Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
212
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Coolen.

Coolen, (Thomas van), ein Maler, lerntebey Franz Floris .

Cooler, (Georg), ein deutscher Kupferstecher,arbeitete um 1623.

Coenen, (F.), ein Bildnißmaler, nach wel-chem I. Körnlern 1741. das Bildniß des ArztesIoh. Herm. Degner gestochen hat.

Coenraad, (D.), ein niederländischer Land-schaftsmaler, wird in P. Lalkoens Katalog 33.angeführt.

Coentgen, (Georg Joseph , oder Heinrich),ein Kupferstecher von Mainz gebürtig, verheyratheteund setzte sich zu Frankfurt am Mayn. Man hakvon ihm das Bildniß von Friedrich Carl von Erchal,Churfürsten zu Mainz , und ein andres Blatt, wel-ches das H. Sakrament vorstellt, beyde ohne Namendes Malers. S. auch den Art. Elisabeth« Mund,seiner Cheftau. Hüsgen S. 206.

Coesem, ( van), ein junger, wahrschein-lich brabantischer Künstler, von dem wir indessennichts anderes wissen, als daß man bey der öffent-lichen Ausstellung der Industrie-Produkte des De-partements der Scheide, welche während der An-wesenheit des ersten Consuls zu Antwerpen im Sept.1803. statt fand, von seiner Arbeit sah. Mrc-

*Coesermann, ( ) hieß Johann. M-c.

Coeur, (Ludwig le). So nennt eine Hand-schrift meines sel. Vaters einen Kupferstecher, dernach Mouchet gearbeitet habe, ohne Weiteres vonihm zu bemerken.

Loffiner, ( ) wird im ^Imsnsck äes

Lesux-^rts von Igoz. unter den damals in Paris lebenden Baumeistern, und von ihm ein kleinesHaus bey Auteuil als seine Arbeit angeführt.

Cogel, ( ) ein geschickter schwedischer

Maler; hielt sich lange Zeit ausserhalb Landes auf,und arbeitete um 1770. zu Lyon .

Cogoran», (Anton), ein Historienmaler zuBologna ; lebte vor der Mitte des XVIII. Jahr-hunderts. Kattr I. x. r8S.

* C 0 iffr e, (Benedikt). Man hält ihn für denLehrmeister von Jsmael Mengs. Dieser Künstlersoll sein Leben über hundert Jahre gebracht haben.

Coignard, (S.) So nennt LValpole einenfranzösischen Kupferstecher, der zu Anfang desX VIII. Jahrhund. zu London , neben anderm nachKneller, gearbeitet habe.

* Coigner, Coinguet, auch Corigiet,(Egidius). Nach ihm führt verschiedene vonI. Matham, und I. und R. Sadeler gestochenehistorische Blätter des geistlichsten und des welt-lichsten Jnnhalts an; dann auch zwey, welchekeinen Namen des Stechers tragen; nämlich: Su-sann« mit den beyden Alten, und: Eine nackteFrau, die auf einem alten Manne reitet; wahr-scheinlich eine Nachahmung der bekannten altenBlätter: Sokrates und Tantippe. Der LVinkler-sche Katalog nennt sein Abendmal von Ioh. Müllergestochen, für Maler und Stecher ein Kapitalblatt.

Lorgnon, l, ( ) ein Bildhauer von Lüttich ,

war in Basreliefs sehr berühmt. Seine Wittweverkaufte sechs dergleichen historische Stücke an denPrinzen Carl von Lothringen, Gouverneur deröstreichischen Niederlande , um 300. Souverains-- or. Mensel Miscell. XV. isi.

Coigny, (Gabriel Augustin, Graf von), fran-zösischer Marsch«! de Camp, ein Kunstliebhaber.Von ihm kennt man zwey geätzte Blätter: Dieäussere Ansicht des Begräbnisses der Dalois zu St.Denys, und eine andre des Donjon zu Vincennes ,von 1715. datirt. L

— S. Lotn/.

Colasius.

* Csinrne. Der antike EdelsteknschneidersollNach Murr (S. 60—6s.) nicht so, auch nichtLoenus, sondern Loinus heissen. »DieserKünstler" (sagt er) »scheint für Correktheit derZeichnung, sich den Appollonides zum Vorbild ge-wählt zu haben, dessen Schüler er vielleicht war.Er lebte zu den Zeiten des Kaisers Hadrian. SeinAdonis befindet sich gegenwärtig im Kabinette de-Fürsten Wenzel von Lichtenstein zu Wien .

C 0 ing, ( ) ein Kupferstecher, der, gemein-

schaftlich mit Simon, nach I. Vivier, die Fabelnvon la Fontaine gestochen hak.

Cointereaup, (Franz), wird im Limsnscl»äes Leaux-Hrts von Igoz. unter den (damals imSchloß Vincennes ) lebenden Baumeistern, und zu-gleich als Professor der Rural-Architektur angeführt.Zwischen 1790. und 99. schrieb er Mehreres überdiese Kunst, das in L»Lc/r krance lltteralre vtttzeichnet ist.

Corny oder Coignp, (Madame), Kupfer,stecherin zu Paris , arbeitete an den Blattern, welcheC- p. Landon zu den Vles et Oeuvres desxemtres les xlus celebres äs toutes les «soles4. karis 1803. in einfachen Umrissen herausgab,mit vorzüglicher Richtigkeit der Zeichnung und desGeschmackes. Akc. — In dem Lours kistoriqueet elementsire äs?eivture, ou Oalerie completteäu lUuseum central «le krsvce I.lvr. 18 et iy<findet man von ihr ein gemeinschaftlich mit Gode-froy gestochenes Blatt: David, mit Goliaths Hauptnach Guido. Auch im ^lrnansck «les Keaux-Httsvon 1803. erscheint dieser Name unter den damalszu Paris lebenden Kupferstechern, ohne jedoch zubemerken, daß es ein Frauenzimmer sey.

Loison oder Colson, ( ) ein Maler zu

Paris . Unter diesem letztem Namen führt /f. ver-schiedene Blätter, theils Bildnisse (Ioh. NiclausServandoni, Fr. Ball. von Augustenburg Gou-verneur von St. Domingo und die SchauspielerinAngelika) theils Costume-Stöcke (wie;. B Ue^ouis-sancesäe 1 a?six) an, welche N-Dupuis, Halbvu,Leveque und Miger nach ihm gestochen haben; wasdenn ungefehr die Zeit, worin er lebte, bezeichnenmag. Der Gantkatalog von Brandes kennt auchnoch von ihm: Kbs slsepinA keaut^, von Jos.Wilson geschabt. Neben dem ist es wahrscheinlichder nämliche, den eine Handschrift meines sel. Vaterseinen schlechten Maler und noch schlechtem Schrift-steller nennt, der in einem zu Paris 1775. erschienncnen Pamphlet: Observstions surles ouvrsAesexposes au 8sllon «lu I.ouvre, ou I.ettre a Nr.Is Oomts äs ***, die Arbeiten der damaligenAkademistrn sehr verächtlich beurtheilt hatte.

Cok, (I. M.), ein Gesellschaftsmaler, wird inp. Calkoen's Katalog 34. angeführt.

* Cola, (M.Januarius di). Seine und seinesMitschülers Stefanone gemeinschaftliche, meistweitschichtige Werke in Fresko hatten große Aehn,lichkeit; dann aber auch wieder Verschiedenheit;bey dem unsrigen bemerkte man Genauheit, Fleißund Anstrengung, die damaligen Schwierigkeitenachter Kunst zu überwinden; daher denn freylichseine noch vorhandenen Arbeiten etwas mühsam er-scheinen. Lanzi 1 .58s. Zu denen zugleich mit Ste-fanone ausgefertigten in Fresko gehören: DasLeben St. Ludwigs Bischofes von Tolosa, welchesihr Meister, Fr. di Simone angefangen hatte, u»deben so Mehreres aus dem Leben der H. Jungfrauin St. Johann von Carbonara zu Neapel . Dannhat Cola (Dominier I. 73.) auch Verschiedenes «nOel gemalt, was noch jetzt unversehrt aufbewahrtwird. »Darunter" (sagt Fiorillo II. 756) »zeichnnet sich ein Altarblatt aus, worauf er die MutterGottes, trauernd über den Tod ihres Sohns,dessen Leichnam sie an ihrem Busen hält, abgebildethat. Einige weinende kleine Engel, die diese Szeneumgeben, sind mit vieler Grazie gemalt.

Colasius, ( ) So nennt einen Bilbk