Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
196
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rg6 khiaveri.

hat nach ihm D- Bonevera die Festine des Gon-falonere Ratti, und C. A. Buffagnotti die Szene«für das Theater von Malvezzi gestochen. /k.InoenPalläsien zu Bologna " (sagt Lanzi II. rr. 204.) sieht man von ihm viele perspektivische Gemälde,die in Absicht auf Zeichnung und Colorit noch imalten guten Geschmacke sind, und nicht durch nach-geahmte Marmor u. d. gl. die Unwissenden blen-den wollen."

* Lhiaveri, (Cajetan), geb. zu Rom 1639.Derselbe arbeitete einige Jahre zu St Petersburg ,in Diensten Peter des Großen. Alsdann warder erster Baumeister per Könige von Pohlen undChurfürsten von Sachsen . Im siebenjährigenKriege gieng er nach Italien zurücke, und starbsodann zu Foligno 1770. Seine Baute der katho-lischen Kirche zu Dresden ist eine der prächtigstenin Europa . Neben dem im Lexikon Angeführten,kennt man nach ihm das zu Dresden der KaiserinWilhelmina Amalia errichtete Leichengerüst. Erselbst gab in Rom : 8entimento 8c>prs Is pretesarlpsrssi'ons 6i clanni etc. recoAno8ciutl 1742.»eil» Oupols 61 8t. ?ietrc». //.

*<shiavistellt' oder Chiavistella, (Jak.)L giebt sein Geburtsjahr richtig in 1621. stattZl somit sein Alter auf 77 - I- an, und meint,daß er seine Deckenstücke der medizaischen Galeriezu Florenz selber in Kupfer gestochen habe. LanziI. 42 nennt diesen Künstler den Stifter einer neuenSchule für Architektur-Malercy in Florenz , undrühmt seinen nüchternen und gründlichen Geschmackvor demjenigen so vieler seiner Zeitgenossen. Einesseiner schönsten Werke soll der Plafond im HauseCeretani seyn. Auch in Kabinetten findet man vieleStaftley - Gemälde in der Perspektiv - Gattungvon ihm-

* Chiboust, ( ). Neben dem, was er

nach andern gestochen hat, kennt man noch vonihm eine Flucht nach Aeghpten, ohne Namen desMalers, und zwey holländische Bauern welcheKarten spielen, lediglich mit einbogt k. bezeich-net. L.

Chicar, ( ). Don einem Kupferstecher

dieses Namens kennen wir einzig ein Blatt:I,ecture clrampetre.

Chichl, (Anton), ein Römer, war in demletzten Viertheil des XVIII. Jahrh, der Erfinderder Nachbildungen antiker Gebäude, in kleinernund größern Formaten, aus Korkholz. In dieserweichen bilp-amen Masse" (heißt es in der Zeit-schrift: Berlin 1799. IV. 54 ) »lassen sich dieschönen Monumente alter Architektur auf das Voll-kommenste nachahmen. Es ist, als ob man diegroßen prächtigen Ruinen in der Nähe durch einHohlglas betrachtete so deutlich, so bestimmtin einem so richtigen Maaßstabe sieht man allesvor sich; dieselben Farben, das Verwitterte, Be-mooste kurz Alles, was den Stempel des Alter-thums auf jene Ueberreste drückt. Zu den Statuenund übrigen Verzierungen der Bildhauerkunst hatsich der Künstler einer festen Masse von Stucco bedient." In Kassel soll sich eine namhafte Samm-lung dieser Kunststücke befinden, dergleichen auchsieben auf der Ausstellung zu Berlin (erst »799 )zu sehen waren.

Ch i effr e. S. Smith. Dies Renvoi in derHandschrift meines sei. Vaters dürste irrig seyn.

Cbiesa, (Andreas), Ingenieur zu Rom ; ar-beitete mit Bernhard Gambarini an einem Ent-würfe, die Ueberschwemmung der Tyber zu Hinter-halten. Man kennt davon eine Nachricht samtsechs Kupferstichen von 1744.

* (Silvester). Er starb sehr Mg, mitmehrern andern Künstlern, zu Genua an der Pest,wie letztres schon das Lexikon bemerkt.

* Chiese , (Philipp de). Nikolai macht ihnzu einem Piemomeier. Er war anfangs in Schwe-

Chodowiecky.

bischen Diensten. Philipp baute 1670. mit seinemVetter Ludwig de Chiese Häuser auf dem Werderzu Berlin . Er starb daselbst 1673.

* Chigi. S. Ehigi und Ghifi.

Child, (G.). Ein Kupferstecher zu London ,wird von lediglich mit seinem Namen ange-führt.

Chinard , ( ) ein französischer Bildhauer,

geboren zu Lyon , studirt« zu Rom , wo er 1736.bey der dortigen ftanzös. Akademie den ersten Preiserhielt. Dieser Künstler, der sich durch seinen vor-treflichen Charakter eben so sehr als durch seinenMeiste! auszeichnen soll, saß während der Schrerckenszeit in seiner eigenen Vaterstadt gefangen, undhatte dann seine Befreyung, wie es heißt, einzigder Kunstliebhaberey eines sonst höchst harten Mit-glieds der dortigen sogenannten remporairen Com-mission, Lorchands, zu verdanken. S- I) 68 lsn-«llncs Bsblcau 6 e 8 ?N80ns 6 c I.^or>. Im . 41 'mansch 6 e 8 Keanx- 4 .rr 8 von'iZoz. wird Von seinerArbeit namentlich einer Andromede und einer HebeErwähnung gethan. Zufolge eines Dekrets desfränkischen Regierung von, 2z. Jan desselben Jahrsward erzm.1 correspondirendenMitgliede der viertenKlasse (der schönen Künste) (für die Bildhauerkunst)des National-Jnstituts zu Paris ernannc. Um 1305.dann arbeitete er an einer Bildsäule der KaiserinJosephine , welche den botanischen Garten zu Lyon zieren sollte. Ferner sah man von ihm auf derKunstausstellung zu Paris von rZor. oder 2. seinGypsmodell eines Amors auf dem Meere, welcheseben so schön gezeichnet als ausgearbeitet gefundenwurde. Der Kopf war ein Portrait. Eine sehrangenehme Beschreibung davon, nebst der Abbil-dung im Umrisse, giebt Landon III. 36- >

*Ch»odarolo, (Johann Maria). Manhält ihn für einen der beßten Schüler von FranzFrancia. Mit Jnnocenz von Jmola arbeitete er indem Pallaste della Viola zu Bologna , ^amrr II.s. 27.

Chiquet, ( ) ein französ. Kupferstecher,

lebte um 1715. Neben anderm kennt man von ihmdas Leichenbegängniß Ludwig XIV . K) nennteben denselben (und kann Recht haben) einen bloßenKupferstichhändler, der Mehreres für seinen Verlagarbeiten ließ, ohne den Namen des Stechers bey-zufügen.

Chippendale, (Thomas), ein Tapeziererund Ebeniste zu London , ließ 1762. ein Buch vonseinen Künsten in zwey Theilen mit vielen Kupfer-platten in Folio drucken.

Cbiramella,Chiaramella oder G l vo-rn ella, (Franz), ein Baumeister von Gandino;stand in Churfürst!. Brandenburgischen Diensten,und ward 1569. zum Ritter geschlagen. Er arbei-tete einige Jahre an der Befestigung der StadtSpandau . Nicolai.

* Chirocrates. So soll der im Lexikonangeführte Künstler, statt Chiromocrares heißen.Mrr.

* Chr'so, (Joh. Baptist). S. Ghiso.

* Chivolp. S. Civoli.

* Chodowieckp, (Daniel Niklaus ). An dieStelle des Art. im Lexikon setze folgenden: Geb. znDanzig 1726. Sein Vater, ein Kaufmaü, bestirnte ihnzur tzandelschaft; da er die Neigung seines Sohneszum Zeichnen bemerkte, und selbst zu seinem Ver-gnügen Miniatur malte, so gab er ihm den erstenUnterricht in der Kunst, führte ihn aber dabey aucyzu seiner erstgenannten Bestimmung immer weiter.Nach seines Vaters Tode (um r? 4 l) ward er 1"eine Spezerey-Handlung, und bald hernach (l? 43 --in ein andres Kommerz, zu seiner Mutter Brudernach Berlin gethan. Hier fand er den Anlaß, bey

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