Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
199
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Christi.

ist, daß die Erfindung dieser letztem nicht ihm-sondern seinem Schüler dem Zürcher, Heinrich Kellerin Rom gebühret.

Christi, (Valentin), Bildhauer zu Verona :Don ihm kennt man ein Marienbild in der dortigenKirche St. Maria di Citadella. Mrc.

Christian, (Jvh.), ein holländischer Kunstle-der 1647. eine Darstellung seiner Geburtsstadt De-venter gestochen hat. Ä.

Christineck, ( ) ein Maler und Kupfer-

stecher von St. Petersburg , der 1769 das Bildnißdes englischen Arztes Th Dimsdale (eincs derfrühesten Schriftsteller, der die Pockenimpfungempfahl und gründlich beschrieb), gestochen hat.

Christlin, (Margarecha). Nach einer Künst-lerin dieses Namens hat I. von Sandra« dasBildniß eines Frauenzimmers, D. M-Hendrichen,ganze Statur, von einem Hunde begleitet, ge-stochen.

Lbrisr 0, ( ) Dieser Name, als Kupfer-

stecher, findet sich auf einem Bildnisse des Dechant

I. B. de Contes, woranf sich zwey Chiffern (vonunbekannter Deutung) und zwey Devisen in denvier Winkeln befinden.

* Chriftofano auch Cr ist oforo, (Fabius).Derselbe war Mitglied der Akademie von St. Lukas1653. Lar/Li k. 576

* — — (Peter Paul). Dessen im Lexikonunter dem Namen seines Vaters Fabius Erwähnunggeschiehet. Von ihm sagtFiorillo k. 241- »Der-selbe errichtete gegen das Ende des XVII. Jahrh,(in Rom ) eine eigene Schule für die Kunst derMosaik, aus welcher nachwerts die berühmtestenArbeiter hervorgiengen, deren Meisterwerke in derSt. Peterskirche bewundert werden." Von ihmselbst sollen, neben anderm, in dieser Kirche diemosaischen Nachbildungen von Guercino's Pekro-nilla, Domenichin's Hieronymus, und Maratti'sTaufe Christi rühren, welche wirklich zu demSchönsten gehören, was man in dieser Gattungkennt. /.MrLi I. 57S. Er lebte noch 1736.

* — — ( ) ein Maler von Bo-

logna . Freylich zanken sich noch jetzt die italienischenSchriftsteller über seinen Geburtsort. Allein Lanzi

II. 2. iz. zeigt sehr gut, daß wenigstens dasWichtigere, aus welcher Schule er entsprungen sey,keinem Zweifel unterliegen könne, da man wisse:Daß er lange in Bologna gelebt, und dort aufMauern und Holz gearbeitet habe Auch erhelle diesaus einem Gemälde bey den dortigen HH. Mal-vezzi, welches in zehn Abtheilungen eine MengeHeiligen - Figuren enthalte, die, zwar roh vonZeichnung, und schwach von Färbung, dennoch ineinem Geschmacke gemalt seyen, der nicht auf diestorentinische Schule deute. Zu Bologna müße ergroßen Beyfall gefunden haben, da ihm die Haupt-altar-Tafel in der Kirche Madonna di Mazza-Rataanvertraut worden, welche noch wirklich vorhandensey, und seinen Namen trage. Dieselbe stellt Mariamit dem Kinde zwischen ihren Knieen, und einigevor ihr niederknieende Personen, aufHolz gemalt,vor. Uebrigens halten Einige unsern Künstler viel-mehr für einen Schüler von Vitale, als von Franco(wie letztres hingegen das Lexikon thut), was auchmit der Lebenszeit der beyden erstem besser überein-zustimmen scheint. Fiorillo II. 449 .

Christoferi. S. unten Christophen.

* Christofle auch Christophe, (Joseph).E'r ließ fich zu Paris nieder. setzt sein Todesjahrm i?5o. und führt nach ihm verschiedene von Gar-rabak, N. Tardieu, C- le Vasseur u. s f. gestochenehistorische Blatter geist- und weltlichen Jnnhaltsan. Eine Handschrift meines sel. Va.ers glaubt,baß auch Stephan Gantrel schon 1693. (?) nach>hm gestochen habe.

Ciamberlano. rgg

* Christoph. S. Christoph Stimmer.

* — — S. gleich oben Christofle.

* Christo phano. S. gleich oben Christo-fano.

Christopheri, (M-), eine H. Maria mitEngeln umgeben, ist mit diesem Namen als Kupfer-stecher, bezeichnet.

* Lhristophori, (Fabius und Peter Paul).S- Christofano.

*Lhristophoro. S. Christofano.

* Chronius. S. Cronius.

Chrophius. S. Crophius,

Chryselius, ( ) zwey Brüder, Bau-

meister : Der eine arbeitete um 1730. zu Mörsburg ,der andre übte auch neben dieser Kunst das Kupfer-ätzen, ward i 782 - zum dritten Lehrer der Architekturzu Leipzig angestellt- und gieng 1736. als Stifts-baumeister nach Zeiz. und M-c.

Chupin, (Ludo). So (wahrscheinlich nochverstümmelt) nennt L (1790.) einen Kupferstecherzu Paris , ohne ein weiteres Wort beyzufügen.

*Churland,( ) Kurfürstlicher Hofmalerju München um 1690. S. auch den Artikel Jak.Scharers, seines Schülers.

* Chutz. S. Schütz.

*Lhydone. S. Schidone.

Chype, ( ) ein englischer Landschaftsmaler,

nach welchem Musculus einen Mondschein gestochenhat.

* CiabiUi, oder Ciabelli, (Johann).Sein selbst gemaltes Bildniß hat Pazzi für die8erie äl iritrutti, und ein andres, des florentinischenSenators Filicaja, nach ihm, C. Mogalli gestochen.

Ciafferi, (Peter), etwa auch Smargiassogenannt, geb. von Pisa . Lan;i I. 2/jl. nennt ihnden beßten toskanischen Marinemaler in Oel undFresko. Derselbe lebte lange in Livorno , dessenLage für die Ausübung seines Talentes so günstigwar. Dort findet man von ihm theils mehrereFladen von Häusern mit Gegenständen erwähnterGattung bemalt, theils zart ausgeführte, und mitkleinen wohl gezeichneten und seltsam gekleidetenFiguren gezierte Stafeleygemälde, ebendaselbst undzu Pisa , wo sich z. B. ein solches bey dem DechantZucchetti findet, das mit 1651. bezeichnet ist.

Cialdieri, (Hieronymus), geb. von Urbino ,Geschichtsmaler, Schüler von Claudius Ridolfi-blühete um 1650. und malte im Geschmacke seinesLehrers. Von ihm sieht man eine Marter des H.Johannes in der Kirche St Bartholomaus seinerGeburtsstadt. 1. 48z. und <ir

Ciamberlano, (Joh. Chrysostomus), einMaler von Terni ; wird unter des Andreas CamasseiSchüler gezählt.

* — — (Lukas), geö. zu Urbino um 1586.„Als Kupferstecher" (sagt Rost III. zro.) »arbei-tete er bloß mit dem Grabstichel in einem leichten undangenehmen Styl; dennoch bemerkt man an denWendungen seiner Linien, daß es ihm oft an derfreyen Behandlung seines Instrumentes fehlte,welches seinen Arbeiten zuweilen eine unangenehmeAnsicht giebt. Die nackenden Theile seiner Figurenzeichnete er mit ziemlicher Richtigkeit; aber seineKöpfe und andre Aussentheile sind nicht allemal gutvorgetragen. Auf seinen Blattern liegen oft breiteund helle Lichtmassen, und seine zerstreuten Lichterbenehmen seinem Vortrage die gehörige Wirkung."Mehrere seiner Arbeiten zeigen und Rost (l. c.)letztrer namentlich sechszehn große Brustbilder vonChristus, Maria, den Evangelisten nnd Apostelnan, worunter wenigstens ein Sl. Thomas von ihm(1606.), einige andre von Dom. Falcini und Cas.