Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
195
JPEG-Download
 

Chevalier.

und den peintre smonreux (zwey Theater-Szenen)und endlich drey Hefte de Charges von einem Un-genannten geatzt — also wohl recht Verschiedenes,an. Uebrigens zweifeln wir nicht, daß er mit demschon im Lexikon angeführten Ioh. Chevalier EinePerson sey.

Chevalier-, (Johann Alexander). So nennteinen Feldmesser und Kunstliebhaber, und führtvon ihm ein Heft von 6. durch ihn selbst gezeich-neten und geatzten Landschaften an. Dies ist aber-mals wahrscheinlich der nämliche, dessen schon dasLexikon, ohne Taufnamen, als eines ähnlichenKünstlers vom I 1770. Erwähnung thut.

* — — (Niklaus). 2 /. nennt ihn wohl irrigeinen Bildhauer und Schüler von Girardon , wozuihn ohne Zweifel seine mit Fr. Ertinger geätztenBlätter nach den Sculptur - Arbeiten in der GalerieGirardon veranlaßten. Richtiger mag es seyn,daß nach ihm ein Bildniß des Herzogs von Marl -borough und noch anderes von Ungenannten ge-stochen worden; so wie, daß er hinwieder selbernach C.^ Pool und F. dü Quesnoy geätzt habe.Die Blätter dann zu seiner Nistoire merEgue<le 6ui»aume III. sind die Arbeit Romains deHooghe. Und endlich fügt eine Handschrift meinessel. Vaters, aus mir unbekannten Quellen, seinemArt. des Lexikons noch hinzu: „Dieser Künstlerwar ein französischer Flüchtling, det viele satyrischeMedailles wieder den König in Frankreich aus-streute. Nach Johann Smelzings Tode brachte erdesselben satyrische Gepräge an sich, die er nach-mals mit den seinigen vermengte, und dadurchallerhand Mißgeburten zur Welt brachte. Mankennt auch von ihm verschiedeneDenkmünzen" (viel-leicht bloß die Erfindung derselben) „ aufFriedrich I.König in Preussen von 1703." u. s. w.

— — ( ) ein französischer Maler und Lac-

quirer arbeitete in Königl. Preussischen Diensten,im Schlosse bey Sanssoucy. M§c. Ob nicht hierabermals entweder von dem gleich oben erwähntenNiklaus, oder dann von dem zuerst genannte»Johann Chevalier die Rede seyn dürfte, ist nochdie Frage.

Chevaux, ( ). So nennt 2 Ü um 1796.

«inen neuern französischen Maler, nach welchemPinault die Ungnade und Wiederbegnadigung derGabrielle d'Estrees von Heinrich IV. soll gestochenhaben.

Chevery, ( ) ein französischer Kupfer-

stecher, arbeitete um 1770. nach Monnet u. a.2s. und

Chevillard,( ) ein französischer Kupfer-stecher, arbeitete um 1715. oder 22. Man kenntvon ihm ein durchaus mit Wappen verziertesolobilisirL öe hlormanrile. Mrc.

*Chevl'kIet, (Justus), nicht 2 t wie ihn dasLexikon, und nicht Caspar, wie ihn 2 s. nennt;S«b. zu Frankfurt an der Oder 1729. lebte nochi? 95 . zu Paris (iZoz. dort nicht mehr). Dieersten Grundregeln lernte er bey G- F. Schmidtin Berlin , nachwerts bey Wille, seinem Schwager.Man hat von ihm eine ziemliche Anzahl Blätter(Bildnisse und Cosiume-Stücke) meist nach Urbil-dern mittlern Gehalts, die aber mit einem sorafäl-ügen und angenehmen Grabstichel ausgeführt sind.Aoft II. 188—89 welcher einige der vorzüglichsten,2 s aber ein Blumenhaus von 50. Blattern fürDamen anführt. Sein Bildniß des Polizeylieute-üants Lenoir, nach Greuze , und des Malers I. B.S. Chardin , nach diesem sekbst, werden im ÜDink-ierschen Katalog zwey schöne Blätter genannt.Auf einigen seiner Arbeiten hat er sich Baiser!.Bonigl. Kupferstecher genannt.

Chevillon, ( ). So nennt 2 s. einen

Künstler, nach welchem P. F. Tardieu Wappen-schilde mit zwey Hunden als Schildhalter gestochenvade. Ob er nicht mit dem obigen Chevillard

EhiüLitli.

Eine Person, und zumal letztere Name der i'krkgesey, ist noch die Frage.

* Chevorer, (JohannMichel). Heriset hatnach feiner Zeichnung den Platz Ludwigs des Gros-sen gestochen. 2s.

Cher»reuse,( Herzog voni, starb iM.(Basan sagt?t.) rm 50. Jahr feines Alters.Mehrere von ihm gemeinschaftlich mit seinemBruder, dem Kardinal Luynes, um 1754. gezeich-nete und geätzte Blätter, Landschaften, Dauern-Häuser, Madchenköpfe u. s. f. fuhrt 2s. an.

Lhevreux, ( ) ein Gefchichtsmaler zu

Paris um 1790. sl2rc.

Chevrier, (Heinrich Carl), ein französischerBildnißmaler, nach welchem E. Vermeulen gesto-chen hat. S. oben Cherrier.

Ch ez e, (Renat de la), ein Kupferstecher, vonwelchem uns nichts weiter als eine Ansicht derStadt Rheims bekannt ist. 7 ks-c.

Lhezer, ( ) ein Bambochade - Maler.

Chiappati, (Joseph), Maler zu Bergamo um 1630. äopranr -V. 2 Ä. II. 201.

* Chiappe, (Johann Baptist ), gebürtig vonNovi. Derselbe übte sich lange zu Rom in derZeichnung, und wurde nachwerts zu Mailand einwackerer Coloriste, wo er dann viel zu versprechenschien. Wirklich war sein St. Jgnaz zuAlexandria,von welchem das Lexikon spricht, ein gut gedachtesund wohl componirtes Gemälde, mit einer schönenGlorie voll Engeln, und starkem Ausdrucke derHauptfigur; doch mit dem seltsamen Fehler, dassder Kopf dem bekannten Bilde des Heiligen nichtähnlich sah. Mehrere andre Kirchengemälde undBildnisse sieht man von ihm in seiner Geburts^stadt, wo er 1765, im 42. I. seines Alters fürseinen Rrchm viel zu frühe verstorben war. Rarri,m,nt ihn den letzten verdienstvollen Maler deegenuesischen Schule. 2 )a»rr II. 2. 34z.

Chiararnell». S. Chiramella.

^ Chl'ari oderClarus, (Fabritius). Die vierBlätter von ihm, führt 2 s. und, etwas genauer,LaEr sec. Lölt. erstrer dann auch etliche nach ihmgestochene an.

* — — (Joseph). Fiorillo 1 .186. nennt ihneinen guten Nachahmer seines Lehrers Maratti,„ aber auch nichts weiter." Einen vortheilhafternBegriff giebt Lanzi I. 533 - von ihm. „Ohnegroßes Genie" (sagt er) »gelang es demselben durchFleiß, einer der wackersten Künstler seines Zeitalterszu werden. Verschiedene Arbeiten von N. Berret-toni, Und selbst von Maratti seinem Lehrer, wurdendurch ihn beendigt. Auch war er ein nüchterner,überlegter und fleisslger Freskomaler, was bey die-sem Kunsizweige selten ist. So z. B. in derGalerie Colvnna, und besonders im Pallaste Bar-berini, wo er von dem gelehrten Bellori geleitetwurde. Von seinen Stafeleygemälden dann giengenviele nach England. Nach ihm hat ein uns Unbe-kannter seine Anbetung der Weisen (von welcherdas Lexikon spricht) dann I. Dean die Saniari-terin, und C. Grandi den St. Stanislaus Koskain einer Kapelle, gestochen. 2 s.

— (Thomas oder Thomaso), Josephs-Sohn, der im Lexikon unter dem Artikel seinesVaters erscheint, geb. zu Rom . Diesen nennt nunauch Lanzi I. 539 - bloß mittelmäßig. G. Frezzahat nach ihm einen St. Niklaus gestochen, der vonder H. Jungfrau Brod empfängt, 2 s.

* Chiarini, (Marc Anton). 2 s. nennt ihn,nicht ohne Grund, Maler und Baumeister, undkennt von ihm geätzt, nebst den, wie Er sagt, 7.(nicht 6.) perspektivischen Blätter, noch?, andre,welche die Brunnen von Bologna vorstellen. Dann

B b rr