Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
203
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Cipriäni.

Zeichnung und von angenehmem Colotike; seineKöpfe geistreich und lieblich, und in allen seinenWerken zeigte sich ein zarter Schönheitssinn, dener sich durch das Studium der Antiken erworbenhatte. Einige indessen hielten, in Ansehung derZeichnung, eine nähere Untersuchung kaum aus.In spätern Tagen trat er, mit eben so viel Glück,fast einzig als Kupferstecher auf, und arbeitete auchin seiner neuen Kunst, sowohl nach seinen eigenenErfindungen, als nach andern, zwar sich nichtimmer gleich, doch nicht selten mit Meisterhand.Er starb zu London l? 85 . oder 86. Die sowohlvon als nach ihm, in England, Frankreich undDeutschland gestochenen Blatter, findet man beson-ders bey S. und in den Gantkatalogen von Bran-des und Minkler verzeichnet, wovon, was dieerster» betrift, der Tod der Cleopatra nach BenvEellini, und die (seltnen) Köpfe aus CromwellsZeit, von den letztem hingegen die von Bartolozzi nach ihm gearbeiteten, zu den bedeutendsten gehören.Rost IV. 21516. Ein nach seiner und T. Hear-ne's Zeichnung von Bartolozzi , Byrne und Pouncy( 1794 .) gestochenes Blatt: Adam und Eva imParadiese, nach Milton, wird im Journal fürbildende Rünste II. 12627. gut beurtheilt.

Cipriani, (Joseph). So neiit //. einen Maler,nach welchem C. Faucci einen St. Franzisk vonAssisi mit dem Kreuz in der Hand gestochen habe.Wir besorgen indessen, daß auch dieser Name,wie so viele bey apokryphisch seyn, und der-selbe mit Johann Baptist die gleiche Personseyn dürfte.

* (Sebastian), der Baumeister, dessenim Lexikon ebenfalls unter dem Art. von JohannBaptist Erwähnung geschieht. Nach ihm kenntman das in Rom zu Ehren des Pohlnischen KönigsJohann UI. errichtete Leichengerüst, von P. undF. Bartoli; ein andres zum Gedächtniß des H.Ignatz, von G. Frezza, und ein drittes, des Kar-dinals Bolognetti, von Cipriani selbst gestochen, /f.

, ( ) ein uns bisher ganz unbekannter

Künstler dieses Namens, nicht unwahrscheinlichJoh. Baprista's Sohn und Raphael Morghen's Schüler, hat, unter der Aufsicht des letztem, 1805.ein Ecce Homo nach Guido gestochen, welches vondem Journal für Litteratur und Runst I V. 364.ein durch Schönheit, Kraft und Vollendung aus-gezeichnetes Blatt genennt wird.

* Cirano oder Cerano, ein Beyname vonI. B- Crespi.

Circe , ( ). Mit diesem Namen ist, nach

ein kleines, in Schwarzkunst geschabtes, weib-liches Brustbild bezeichnet.

* Circignano oder Circignani, (An-ton), dessen im Lexikon unter dem Namen seinesVaters Erwähnung geschiehet. Lanzi (I. 20z.500501.) nennt ihn einen Schüler seines gleichfolgenden Vaters und des Ritters Roncagli, nachdessen Manier er den Styl des erstem verbesserthabe; überhaupt aber einen wackern, obgleichwenig bekannten Künstler, von welchem man auchArbeit in seiner Geburtsstadt Pommerancio, dannzu Rom in den Kapellen Transpontina und allaConsolatione, und endlich zu Civita di Castellofinde, wo er einen Theil seiner beßten Jahre zu-gebracht habe, und ein Altarblatt von ihm in derdortigen Kirche della Concezione zu sehe» sey, wel-ches man eine Mischung von Barocci und Ron-cagli nennen könnte. Florenz besitzt von ihm:Christus in der Wüste, von Engeln bedient, imRefektorium der PP. Camaldulenser, dann dieFresko - Gemälde (?) unter dem Porticus des Spi-thals von St. Maria Nova, deren eines (Christusunter den Lehrern) in der Ltrurls picrrioe l'ab.I-XVHi. von Ferd. Gregori (geistlos genug) ge-stochen ist.

* (Niklaus), genannt Pommerancio.Lanzi (l. 203.) hält ihn für einen Schüler von

Cittadini. roI

Titi, bey dem er in dem größer« Saal lmBelvederegearbeitet habe. Er kam schon sehr jung nachRom, und brachte dort unter der Regierung Gre-gors XIII. und Sixtus V , seine meiste Lebenszeitzu. Doch sieht man auch einiges von ihm inseiner Geburisstadt, von welcher er seinen Bey-namen trug. In verschiedenen seiner Arbeiten zuRom , wie z. B. in der Kuppel von St- Puden-ziana zeigte er sich weit geschickter, als es sonstdie Praktiker seiner Zeit zu seyn pflegten. In-dessen trennt ihn Fioriüo I. i6t. wohl richtiggenug einen sehr geübten Maler, dessen größtesTalent aber in der schleunigen Ausübung bestuhnd,und der leider r eine große Schule von Seinesgleichen gestiftet habe, unter welche er (wie manaus einer Stelle bey Lanzi I. 0. <47 schließenkann) die Arbeiten in den Sälen des Vatikans,ungefähr so wie der Hauptgesell einer Tapetenfabrikaustheilen mochte. Der Gantkatalog von Bran-des führt nach ihm eine fitzende Libylle von I. Epi-scopius, und ein Holi nie tan^ere, mit Loratioö. kecit 1742. bezeichnet, an.

Cirello, (Julius), gebort«, zu Padua , einSchüler von Lukas Ferrari, in dessen Manier erarbeitete, und, so wie Lanzi II i. 175. bemerkt,in seiner Vaterstadt den Geschmack der Bolognesi-schen Schule noch ein wenig unterhielt. Dochscheint dieser Schriftsteller kein Großes aus ihmzu machen. Die Zeit seiner Blüthe setzt er insÄ. 1697.

Ciriacus, ( ) von Ancona , wird als

einer der ersten genannt, der auf seinen vielenReisen um 1423. verschiedene Kunstwerke des Alter-thums zusammenbrachte. S- Mehus Vorrede zudesselben Itinirarium bey MrLMcüM 8 crittorlä'ItallL I. r. 632.

Cironi, (Samaritana). So nennte, eineKünstlerin, welche den Altar der ägyptischen Göt-tin für Zanerri's Werk von den Statuen zuVenedig gestochen hat.

* Cir 0 pher. S. Aro Ferri.

* Litermanns, (I.). Dieser Name ek-scheint als des Malers unter einem von Moringestochenen Bildnisse des Herzogs von Gujseaber glaubt wohl nicht ohne Grund, daß damitIuftus Hmermann gemeint sey.

Lirra di Castello, (Franz da), ein Maler,von welchem man in der Kirche der Conventualendes Orts dieses Namens ein Altarblatt sieht,welches die Verkündigung vorstellt, wird für einenSchüler von Peter Perugino gehalten. La»«-

1. Z?o.

* Cittadella, (BartholoMe), Nach LanziII. i. 179 entweder ein Schüler von Jul. Carpioni,oder desselben Mitschüler bey Padoanino, immeraber (sagt er) an Geschicklichkeit unter Carpioni.

* Cirradini, (Angelus Michael, Carl und

Johann Baptist«), drey Söhne von Peter Franz,deren im Lexikon unter dem Art. ihres OheimsCarl des Aeltern gedacht wird, nannte Albano,wegen dem Kunstzweige, den sie fast ausschließendtrieben, Frucht' - und Blumenkrämer. II.

2. 20l.

* (Cajetan und Johann Hieronymus),Söhne Carls des Jüngern, deren im Lexikon eben-falls in gleich vorhin erwähntem Art. gedachtwird. Nach Lanzi (I. c.) scheint letztrer nahe bisan unsre Zeiten gelebt, und den Ruf eines geschick-ten Künstlers in seiner Gattung verdient zu haben.

* (Peter Franz), Vater und Großvaterder Vorgenannten, auch der Mailänder genannt,der sich aber in Bologna niederließ, und als Stiftetjener ganzen Frücht - und Blumenmaler-Familieanzusehen ist. Lanzi (II. 2. 15z), der sein Alterauf 65. Jahre setzt, sagt von ihm:Daß einigeseiner Arbeiten (die er übrigens ebenfalls ihrer be-

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