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Cochin.
wo seine: IVlurlüe sie vlllsF« nach N)atteau einHauptblatt heißt. Bildnisse von ihm werden nurzwey, (des Bildhauers Jak. Sarrasins und Eust. leSueur, nach den Zeichnungen seines Sohns CarlNicl.) genannt, welche beyde er für seine Aufnahmein die Akademie verfertigt hatte. Gemeinschaftlichmit eben diesem Sohn arbeitete er an den Blattern,welche verschiedene Gegenstände aus dem HauslebenLudwig XV. vorstellen. Mrc.
* Cochin, (Carl Niclaus), Sohn, geboren zuParis nach einigen r?lz. nach andern 15. undeben das. gestorben nach einigen 1788- nach andern(wohl richtiger) 1790. Diesem berühmten Künstlerwaren die glücklichsten Anlagen zur Kunst angeboren,und sowohl von seinem Vater als von seiner Mutter(Mar. Magd. Hortemcls) erhielt er zugleich mitseiner übrigen Erziehung den ersten Kunstunterricht.Seine Reife in Italien dauerte von l?ä9—S». Nachseiner Rückkehr erhielt er sofort eine Stelle bey derKönigl. Akademie, ohne für die Aufnahme eineeigene Arbeit geliefert zu haben. Er war ein ebenso verständiger Zeichner als Stecher. Seine ge-atzten Blätter werden vorzüglich gesucht. SeinWerk ist eines der beträchtlichsten, da solches über1500. Stücke enthält, wovon ns- Bildnisse inMedaillon der berühmtesten französischen Gelehrtenund Künstler seiner Zeit enthalten, die fast alle seineFreunde waren, da er selbst, neben seiner Kunst,einen großen Umfang mannigfaltiger gelehrterKenntnisse besaß. Die genaueste Uebersicht seinerWerke, d. h. seiner eigenen Blätter sowohl, als alledessen was, von über 80. Stechern, nach seinenZeichnungen geätzt und gestochen worden, findetsich allerdings in dem OatksioAus sie 0. AvMbert8. Uaris 7770. die vollständigste aber, bis nahe anseinen Tod fortgeführte und systematisch gereihetebey L und endlich bey Rost VIII. 68 — 7 ». einegute Auswahl derselben. Man kennt die 16. großenBlätter chinesisch-historischer Gegenstände aller Art,welche von den dortigen Mifsionairs Attiret, Sikel-bar und Castilione gezeichnet, und auf Verlangendes Kaisers von China in Paris gestochen worden.Die Leitung hievon ward unserm Cochin aufgetragen,der diese Arbeiten unter die beßten Künstler seinerZeit, Aveline, St. Aubin, le Bas, Choffard undsich selbst vertheilte. Zu denselben that er um 1792.noch zwey hinzu, welche von ihm selbst nach derNatur gezeichnet waren, beyde von dem Seehafenzu Rotten, von zwey verschiedenen Seiten anzu-sehn. Gestochen sind diese beyden von einem unbe-kannten Meister, unter Aufsicht von le Bas undChoffard. Mensel lJ- Misc. XIV. 671. et seg.wo sich eine detaillirteBeschreibung aller 13. Blätter,mit dem verdienten Lob dieser nicht genug geschätzten-Meisterwerke der französ. Gravur befinden, wovondas Blatt anfänglich aus erster Hand nicht mehr als8. L. kostete. Da man sich verpflichtet hatte, dieStiche, so wie sie fertig und abgedruckt waren,nach Pecking zu senden, so konnten sich Liebhaberkeine Abdrücke verschaffen. Nur eine kleine Anzahlderselben wurde für die Königl. Familie und Biblio-thek zurückbehalten; was denn bekanntlich den Ku-pferstecher Helmann bewog, kleinere Kopien davonzu verfertigen. Seine eigene vortreflichste Arbeitbann von hohem dauerndem Werthe sind die nachVernet von ihm geätzten, und von le Bas mit demGrabstichel beendigten Prospekte englischer See-hasen. Indessen ist es nicht minder wahr, wasRost l. c. sagt: „Wenn dieser geistvolle Künstlerauch weiter nichts gemacht hätte, als die großeMenge von Titelkupfern, Anfangs- und Schluß-vignetten, und andre Bücherverzierungen, so wärees schon genug, ihm einen bleibenden Ruhm zuverschaffen." Denn in der That, es giebt geschmack-volle Kleinigkeiten, welche — sehr breite Plattitüdesmerklich aufwiegen. Auch als Schriftsteller endlichist Cochin von seinen ausländischen Zeitgenossen beyWeitem nicht nach Verdienst gewürdiget worden.Wenn z. B. seine Voz/aZes si'Italie z. Vom. 8.I>ari8 7s8. bald auf allen Blättern unausstehlicheUnrichtigkeiten (bisweilen nicht bloß von der Stelle,sondern selbst von dem Innhalt eines Kun stwerks)
Cock.
enthalten, so waschen hingegen die Urtheile derweit mehrern spätern italienischen Kunstreisc-Beschreiber den seinigen nicht die Füße; und einEiniges klares Wort voll Sinn und Geschmack vonihm, sagt und lehrt uns unendlich mehr Wahres,als so manche, aus der Luft ihres Eigendünkelsgegriffene Sermon der dunkeln Männer von neuesterzumal deutscher Art und Kunst. Neben dieser Reise(bemerkt Rost l. c. 67. sehr wohl), kann man unsersKünstlers Observatious sur los Xntlguites si'ller-culsnum 8. ?aris 754—55- welche er, vereinigt mitBellicard ans Licht gestellt, als ein Geitenstückder erstem betrachten, welches in dieser zweytenAusgabe noch den Vorzug sehr schöner Verzierungenhat. Das vollständigste Verzeichnis seiner kleinernSchriften findet sich in Ersch brance littersirs,dem jedoch noch beyzufügen ist, daß dieselben, nebstmehrern andern, unter dem Titel: Oeuvres sii-verses sie Ülr. tTocüür, ou stecueil sie guelguespieces coneernant les g.rts, Z. Vorn. 8. karis^i.vereint erschienen waren. Nach Ersch (I. c.) trugCochin auch den Titel eines Oeuseur U.oznl (verstehtsich wohl in seinem Fache).
Cochin, (D.) Ein Stempelschneider, vondem wir aber nichts anderes als die Schaumünzekennen, welche die Bürger-Repräsentanten zu Genf in 1763. ihren 24. Commiffairs zu Ehren prägenliessen. Haller.
* — — (Natalis)', dessen im Lexikon amSchlüsse des dortigen allgemeinen Artikels derCochin gedacht wird, Muß nicht mit dem nachfol-genden Aiklaus vermengt werden, dessen Bruder(nicht Vater, wie Fioriuo III. 379. meynt) er viel-leicht seyn mochte. Wenigstens war derselbe eben-falls von Lroyes gebürtig, und arbeitete mehrereJahre (1670. u. s. f.) zu Paris . Alsdann gieng ernach Italien, und stellte zu Venedig (wo er, nachEinigen, auch gestorben ist) mehrere Werke ansLicht. Ob dann A. R- Cochin, der mit ihm anden bekannten Isbellis selectis der Car. Carhar.Patin arbeitete, dieses kZaralis Bruder war, wiedas Lexikon!. 0. meynt, ist uns unbekannt. Nochführt A. von dem unsrigen ein Bildniß des Dichtersund Tonkünstlers Georg Hubert von 1667. und dieAufhebung der Belagerung von Wien mit i68Z.datirt an, und bemerkt: Daß er dann tpeiters nachmehrern (großen) Meistern, die er nennt, gestochenhabe.
* — — (Niklaus), dessen das Lexikon unterdem allgemeinen Artikel der Cochin gedenkt, geb. zuTroyes in Champagne 1619. und gestorben zu Paris gegen End des XVII. Jahrh, (nicht des XVIII. wiees irrig bey Rost VII. heißt). Er hatte sich zuParis niedergelassen, wo er eins große MengeBlätter, sowohl nach eigener Erfindung als nachandern Meistern lieferte. Sein Geschmack nähertesich dem von Callot , für dessen wirklichen Schülerer von Einigen gehalten wird, und er war in kleinenFiguren glücklicher, als in denen von einer gewissenGröße. Rost i. c. und L führen eine Anzahl seinerBlätter von eigner Erfindung (das erste mit M 5 -datirt) letztres dann auch die Namen von ein DutzendMeistern an, nach denen er gestochen hat. SeineGegenstände sind, wie Callots, von sehr verschie-denem Jnnhalte: H. Geschichte, Feldschlachten,Landschaften u. s. f. Namentlich hatte er auch indie Werke von Beaulieu, und Vulson de la Colom-biere gearbeitet. Aus welchem Grund Fiorillo IH-379. und das Lexikon ihn ohne Weiteres für denVater des ältern Carl Lliklaus halten, ist unsunbekannt. Letztres spricht dann von einem (unge-nannten) Bruder desselben, der sich zu Venedig fttzw/Landschaften u. s. f. malte, welcher wohl kein andrer/als der vorhin genannte LZaralis seyn dürfte-
Cock, (Fr. de ), ein Domherr und Kunstlieb-haber zu Antwerpen um 1690. G. Edelink hat dasBildniß des Grafen von Kaunitz, C- Vermeulcndas des Barons von Lock, und Ertinger das desBischofs von Antwerpen , I. B. von Beughen nachihm gestochen. L