Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
198
JPEG-Download
 

198 Choizeau.

der Akademie der Künste zu St. Petersburg , Ver-fasser der 1778- erschienenen/ und seither auch vonH. A- C> Rerchard ins Deutsche übersetztenVo^s^e pittoresgue se 1s 6recs, für welche erselbst einige Blätter gezeichnet hatte. /?. und Mrc.

Choizeau auch Choiseau, (P. L.) Sonennt Basan (see. Ls.) und Ä. um 178?, u. 1790.einen neuern Miniaturmaler zu Paris / von welchemman zwey gefärbte Blätter kenne: ! je crsins

1s ?ruäeuce, und le Iriomplie <1e 1s Lorce.

Cholmandley, ( ) So nennt Basau

(sec..) einen englischen Kupferstecher/ welcherVerschiedenes nach Reynold gearbeitet habe.

Chomonr Boudan/ (Ludwig de)/ einKupferstecher zu Kopenhagen ; hat neben anderm163z. das Bildniß König Christian V. und fürBirkerods Brevier die Krönung Friedrich II, ge-stochen. Vielleicht gehört dieser Künstler zu denvorangszeigten Boudan's.

Choonjans, (ANton)/ ein alter / uns sonstganz unbekannter Maler/ von welchem stch in derDüsseldorfer-Galerie ein historisches Stück (JakobsVerpflichtung gegen Laban, ihm für Rahe! zudienen) befinden soll, welches in Meusels ArchiveII. 6z68- ausführlich beschrieben/ und haupt-sächlich Anordnung und Ausdruck darin sehr ge-rühmt wird.

Cbopp/ (Anton). Ein Kupferstecher zu Genf ,dessen Lebenszeit und Arbeit uns aber gänzlich un-bekannt ist, ^rc.

Choquer oder Chocquet, ( ) So

nennt einen Künstler, nach welchem C. F. Mascret das am 2. Nov. 1772. zersprungene Pulver-magazin (?) gestochen habe.

Chovaup,( )So nennt 17 . einen Künstler,nach welchem Girard ein gefärbtes Blatt: Is dloa-cüslsucs, Mole zwey andre dergleichen Blätter:l'Oisesu prlve und le Oenlckeur, und Pitou: lsbonne Nsrnsn und Is banne blourrice gestochenhabe, und der dem zufolge zu den zahllosen!, gutenoder schlechten? französischen Gattungsmalern ge-hören mochte.

Chovin, (I. A.), ein Kupferstecher, geb. zuLausanne in der Schweiz um 1720. arbeitete einegeraume Zeit zu Basel , mittelmäßig genug, Bild-nisse u- a. für Buchhändler, und kehrte nachwertswieder in seine Vaterstadt zurück. und Aikc.

Choul, (Wilhelm du). Von ihm kennt manein Werk: äe Is kell^ron et «le Is Lsstrsrnetstionsses stomsins mit

Chezar, (Manode). Nach ein mittelmäßi-ger Kupferstecher zu Madrid , ohne weitere Anzeige.

Chrerien,( ) wird im ^lmsnscb 6esLesux-^rts von i8oz. unter den damals in Paris lebenden Kupferstechern angeführt.

Christ, (C. F-), ein Kupferstecher zu Halle,hon welchem man in des Pros. Christ'« Bootesscsilemicse 8- r?29. die Bildnisse von C Agrippa,Cardan und Machiavell, auch eine Vorstellung derFreylassung bey den Römern findet.

(Johann Friedrich). Seine Schriftüber die Monogrammen hat Geüius (8- Paris 1750.) mit Vermehrungen ins Französische übersetzt.Dieselbe hatte seiner Zeit, als damals das Beßreüber diesen Gegenstand, allerdings ihr Verdienst.Was seither von Heinecke, Huber, Rost, Gan-dellini u. a. Besseres geleistet worden, ist bekannt.Etwas möglichst Vollständiges von einem Liebhaberund großen Kenner dieses Kunstgeschicht-ZweigesH. Malpe von Besamen, dürfte vielleicht näch-stens erscheinen. Sein eigenes Bildniß hatte derwackre Christ, jämmerlich genug in Kupfer geätzt,und sich, wo möglich noch ärger an einer kleinenVenus in Tuschmanier versündigt, /st und derLvinklersche Katalog, welcher noch etliche andresolcher bedauerlichen Seltenheiten von ihm anführt.

Christen.

* Christ, (Joseph) Er begab sich jtveymal(das letztem«! 1777.) nach St. Petersburg . Nachihm kennt man ein Schwarzkunsiblatt, mit derJnnschrift: ksms Lotste perlt, u. s. f. von I. El.

Haid. /st Neben dem atzte er selber in einer großenund leichten malerischen Manier. So kennt z B.der Winklersche Katalog von ihm zwey Plafond-stücke, von welchem das eine eine Versammlungder Götter, das andre das güldene Weltalter vor-stellen ; beyde indessen anonym.

Christen, (Joseph), geb. zu Buechs, Kant.Unterwalden in der Schweiz 1769. Sein Vaterund Großvater, dieser ein Drechsler, jener einBauer, welche beyde für ihr Vergnügen Thiere undHeilige in Holz schnitzten, hatten schon in seinenKinderjahren die Liebe zur Kunst bey ihm aufgeregt.Alsdann gieng er 1785. nach Luzern , und lerntedort die Ieichenkunst bey seinem wackern Lands-manne, dem Bildiiißmaler I. M Würsch, beywelchem er drey Jahre blieb, und sich währenddieser Zeit eben so wohl in der Portraitmalerey alsin der Sculptur versuchte. Seine ersten Arbeitenin dieser letztem (wohin sein mehrerer Hang ihnimmer wieder hinzog) waren ein sechs Fuß hoherhölzerner St. Niklaus von Flüe , für eine Land-kirche bestimmt, und vier große Löwenköpfe, welchean der Emmenbrücke angebracht sind. Im 1 .1788.gieng er nach Rom , wo er von dem vortreflichenSchweizer Al. Trippel treuen Unterricht erhielt,der schon frühe die Frage an ihn that die wohljedes ächte Kunsigenie an sich selbst thun sollte:Wie viel er Geld zum Studirenhabe oder, wiewenig er bedürfe, ohne einsrveilen auf ver-dienst zu rechnen? Auch der Umgang mit demwürdigen Pros. Meyer von Zürich (jetzt in Weimar )war von großem Nutzen für ihn. Kunstfreunde vonZürich , und aus verschiedenen Schweizerklösiern,hatten ihn mittlerweile unterstützt. Nach dreyjahri-gem Aufenthalte nöthigte ihn, leider für ihn viel zufrühe, eine Krankheit und das ihm für dauerhafteGenesung, wie er glaubte, nicht zuträgliche Clima,in die Schweiz zurückzukehren, wo er, nach einigemVerweilen in Zürich , anfangs in Stanz, nachswärts zu Luzern , späterhin zu Bern , wo er sichverheyrachete, dann nochmals bey Luzern , undletzthin zu Basel stch setzte, und, in Ermangelungwichtigerer Auftrage hauptsächlich mit Büsten undBildnissen in Medaillons von Marmor, Alabasterund gebrannter Erde sich beschäftigte. Von seinengroßem Arbeiten gehören: Ein Monument inweissem Marmor, zum Andenken des im I. 1791-vom Col de Balme zu Tod gestürzten H. Esther vonBerg aus Zürich ; dann eine Gruppe in Ton: An-gelika und Medor, welche er ursprünglich für H-Burkard im Kirschgarten zu Basel , nachher ingrößer» und kleinern Formaten für Kunstliebhaberverfertigte, und vorzüglich von dem edeln, feinenGeschmacke dieses Künstlers einen rühmlichen Be-weis ablegt. Seine sehr naive Selbstbiographiest in Meusels Miscell. VIII. 10401051.und hinten an, ein sehr hartes, größtentheils un-begründetes Urtheil über ihn, wo es heißt:Inseinen Büsten und Portraits ist die Kenntlichkeit fastimmer" (sollteheissen nur selten)verfehlt. SeineZeichnung ist nicht immer korrekt" (doch wahrhaftigmeist richtiger als bey manchem hochgepriesenenLichte der Kunst);sein Genie geht öfters insKleinliche" (gerade, im Gegentheil dürfte er aufsDetail mehrere Sorgfalt verwenden);undGanzen fehlt ihm noch viel zum vorzüglich schätz-baren Künstler." Daß und was ihm noch zumgroßen Bildhauer fehle, weißt er wohl selbst rechtunpartheyisch zu würdigen, und wird mit somanchem wackern Künstler freylich oft lebhaftgenug empfinden, wie sehr in den gegenwärtigenbösen Tagen die Kunst nach Brod gehen muß-Bessere Gerechtigkeit widerfahrt ihm in dem Lfkssu-seIschen Archive ! IV. zz.) wo seiner wirklichschönen Gruppe: Medor und Angelika, und deraus einer Muschel, wie das Küchlein aus dem Ey,stch Hervorarbeitenden Cythere, mit verdientem LobErwähnung geschiehet; wobey indessen zu bemerke»