Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
206
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so6 Clemens.

Im I. l? 37 . begab er sich nach Berlin , um einegroße Platte nach Jos. Cuninghams Gemälde zusteche»/ welches Friedrich den Großen zu Pferde/von allen seinen Generalen begleitet/ vorstellt.Dieses Blatt vielleicht erwarb ihm die Ehre/ auchvon der Königl. Preussischen Akademie der Künste zu ihrem Mitglied ernannt zu werden. Dessen un-geachtet soll er in Berlin mehrere Unannehmlichkeitenerlitten haben, wozu dann noch das Unglück kam/daß er dort seine Frau verlor / welche eine gutePastellmalerin/ und überhaupt eine Zierde ihresGeschlechtes war. Dieß alles bewog ihn/ nachKopenhagen zurückzukehren/ wo er im I. iZoz.noch lebte/ und zwar nicht in dem Rufe einesStechers vom ersten Range/ aber doch einesKünstlers stand/ dessen Grabstichel wegen seinerKraft und Nettigkeit große Wirkung thut. Unterseine schönsten Arbeiten gehören / neben dem schonoben angeführten Stücke/ eine gemeinschaftlich mitBradt in englischer Manier gearbeitete große Land-schaft nach Juel, und mehrere Bildnisse nach ebendemselben; dann ein Sokrates in Betrachtungenvertieft / indeß sein Genius dem Neide den Mundverschließt/ nach Abilgaard, u. a. von Vi. undRost (II. 346 — 4 ?.) Angeführtes. Von seinenältern Arbeiten s. auch Meusel II.

Clemens, (Madame), des obigen KünstlersGattin. S. den vorhergehndeu Artikel. Sie arbeiteteeigentlich bloß als Dilettantin; indessen hat Christ.Schule nach ihr das Bildniß eines ns. I. altenGreifen gestochen. VV

— — ( ). So nennt der winklersche

Katalog einen Maler und Zeichner aus der Schweiz ,nach welchem Descourtis zwey schöne Blätter inAquarell: Eine Alpenausficht von Worb , undSchedau am Thunersee geliefert habe.

Llemenre, (Stephan Maria), ein Bildhauerin Holz; arbeitete um 1740. vieles für die Kirchen

Turin und in dem Herzogthum Piemont. Lau-toll

* Element in«, (Johanna Maria). IhrBildniß des Kardinals F. C. V- M. Ferreri hatCasp. Maffi (1729.) gestochen. V 5 .

Clener, ( ) ein Künstler, gebürtig von

Arles, hatte sich lange in Italien aufgehalten, woihn W. Tischbein gebrauchte, um einen Theil derbekannten Äasenzeichnungen zu verfertigen. Im I.1804. lebte er zu Marseille mit wenig Aussichten,als ihm dort H. Millin den Auftrag ertheilte,für ihn die Alterthümer von Arles u. s. f. zu zeich-nen , und ihn sodann zu sich nach Paris zu beschei-den gedachte,

Cle o, (Hans), Lehrer in den freyen Zeichnun-gen bey der Akademie zu Kopenhagen i? 54 .

* Cleophanrus. Derselbe hatte den Bey-namen Monocromaros. Hkc.

* Clerc, (Adam le). S. Adam de Llerk.

— — (Anton le), vermuthlich Vater undSohn, Kupferstecher zu Lyon , zu Anfang desXVIII. Jahrh. Mrc. S. auch den gleich folgen-den Artikel.

— — (A. le). So nennt Vk. einen Kupfer-stecher von Äbbeville, der aber zu Paris gearbeitet,und nach verschiedenen Meistern gestochen habe.Ausserdem führt er von ihm, ohne Namen desMalers, ein Bildniß des Droguisten Peter Poncetan, das mit A. le Clerc der jüngere unterzeichnetist; was denn vermuthen läßt, daß hier von demvorhin angeführten Abraham le Clerc dem Sohndie Rede sey.

* — . — (Benedikt Niklaus), des nachfolgen-den berühmten Sebastians dritter Sohn; derselbewurde gemeiniglich le Clerc des Gobelins genannt.F.orillo III. 356.

* — — (David le), des unten folgendenJoh.

Clerc.

Friedrichs Sohn. Auch I. I. Haid hat nach ihmmit dem Grabstichel gestochen, Vk.

* Clerc, (G. le), ein Stempelschneider, ver-muthlich Davids, und des unter seinem Artikelim Lexikon enthaltenen Jsaaks, ebenfalls einesStempelschneiders, Vater. Von einem solchennämlich führt Hakler eine Schaumünze auf dieStadt Basel , in Thalerform, vom I. 1691. an.

S. seinetwegen auch den ebenerwähnten Artikel imLexikon, der von seinen Söhnen handelt.

— — (G. H-le). So nennt IV. einen Maler,der um l?n. arbeitete, und nach welchem I. G.Wolf ein Bildniß Ludwigs von Knesebeck gestochenhabe.

— — (Heinrich le). So nennen L und derWmklerfche Katalog einen Maler von Brüssel,der im XVII. Jahrh, lebte, und nach welchemM. Greuter eine Auferstehung Christi gestochenhabe.

— » (Jakob Sebastian). Vermuthlich des imLexikon unter dem Artikel Sebastian le Clerc ent-haltenen Benedikr Niklausen Sohn, Maler, !und Professor der Perspektio an der KöniglichenAkademie zu Paris , starb um i? 85 . MeuselMiscell- XXV. S. 6s.

* — — (Johann le), der im Lexikon unterdem Art. des alten Johann le Llerc's von Nancy erscheint. VV sagt: Daß derselbe sich Msrckanätailleur ä'Histoires genennt habe, und führt vonihm zwey Werke in Holz geschnitten an; nämlich :

I.e livre de Arn» OonLLrrr, 6eneulo§ie des koisde krance, ^ comprls Henr^IV. en 14. keuilles.kol. 1595. und: le 8^mbole des Hpütres en is.estampes, nach einem unbekannten mit einem ver-stümmelten X. und k. bezeichneten Meister an,welchen Papillon (zwar irrig) für Nicl. Poussin hält.

* — — — — starb in seiner VaterstadtNancy . L der (man weißt nicht woher) behauptet,daß derselbe den Namen des Jungen trug, führtein Paar Bildnisse nach ihm, ohne Namen desMalers an; überdies soll er nach verschiedenenMeistern, wie z.B. nach A.Bloemaert, N. Bollery,

F. M. Pescius, Guido Rheni und Carl Sara-cenus gestochen haben. Von seinen Werken alsMaler dann findet sich ein Verzeichniß in Calmer'sLibliotlieqne I^orrains 1 . IV. p. 286 .

* — — (Johann Friedrich), dessen im Lex.unter feines Vaters Davids (nicht Johanns, wieVf. irrig glaubt) Erwähnung geschieht. Derselbekam mit gedachtem seinem Vater aus Englandsehr jung nach Frankfurt am Mayn, wo er bis1763. verblieb, und alsdann nach Zweybrücken ^gieng. Man kennt nach ihm zwey Blätter, welche !die Illumination bey der Kaiserkrönung von 1741.und 42. vorstellen, von Ebersbach, und das Titel-blatt für das Krönungs - Diarium Franz I. vonM. Roesler gestochen.

* — — (Laurenz), des berühmten Sebastianle Clerc Vater (dessen unter desselben Artikel imLexikon kürzlich Erwähnung geschieht) starb 1695-im logten Jahr seines Alters. Mrc.

* — — (Ludwig Augustin), des berühmtenSebastians zweyter Sohn , war Königl. DänischerBildhauer, und Professor der Akademie zu Kopen-hagen von 1751. bis 1777. Nach seiner Zeichnunghat I. M Preisler (1766.) den Königl. Platz zuFriedrichsstadt gestochen. Vs. und Illsc.

— — (Niklaus). S. de Clerk.

* — — (Sebastian). Nachdem derselbe beyseinem Vater die Anfangsgründe der Kunst gelernthatte, kam er, namentlich auch mit schönen Kennt-nissen in der Mathematik, Perspektiv und Archi-tektur ausgerüstet, nach Paris , in der Absicht,dort eine Stelle bey dem Jngenieurskorps zusuchen; allein Carl le Brun riech ihm, sich eiM