folgte eralsdann seinem Hange zu reisen Er sah Italien ,gieng sogar in die Levante , und bereicherte seinenGeist mit einer Menge von Kenntnissen. (Ueber das

Caylus. rgr

Ebentheuer dieser letzter« Reise s. Fiorillo lll 420.)Nach der Rückkehr in sein Vaterland überließ ersich mit Enthusiasmus seinem Hange zu Künstenund Wissenschaften. Alles war in seiner Gewalt;das Lustigste und das Ernsthafteste; man wirft ihmsogar vor, bisweilen in dem erstem die Grenzendes Anständigen überschritten zu haben. Das Vcr-zeichniß seincrKunstwerke in der einen und der andernGattung ist fast nicht weniger beträchtlich, alsdasjenige seiner Schriften. Was ihm indessen un-streitig unter den Alterthumskundigen einen ausge-zeichneten Rang giebt, ist sein: kecueil ä'^nrl-quitss Lx^ptiennes, Ltrusquss, Orecquss,Romainos st dsulolses, in 7 Quartbänden. Derletzte Band derselben erschien im Jahr 1757. (achtJahre vor seinem Tod) und damals schon mit einerhistorischen Lobrede aufihren Verfasser, von le Deau.Sehr treffend werden seine Verdienste um eine rich-tigere Kenntniß des Geistes und Kunstwerths derAlterthümer gewürdigt, in der Schrift: Winkel-mann und sein Jahrhundert (S. 269. 290. 44 s.und 46z.), wo es, neben anderm heißt: „Derselbestellte eine bessere Ansicht dessen, was Griechen undRömer geleistet hatten, auf; ließ jenen Gerechtig,keil widerfahren, indem er ihre Kunst als die höchst«und vollkommenste pries; behauptete von diesen,sie hatten bloß Prachtliebe, nicht wahre Neigungzur Kunst besessen, dieselbe größtentheils nur durchihre Knechte ausüben lassen, u. s. f. Damit wurdenun eine richtigere Unterscheidung eingeleitet, ja,man kann wohl sagen, der Grund zur Hauptver-besserung gelegt, welche die Alterthumskunde"(durch Winkelmann vornehmlich) „erfahren sollte.Für die Etrurier hatte C. eine gemäßigte Achtung;zu Gunsten der Aegypter aber war er noch vonbeschränkenden Vorurtheilen eingenommen, undwollte daher die Meynung geltend machen, dieGriechen hätten die Kunst von den Aegyptern ge-lernt, da sie doch eigentlich von denselben wenigmehr als etwa mechanische Behandlung des Mar-mors, Erzes, der Farben u s. f. erhalten konnten."Auch von seiner Schrift: Nadlesux tlrss ä'Homsre»äs Virile etc. wird dort sehr richtig geurtheilt:»Daß, ob sich schon manchmal gegen die Wahl,und öfter noch gegen die vorgeschlagene Art derDarstellung gegründete Einwendungen machenlassen, so sey diese Schrift nichts desto weniger,als eins der zuerst ausgestreuten, gedeihlichenSaamenkörner solcher Art, in der Kunstgeschichtemerkwürdig." — Mit seinen Talenten des Geistesvereinigte dann dieser merkwürdige Mann eben soviele Vorzüge des Herzens. Er war von strengerRechtschaffenheit, und besonders ein entschiedenerFeind aller Prahler und Schmeichler. Indessenwar er doch Mensch genug, um auch seine Fleckenzu haben. Die offene Einfalt feines Charaktersgieng vielleicht in seinem Aeusserlichen, welches erfast immer vernachläßigte, allzuweit. Seine Launewar sich nicht immer gleich, und seine oft ungestümenManieren entfernten diejenigen wieder von ihm,welche sein offenes Wesen sonst an ihn gezogenhatte. Da er in seinem Testament verordnete,auf sein Epitaph in der Kirche St. Germain del'Auxerrois nichts als eine etrurische Vase zu setzen,glaubte daher Diderot , die Grabfchrist dazu wärenicht unschicklich:

Oi ßik uo XvliHusi're, gccsrlakre el Iiruihue....

! gu'il e>r dien loge äsn» oetle uros ecrus^us!

So beurtheilt Huber (der ihn wahrscheinlich genaukannte) bey Rost (VIII. 72— 74 -) in Laplus denMenschen. Und nun den Künstler (Ebendas. 74.)wareler, strenge, aber nicht minder wahr, wiefolgt: „Bey seinem Leben stand er als Kupferätzerin großem Ansetzn, und alle leine artistischen Pro-dukte wurden auf Treue und Glauben hin bewun-dert; aber die Nachwelt scheint ihn anders zurichten. Mit mehr Eifer als Talent hat er ja un-glaublich viel geätzt. Mehrere solcher Blätter, wiez.B. diejenigen nach Bouchardon, sind sogar vonFessard, le Bas u. a. überarbeitet worden, ohnedaß diese Künstler gute Eriche daraus gemacht