Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
188
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igg Champaleman.

der übrigen zahlreichen nach ihm von den berühm-testen Meistern der Zeit gestochenen Bildnisse so-wohl als historischen Blätter (diese, so gut als ohneAusnahme, geistlichen Jnnhalts) findet sich beyL und eine richtige Beurtheilung von Vielen indem wmklerschen Katalog, welcher bemerkt, daßeine Himmelfahrt, bloß mit: /N. rie LVmMxmZneseo. und exc. 1656. gemeiniglich als

für von dem Maler selbst geatzt angesehen werde.

Champaleman, (Gottftied von), Bischofvon Auxerre , unter der Regierung König Heinrich I.Man zählt ihn unter die Kunstliebhaber dieseralten Zeit, der z. B. die Wände seiner Kathedralemit den Bildern aller Heiligen, welche seine Vor-gänger waren, ausschmücken ließ. Labbsr Lrü-Totü. /.

Champlain , ( ) ein Baumeister, arbei-

tete um 1720. zu Paris . Lrrce äe 1752. D. I.k. 360.

*Chamus,( ). Demselben, einer der ge-schicktesten französischen Glasmaler zu Anfang desXVII. Jahrhunderts, hat man einen guten Theilder nach den Kartons des Jakob de Paroy gemal-ten Fenster der Kirche von S. Merry zu Paris zuverdanken, ie /^rer/ 1'. I. L. 17.

Chancourtois-Beguyer, ( ) wird

im /ttmsnaok äe 8 6 enux-^rt 8 von 1803. unterder Rubrik der damals in Paris lebenden Land-schafts- Marine- und Architekturmaler angeführt.

Chandelle, (A. I. ), ein Kunstliebhaber zuFrankfurt am Mayn, wo er 17^3. geboren ist;war ein Enkel von C. A. Doneth. Er malte zuseinem Vergnügen mit Pastellfarben und kopirteGemälde nach Ä. Mignon, I. Weninx und Schützmit großer Geschicklichkeit. H. S. HösgenE. «04.

Chandepke - Borviers, ( ). So heißt

im ^lmLnscli 6e8 Uesux-^rt8 von 1803. eindamals in Paris lebender Miniaturmaler, geborenin Jersey, und Schüler von David. Mn.

* Change, (Caspardü), oder Düchange,geb. zu Paris 1662, nach einigen gest. 1757, so-mit 95. I. alt. Derselbe arbeitete noch in einemAlter von ein und neunzig. Nach waeelers Ur-theil, welches mit demjenigen des Lexikons über-einstimmt, ist er einer von den Stechern, welcheam meisten das Markichte mit großer Nettigkeit,aber ohne Kälte, durch die Art seiner Mischungder Nadel mit dem Grabstichel verband.Mankann hinzufügen" (sagt Rost VII. 38s ) »daß erderjenige ist, der das schicklichste Korn erfand,weibliches Fleisch auszudrücken, und daß die beß-ten französischen Meister ihn nachgeahmt haben,ohne ihm in diesem Theile gleichzukommen. Erschien daher ganz eigentlich bestimmt, nach Cor-reggio zu stechen." Die drey bekannten Blätternach demselben sind Meisterstücke ohne ihres glei-chen, versteht sich diejenigen ohne den Namenvon Sornique, der sie aufgestochen und Drappe-rien hinzugefügt hat. Seine übrigen vorzüglichstenArbeiten findet man bey Rost I- c. 38587- ver-zeichnet. Unter den Bildnissen (denn auch diesehat er nach unserm Sinne ganz vortreflich gestochen)ist ein allerliebstes dasjenige von Anton Coypel,vor seiner Etaffeley, sein kleiner Sohn Carl zurSeite. Von seinem (zum Kabinet Crozat gehö-rigen) Heiland im Grabe nach P. Veronese bemerktRost sehr wohl, daß solcher dem alten Blatte nacheben diesem Bilde, von Aug. Carracci , weit vor-zuziehen sey; und endlich, eben so richtig: DaßDüchange's vier Blätter in der Galerie Luxem-burg zu seinen minder glücklichen Arbeiten gehö-ren , da solche nach Natticrs Zeichnungen gestochenworden, und man daher mehr den französischen Maler, als den niederländischen Rubens darinfinde.'

* ( ) Caspars Tochter, vermählte

Chapponier.

C. N. D. de Beauvais. S. den Artikel ihres

Manns.

Chanrelou,( )Königl. Haushofmeisterunter der Regierung Ludwig Xlll. ein großerKunstliebhaber, und besondrer Verehrer von Nicl.Pouffln, der für ihn die berühmten sieben Sakra-mente noch einmal malen mußte. Auch war eseben dieser Herr, der eine der Handschriften besaß,nach welcher R- T. Fresne den Traktat vonder Malerey des Leon. da Vinci zuerst (1651.) inder Ursprache ans Licht stellte, und in demselbenJahre durch seinen Bruder, den H. von Chambrai,eine französ. Uebersctzung davon verfertigen ließ.Fiorillo I. 300. und 111. 127.

* Chanrreau oder Chanrerau, (I.).Vier nach ihm gestochene Gattungsstücke führt A.an, eben so wie ein von ihm selbst geätztes:Oiverti88emellt par ean et xar terre.

Chantry, (I.), ein von Valpole angeführtermittelmäßiger Kupferstecher des XVII. Jahrhun-hunderts. Er arbeitete zu Oxford . Bey ^ 1 . findensich etliche Bildnisse von ihm verzeichnet, die von166273. datirt sind.

Chaparnicha, (Cesari), ein Römer, unterdessen Namen man eine Vorstellung von der StadtJerusalem findet, Hkc.

* Chapelle, (Georgdela). SeineCostümesder türkischen Damen enthalten 13. Blätter, vonNatalis Cochin gestochen. Denselben ist ein Planvon Consiantinopel beygefügt.

Chaperon oderChapron, (F.I.). Nachder Zeichnung eines Künstlers dieses Namens hatN. Pitau die Bildnisse der Herzoge von Bretagne gestochen. S.

* (Niklaus), geb. um 1596. Derselbewar einer der beßten Künstler, die aus SimonVouets Schule hervorgingen, legte sich aber vor-züglich auf das Kupferstechen. Füßli (I. 175 )scheint von seiner bekannten Bibel nach Raphaeleine zweyte Ausgabe von 16^9. (54. Blätter, alsomit zweyen vermehrt), zu kennen. Er und andreKunstrichter ziehen solche den ähnlichen Werkenvon Badalocchi, Aquila u. s. f. merklich vor.»Man findet darinn" (sagt Füßli l. c.) »über-haupt viel Simplicität in der Erfindung und An-ordnung, viel Wahrheit im Ausdrucke der Charak-tere, nebst einer im großen Styl ausgeführtencorrekten Zeichnung mannigfaltiger Formen." Rost(VII. 97.) ohne übrigens die Vorzüge von L.Arbeit, in Vergleichung mit andern zu verkennen,mäßigt jenes Lob merklich. Nach seiner Rückkehrvon Rom ließ er sich zu Paris nieder. Die übrigendort von ihm geätzten Blatter führt eben dieserSchriftsteller so wie letztrer dann auch drey nachihm von B. Lens, H. Piquet und N. Poilly gesto-chene an. Unter den ersiern bemerken beyde: DasBildniß Heinrich IV. (unten dessen Verwundungals Basrelief) ohne Namen, nach M. Freminet,als selten; und eine Madonna, die dem Kindedie Brust reicht (um die Liebhaber zu täuschen, mitCinan bezeichnet).

Chapoulaud, (Johanna), ätzte die Stellun-gen der deutschen Tänze auf 12. Blättern. M-c.

Chapponier oder Chaponier, (Alexan-der), ein Schmelzmaler, geb. zu Genf 1753, deraber nachwerts diese Kunst verließ, und sich unge-fähr von 1736. an, ganz dem Kupferstechen wied-mete, worin er zu Paris Unterricht erhielt. U-rrebrer III. 334. Wahrscheinlich ist es derselbe, vonwelchem L ohne seinen Taufnamen zu kennen,sagt, daß er, neben anderm, nach Huet gearbeitethabe. Vielleicht auch der nämliche, welcher in dem^Imanacü üe 3 Lesux--lrt 8 von 1303. unter dendamals noch in Paris lebenden Künstlern, als inpunktirter Manier arbeitend, aber ebenfalls ohneLaufnamen, erscheint; und wohl am zuverläßig-sirn der gleiche Alex. Chaponmer, der noch iZo^.