Chaptal.
zwey Blätter (Jo und Danae ) nach Regnault(wie es in den blouvelles Uss ^rts r?l6. heißt,mit der Correkheit und Grazie der Urbilder) dannnach den Zeichnungen von zwey Anonymen (A. N.und A. S.) Clara und Betzy, zwey Büstenpor,traits ür nicht unfeiner punktirter Manier, und1805. zwey andre kleine artige Köpfe: Delphineund die Gräfin von Elbeuf gestochen hat.
Chaptal , (JohannAnton Claudius) ehemalsProfessor der Chymie, seither Minister des Innernin Frankreich , machte um 1803. ein chymischesMittel bekannt, durch übersaures, salzsaures Wasser,oder dann übersaure, kochsalzsaure Luft, alte Bücherund Kupferstiche zu bleichen, dessen nähere An-wendung man in der A. Runstz. IV. s?s—75°findet.
Chapuy, (Johann Baptist), Zeichner undStecher in Farben, geb. zu Paris 1760. DieserKünstler gieng mit gutem Erfolge die Bahn vonJaninet. Nach seiner eignen Erfindung kenntman: Den Moralisten; dann das Marsfeld amBürger - Eyds - Tage 1790. Dann nach andern:Zwey Blätter römischer Ruinen nach Parnay; diedrey Schwestern im Parke St. Cloud, und die dreyPariser -Grazien im Vincenner-Walde nach Lavreince;endlich Mars und Venus, und den Revenant,nach Rottenhammer . Rost VIH. 354 - der ihn(izo/j.) noch unter die lebenden zählt. Im ^Ima-nack 6es Leaux - ^rts von Igoz. erscheint erwenigstens unter denjenigen Künstlern nicht mehr,die sich damals zu Paris aufhielten.
— — oder Chappuis, (Marc), eine Ge-maldehändler, Kunstliebhaber und Kenner vonGenf um 1790; zeichnete und malte für sein Ver-gnügen. Mrc. Ob es derselbe sey, der ungefährum die nämliche Zeit sich mit Uebersetzungen histori-scher Schriften ( S. Ärrc/r krsnce litteraire 1". I.)beschäftigte, und dessen Geburtsjahr in 1734. ge-setzt wird, ist uns unbekannt.
Lhaquee, (M-), ein französischer Baumeister.Von ihm kennt man: Doscription äs trols tör-mes äu ?ort äs örsst» äessiness, baties st^ravees par In: en 1707. welche aber erst im I.1757 - zu Brest in Fol. erschienen waren-
Charbonet,( ) ein französischer Künstler— wir wissen nicht genau, ob Maler oder Kupfer-stecher, dessen Namen sich unter zwey Bildnissenvon de Thon und Cinqmars findet. Mrc.
Charbonne oder Lharbonnee, (Ange-lika), eine französische Künstlerin, welche um 1750.nach Teniers gearbeitet hak, und - 2 . zufolge in1790. noch zu Paris müßte gelebt haben.
Charbonnier, (Anna), hat, nach /(. um1756. eine Kruzifix mit einer H. Magdalcna, ohneNamen des Malers gestochen, und könnte wahrlichmit obiger Angel. Charoonns Eine Person seyn.
* Chardin , (Johann Baptist Simeon), geb.zu Paris , nach einigen 1699. nach andern zuver-laßiger 1701. und ebendaselbst gestorben 1779.Noch sehr schöne Werke von ihm sah man auf derAusstellung vomJ. 1771. Diderot (was indessenhier noch keine Authoricät machen würde) sprichtvon ihm mit großer Achtung, wareler undLevesque charakterisiern ihn also: „ Dieser Künst-ler hat die leblose Natur in der schönsten und an-genehmsten Manier gemalt; er verdankte nichtsder Nachahmung oder den Künstlerkonventionen,und schien die Natur erfunden zu haben. Auchkennt man kleine Gemälde aus dem gesellschaft-lichen Umgänge von ihm, deren naive Wahrheitman besonders hochschätzt. Unter seinen Lands-leuten war er der erste, welcher diese, seither sobeliebte Gattung in Schwung brachte. Dann besaßer in hohem Grade die Kunst, Gegenstände voneiner und derselben Farbe durch die verschiedenenGeltungen der Töne von einander abzusondern,lleberhaupt hat auch sein Colorit keine konventio-nelle Schönheit; es ist gut, weil es eine genaue
Charpentier. -gg
Nachahmung der Natur ist. Sein Pinselsirkch istunnachahmlich. Man kann von ihm sehr kurzsagen: Er sey ein sehr großer Maler in einer kleinenGattung gewesen." Eine Menge nach ihm von denbeßten neuern Meistern gestochener Blatter führtL und an der Spitze derselbe sein Bildniß mitder Brille auf der Nase von Chevillet an, welcheser selbst noch in seinem Siebzigsten sehr naiv ge-malt hatte.
Chardkn, ( bü), ein Bildhauer zu Parks um1790. Ob es der nämliche sey, der im^lmanack äes öeaux-Hrts von i8°3 unter dendamals zu Paris lebenden Bildhauern wieder er-scheint, aber das dü abgelegt hatte, ist uns un-bekannt.
Eh »ring, ( ). So nennt /s. um 1790.
einen damals neuern Kupferstecher in Schweden .
* Charles, (Claudius), M(arie), Amne),St. Urbain hat sein Bildniß in Stempel geschnit-ten. L
Chart ,'er, ( ) ein französischer Miniatur-
maler um 1750. Ahmte in dieser Gattung denberühmten Franz Boucher nach. TlLc. Man kenntnach ihm: Eine Venus im Nachdenken, und eineandre, welche den Amor entwafnet.
Charlotte, Erzherzogin von Oestreich, Köni-gin beyder Sizilien, hat um 1766. und 67. einigeBauerszenen gezeichnet und selbst geätzt, welche beyzu finden sind.
* Lharmeton, auch Charmenton,(Georg). Fiorillo III. 157. nennt ihn einen bravenKünstler. Verschiedene Hefte nach ihm durch G.Audran und N. Robert, gestochener Blatter vonPlafonds, Cornischen, Vasen, Masken u. s. f.finden sich bey S. verzeichnet.
* Charmoks, (Martin de). Bey Liorillo(III. 166. u. ff.) findet man sehr gute Nachrichten— sowohl von der alten französischen Bruderschaftder Maler und andrer Künstler, und selbst zumTheil mit bildender Kunst durchaus nicht verwand-ter Handwerker, die sich den Namen der Akademievon St. Lukas anmaaßte — alsdann hinwiedervon der Weise, wie sich die eigentlichen Künstlerum die Mitte des XVII. Jahrh, dem Zunftzwang«der erstem entzogen, und dadurch zu der eigent-lichen französischen Maler-Akademie den Grundgelegt hatten. Den wesentlichen Antheil, denCbarmols (damals Sekretair bey dem Marschallvom Schomberg) an alle diesem genommen hat,erzählt schon das Lexikon. In Gesellschaft des er-wähnten Herrn, der eine Weile die franz. Gesand-tensielle in Rom bekleidete, hatte er sich mit denschönen Künsten innig bekannt gemacht, und zuletztselbst eine gewisse Fertigkeit in der Zeichnung undMalerey erlangt.
Zu der im Lexikon in diesem Artikel beygefügtenNotitz des Ursprungs verschiedener Künstler-Aka-demien setze man noch hinzu:
Marseille 1753. — Besan^on 1773 - — Mailand (wieder erneuert) i? 73 . — Turin 1777- — Weimarund Lütkich um 1780.
* Charon , (Martin), im Lex. S. » 54 ° sollCharron heissen.
Charpentier , (Jakob). Unter diesem Na-men kennt man zwey (ohne beygesetzten Namen desMalers) nach L. Lombard gestochene Blatter: EineFußwaschung, und ein Abendmak.
— — (I. Anton), ein Maler, wird in P.Drevers Katalog angeführt.
— (Matthäus le), Baumeister. Man hat
von ihm die Pläne, Durchschnitte und Aufrisse desneuen Rathhauses zu Rouen (Fol. 1753.)
Wahrscheinlich derselbe, den das Lexikon,ohne Taufnamen, als um 1760. lebend anführt.
* - - (P. F.), hieß Perer Franz, mit