Band 
Zweyter Theil [1].
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Cimabsse.

Geburtslandes (der Mark Treviso) zum öfterstenin seinen Werken an. Er lebte übrigens meistausser demselben. Ein Gemälde im Dom vonContgliano vom I. ,49z. nennt Lanzi (l. c.) eineArbeit seiner Jugend. Nach eben demselben starber in männlichem Alter, und die Jahrzahl 1542.über einem seiner Altarblätter zu Rovjgo scheintmehr das Dat der Baute des Altares, als desGemäldes anzudeuten. Dann aber rühmt er theilsüberhaupt die Lebhaftigkeit in den Figuren undin dem Colorit aller seiner Werke, wenn solchegleich noch mit einiger Härtigkeit begleiiet waren;dann aber insbesondere ein (wenig bekanntes)Werk von ihm im Dome zu Parma , das er fürsein Meisterstück hält, und ein andres in Mariadell' Ort» zu Venedig , daß man wegen seiner An-muth in den Köpfen, der Farbenvertheilung undder schönen Architektur nie genug betrachten könne,u s. f. Im I. 1804. kam von der italienischenKunstausbeute, nach Frankreich das erste Gemäldevon ihm. )Vorme//. steL IV. p. Zlch

* ttimabue, (Johann) , geb. 1240. stammteursprünglich aus dem ansehnlichen Geschlechte derGualrieri. Fiorr'Uo (I. 26z.) hält es nunmehrfür ausgemacht, daß Giuma Pisano sein Lehr-meister war, da sich nämlich aus genauen (vonihm angeführten) Untersuchungen zeige, daß erI25Z. ( somit in seinem dreyzehmen Jahr) in dergroßen Kirche zu Assist gearbeitet habe, als Giuntaeben die Oberaufsicht über die Aus-ierung dieserKirche hatte. Eben so wird nunmehr allgemeinangenommen, daß es gleich unbegründet sey,Cimabue den ältesten italienischen Maler zu nennen,als steh hingegen Alles in feiner Person vereinigt,wenn die Frage davon ist: Von wem an, eineGeschichte der italienischen Malerey sich ohne Un-terbrechung fortführen läßt; wen man als denVater der neuern Bunst zu betrachten habe,wer der Vorläufer und Lehrer des Giotto gewesen;der dann freylich jenen Ehrennamen noch in höhermGrad verdient hatte. Eimabue bemühte sich näm-lich,,mit größerm Glück als seine Zeitgenossen,jene ältere steife Manier, welche man die griechi-sche nennt, abzulegen, und dafür die wirklicheNatur nachzuahmen. Schon Laudini, der bey-nahe ein Jahrhundert vor Vasari schrieb, rühmt(in der Einleitung feines Kommentars der Dante>,E habe zuerst die richtigen Proportionen eingeführt,und die Figuren, die bey seinen Vorgängern völligtodt waren, belebt und mit Gebährdcn erscheinenlassen. Indessen behielt er noch viel von der Weiseseines Zeitalters bey. nämlich Symmetrie in derAnordnung und Ähnlichkeit in den Physiognomien(was besonders von seinen Engeln wahr ist). Hin-gegen gab er seinen alten Köpfen ein gewissestrotziges Wesen, welches einige zwar ebenfalls deinstolzen Charakter des Jahrhunderts, andre hin-gegen, lediglich seinem eignen zugeschrieben haben,der nämlich so übermüthig und reizbar gewesen seynsoll, daß er in Wuth geriet!), wenn man an seinenWerken den geringsten Fehler tadelte. FiorilloI. c. Zu seinen vorzüglichsten bis auf unsre Zeitengekommenen Arbeiten zählt Aanzi l. 15. (der ihnden Michael Angelo seines Zeitalters, so wieGiotto den Raphael desselben nennt) eben diejeni-gen Freskogemälde zu Assist, die er — wie wiroben vernommen, und was unglaublich ist — schonin seinem dreyzehnten Jahr verfertigt haben sollte,und seine H. Cäcilie in St. Stcfano zu Florenz .Eine Madonna von ihm in der Kirche St. Mariadella Novella daselbst, hat M. Carboni (wahrschein-lich derjenige, den wir an seinem Ort MatchausLarbone nannten) dürftig genug, unter der (ebenso dürftigen Leitung von Lasinio) für die Ltruriapittrios lad. VHI. in eine Art Schwarzkunstgekratzt.

* ssimar 0! i, (Johann Baptista). So nenntLan;i lll 217 ) einen Maler, geb zu Sala amGarda-See , der um 1713. noch lebte, und alsLandschafter ziemlich geschätzt war. Ueber feine

Cipriani.

Verwechselung im Lexikon mit Eignaroli s. obenden Art. dieses letzter».

* Limarsri, (Anton). S. visacci.

Eimer! ini, (Joh. Paul), Maler und Kuprfträtzer zu Verona um 1663. Von ihm kennt maneine große Landschaft, worinn St. Christoph er-scheint. /s.

L > m 0 gli, ( ). So nennt einen ita-

lienischen Maler, nach welchem T. Bowles dieAussicht von der Brücke auf dem Kanal vonReggio gestochen habe.

* <5 inciar 0 li, (Leonhard). Dieser S. 160. desLexikons bloß durch Druckfehler sogenannte Künstlersollte Emgiaroli heißen.

* Einganelli, (Michel Angelus, auch bloßMichael), Maler, ein Schüler von Poccetti ,wetteiferte mit den beßten florentinischen Künstlernseiner Zeit. Neben anderm sah man von ihm inder Primaziale zu Pisa , unten an der Kuppel, dieGeschichte von Josua, um 1600. sehr gut gemalt.

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Clngl'aroli, ( ) eine Malerin, des im

Lexikon S. 160. (unter dem irrigen Namen Leonh.Einciaroli stakt Eingiarolii angeführten MartinCingiaroli Tochter, machte sich durch Bildnisseberühmt.

* (sl'nqui oder del Einque, (Johann).Sein von ihm selbst gemaltes Bildniß hat P. A.Pazzi für die Lsris äs Icktratti gestochen.

* Eioccha, (Christoph), dessen das Lexikon

unter dem Art. Ambras . Cioccha Erwähnung thut,war ebenfalls ein Schüler von Lomazzo. Eigent-lich ein Bildnißmaler, und wahrscheinlich keinguter Komponiste, wie; B. aus seinem St. Chri-stoph in der Kirche St. Victor zu Mailand , er-hellen soll. II. 434.

* Liocchl, (Anton). S. Eioci.

* — — (Johann Maria). Nach dem selbstgemalten Bildnisse dieses Künstlers findet sich einStich von Pazzi in den 8eris äi Räcratti.

Ciofl, (Vincenz), zeichnete mit Vincenz Mo-notti die Chorstühle der -St. Peterskirche derMönche von Caffkno zu Perugia , die RemonbFaucci auf 40. Blatter radjrte Monotti zeichnetedie Figuren und Ciofi die Verzierungen, „-w.

* Eioli oder Erollt, (Valerius), dessen im

Lexikon unter dem Artikel Jakob E. gedacht wird,arbeitete in Diensten des Großherzogs von Tos-kana, wo er zu Ergänzung der antiken Bildhauer-werke bestellt wurde. Auch kennt man nach ihmBlätter, welche eine Dekoration für die i589-.)uFlorenz gefeycrte Hochzeit der Prinzessin Christin«von Lothringen vorstellen. und L)

Etor, ( ). Nach dem ^.lmanacb cles

6eaux-/irt8 äs l'/Xn iZvz. ein damals in Paris lebender Miniaturmaler.

Ctorrt, (Johann Baptist^, ein Bildhauer vonSondrio in Veltlin, von dessen Geschicklichkeit inzweyen Kapellen auf der Straße von Sondrio gen jPastell« der Beweis gefunden wird In einer der-selben stellte er das Pfingstfest in sehr schönen Figu-ren vor. Hrmch-r'o N. 111. P. -sgz.

Etpps, (Augustin), ein Studiosus Medicin«zu Wien , hat für sein Vergnügen das Bildniß vonGerard Baron von Swieten, vermuthlich seinemLehrer, geätzt. //. und Mrc.

* Etprtanl, (Joh. Baptist), geb. zu Pistoi«i7Z2. Nachdem derselbe bereits die Anfangs-gründe seiner Kunst kannte, gieng er 1750 nachRom , wo er sich bald durch gute Arbeiten bekanntmachte; von da nach England, wo man ebenfallsvielen Geschmack an seiner Art zu malen fand.Seine historischen Gemälde waren von einer edeln