Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
182
JPEG-Download
 

182 Caymox.

haben. Indeß verdienen sie gesammelt zu werden ,weil doch nicht alle Schönheiten der Zeichnungen,nach denen sie gemalt worden sind, zerstört werdenkonnten. Besonders aber hat er den Künsten einennicht geringen Dienst geleistet, indem er durch seineBlatter die ersten Entwürfe so vieler aller Meisteraufbewahrte; aber eben ein gewisser ausschließen-der Geschmack, den er mit Mariette gemein hatte,affektirte, Nichts, oder doch nichts höher, alssolche Entwürfe zu schätzen. Ueberhaupt hatten dieKünstler, und zumal die Kupferstecher, viel vonseinen Grillen zu leiden." Sein gewöhnlichesZeichen ist 0. cw 0 und 0*. Das zahlreichsteVerzeichnis! seiner artistischen Arbeiten findet sichbey und die vollständigste Sammlung derselbenin dem Kupferstich-Kabinette der Dresdner -Galerie,wohin er solche selbst geschenkt hatte. Einige seinerBjätter sind um so viel seltener, da er die Platten,nachdem er wenige Abdrücke für seine Freunde da-von genommen hatte in seiner Gegenwart wiederabschleifen ließ, und solche zu neuen Arbeiten ge-brauchte. Dies erzählt Hemecke, der ebenfallsin genauer Bekanntschaft mit ihm stand. VonseinenSchriften s. man, nebst der Lranee litterairs,auch Adelung u. a S. ferner den Artikel Dan.zJeuberger. Im I. r7Zr. ernannte ihn dieKönigl.Akademie zu einem Ehrenmitgliede, deren Beyspieldie Akademie der Innschriften im I. ,742. folgte.Für beyde stiftete er Preise. Fiorillo 111. 420.

Caymox. S. Laimox.

Laze, (Alexander), ein Landschaftsmaler zuParis um iZc>2. Auf der Ausstellung dieses Jahrssah man von ihm eine Aussicht von Livoli und derVilla des Mäcens, und eure andre von St. Gre-gorio bey Rom . ALsc.

Cazenave, ( ) wird im Almanach cles

8eaux-^rt8 von iZoZ. als ein damals in Paris lebender Kupferstecher in punttirler Manier an-geführt.

* Cazes, (Peter Jakob). Schon in seinem87. Jahr erhielt er eine Stelle in der Akademie,wofür er ein Bild: Den Sieg des Herkules überden Achelous verfertigte. Er gehörte zu denjenigenSchülern von Bon Boulogne, welche die von ihmentworfene Bilder ausführten. Ganz anders alsdas Lexikon beurtheilen neuere Kunstrichter seineVerdienste.Er hatte" (sagt Fiorillo lll. 296.)viele Talente zur Composition, und eine nichtvöllig fehlerhafte Zeichnung, wurde aber von demherrschenden französischen Geschmack ergriffen,dessen Wesen in einer geräuschvollen Anordnungohne Ausdruck bestand." Noch scharfer richten ihnwaeeler und l'Evesque (111. 379. von Heyden-rei'chs Wörterbuch). »Als er erschien" (heißt esdort)war die Malerey im Sinken, und es ihmdaher leicht, sich einen Ruhm zu erwerben, derseine Talente überstieg; oder vielmehr, er hatte garkeine Mühe, sich ihn zu verschaffen; man drängtesich, ihm denselben zu geben, um den Ruhm vonle Moine herabzusetzen, der doch weit über ihn war."(Dasselbe behauptet auch kaleonet M II. p. 28Z-)Kurz, er gehört zu den Künstlern, welche ihr Metier-gut genug verstehen, um mäßige Lobsprüche zu ver-dienen, und die nöthige Leichtigkeit besitzen, umWerke ohne Karakter hervorzubringen, die derKritik wenig zu schaffen machen." Zu seinen be-rühmtesten Arbeiten gehören: Hämorrhoissa in Notre Dame , und mehreres in der Kapelle von St.Germain de Pros. Nach Fiorillo (l- c) hatte erzween Söhne, die er in der Kunst unterwies, welcheaber die Geschichte weiter nicht kenrtt. Eine ziem-liche Anzahl nach ihm gestochener Blätter führt Ä.an, unter welchen sich auch das vorgenannte Altar-gemälde in Notre Dame , von N Lardieu, befindet.

Cazin, Lastn oder Lassin, ( ) ein

Marinemaler zu Paris um 1790. Wahrscheinlichderselbe, der seit der Revolution neuerdings auftrat.Von ihm sah man auf der Ausstellung zu Paris von rLoo- die vollendete Scizze eine- großen Ge-

Cecchi-Conti.

mäldes, welches das Schaugerüst, auf dem Einstrachtsplatze für das Fest desiZ- Brum. vom-J. X.zubereitet, darstellen sollte.' Auch im Almanach6es Heaux-Hrts vom I. iZoz. erscheint er nochunter der Rubrik der damals zu Paris lebendenLandschafts-Marine- und Architekturmaler.

* Lazzaniga, auch Laccianiga, (Franz,auch Franz Anton), der im Lexikon unter dem Art.von Paul L erscheint, und welchen L einenMaler von Mailand und Mitglied der AkademieSt. Lucas zu Rom nennt, und nach ihm ein Blattvon Stephan Piale, das Urtheil über Susannsanführt, ist offenbar kein andrer, als der schonoben von uns beschriebene Franz Laccianiga undSohn des folgenden

* (Paul'. So nennt nämlich BartollV. II. einen Mailander, der für die Karthäuser-kirche zu Pavia eine Ausgießung des H. Geistsgemalt habe, und der wohl derselbe ist, dessen auchdas Lexikon nach Laruada Erwähnung thut. Der-selbe war zuverläßig Vater von Franz Lazzaniga,dem wir nur deswegen seinen eigentlichen Artikeloben, unter Caccianiga angewiesen haben, weilschon das Lexikon sie also getrennt anführt; so wiewir übrigens bemerken müßen, daß eben Laccia-niga beyder wahre Familiennamen sey.

* Leccarelli, Ceccherelli und Lur-ch ereilt, (A F.) nennt ihn unter den beydenletzten, wahrscheinlich irrigen, Namen: EinenKupferstecher von Florenz , der sich mit Devolions-stücken beschäftigt habe.

* Leccherrni, Leccarini, (Anton). Sonennt //. einen Maler, nach welchem C Gregoridas Bildniß des Senators C- M. Ginorini, undGaspara Garolfi ein Fabrikzeichen mit den Bild-nissen des Kaisers und der Kaiserin gestochen habe.

Lecchi-Conti, (Franz', ein Florentiner,hat 164z. nach Zeichnungen von P. Parigi, daskeichenbegängniß, welches Ludwig dem Xlll. zuFlorenz gehalten wurde, auf vier Blättern ge-stochen. ^c.

von Lucca , gab zu Rom imJahr 1788. zum erstenmal einen öffentlichen Beweisvon seiner Geschicklichkeit in großen Gemälde»eigener Erfindung in einem Altarbilde, welches dieH. Anna vorstellt, wie sie dem Kinde Maria dasLesen lehrt. Der alte Joachim steht hinter ihr aufeinen Stuhl gelehnt Man urtheilte, es sey ganz inder Manier des Andreas del Sarto gemalt. Me.

Einen Künstler gleichen Na-mens heißt 7^. um 1790. eineu neuern Kupferstechervon Florenz . Ob es nun abermals nicht, durchirgend einen Irrthum, einen der beyden VorigenFranz L. gelten könne Wer sagt uns das?

(Johann Baptist«), Kupferstecher undKupferätzer, geboren um i?48 zu Florenz , wo erzugleich Kupferstichhändler war. Er hakte an vielenKupferwerken Antheil, die in seiner Geburtsstadtherauskamen; unter anderm an der bekannten Folgevon Künstler-Bildnissen, unter dem Titel.- Seriecle^I' Oomin! illu8tri, in 12. Bänden in 4 . Andreseiner Bildnisse sind in das Lebendes Marquis vonPombal eingestreut Von historischen Blattern be-merken wir von ihm: Die Marter des H. Lau- >rentius, nach P. da Cortona in der Kirche St Lau-renz in Miranda zu Rom ; die Steinigung Ste-phan! , nach F Barroccio; die Grablegung Christinach Dan. von Volterra , und die Verschwörungdes Catilina, nach Salv- Rosa. GemeinschaftlichMit B> Eredi hat er gestochen: Lonarum /Irtiumsplsnclovl 12. Vabuiss priore.« «-t posteriores unscum-ü. slüs (zusammen zo. Blätter) nach etruri-schen u a italienischen Meistern. Fol- Flor. r??6.und auf 9. Blattern : le antieo stato <lel Sepolcro

tii Dante. Er lebte noch 1776. Rost IV. 248-In den neuesten Tagen sah man von ihm eine, ge-meinschaftlich mit Bened. Lreddi geatzte, trockne,