Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
222
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Lsr Coot 'ke.

Marine, berwinklersche Katolog aber sechs kleineBlätter, einen Sommer und einen Winter, nebstvier Marinen, mit V. v. 8. keck bezeichnet,kennt, welche mit einer sehr zarten Nadel gear-beitet seyn sollen.

Coorke, (Ad.), ein Vögelmaler, um i6oz.Bernourlli I. zu.

*Coornharr. S. Boornhert.

Coosemans, (Alexis), ein Niederländer;malte um i6zo. FrüchteStillleben u. s. w. Mansiehet eines seiner Gemälde in der KK. Bilder-Galerie zu Wien . ^c.

Coorrvyck. S. Cotrvick.

Copernikus, (Niklaus). Dieser großeAstronom, geb. zu Lhorn 1473. und gest. 1545 -soll selbst die Figuren zu seinen Werken gezeichnethaben.

Copley auch Coply, (Johann Singleton).Derselbe war in den Jahren 1780—88- als dervornehmste damals in England lebende historischeBildnißmaler bekannt. Von ihm ist das berühmteGemälde: Lord Chatams Tod im Parlamente,welches Bartolozzi nach ihm gestochen, und ebenso vielen (unverdienten) Tadel als (ungemessene)Bewunderung erfuhr. Ebenso: Die Belagerungvon Gibraltar, welche er für die Stadt London gemalt hat. „Die Genauigkeit dieses Künstlers"(heißt esin Meusels Museum IV. 27.) »gehtbey seinen Arbeiten so weit, daß, wo es derGegenstand erfordert, ihm ganze Kompagnien Sol-daten, mit Gewehr und Lederwerk, in seiner Kunst-werkstatte zum Modell stehen müssen." Mehrerenach ihm schon in den 1 .1778— 8 Z. u. s- f. von V.Green, W. Humphred, H. Kingsbury, undPiquenot, theils gestochene, theils vortreflich inEchwarzkunst geschabte historische Blätter sowohlals Bildnisse, führen L) und der WinklerscheKatalog an. In neuern Tagen (130z.) hatDun-karton nach ihm die Bildnisse des Lord Spencer'sund des Ministers Addington gestochen.

Coppa, (Stephan), Kupferstecher und Kup-feratzer, geb- in Italien um 1750, blühete zu Rom 1776. Er war ein Zeitgenosse von Jos Perini,und hat, nebst demselben, verschiedene Skatüen ausdem Museum Clemcntinum gestochen. Von seinenübrigen Stichen kennen wir nur seine Himmelfahrt,nach dem Deckensiücke der Kapelle Sacchetti, inder St. Johanns-Kirche der Florentiner zu Rom ,nach Joh. Lanfranco. Rost II. 256.

— — ( ) ein mailändischer Landschafts-

maler, Schüler von Alex. Magnasco, wird vonLanzi (II. 1. 475-) bloß im Vorbeygang angeführt.

ssoppel, ( ). So nennt einen sonst

unbekannten Kupferstecher, der nach Vicentini dieantike Stadt Amelia gestochen habe.

ssoppens, (A ), ein niederländischer Land-schaftsmaler; arbeitete zuweilen in I. Mile histo-rische Gemälde Man findet auch von ihm eineLandschaft in der Coüegiats-Kirche St. Gudulazu Brüssel , a'e Dann kennt

/s. unter seinem Namen (ob vielleicht von ihmselbst geätzt?) zehn Aussichten von Brüssel .

* <toppr, (Jakob), di Meglio genannt.Man hält ihn für einen Schüler des von Dasarimehrmals ganz kurz angeführten Michel's. Wegenseiner Gemälde in Santa Croce zu Florenz wirder von Borghmi sehr übel mitgenommen; „und"(sagt Lan^i I. 198) „wenigstens in Absicht seinesdortigen Ecce Homo, mit Recht; da sich darinnalle Kunstfehler seines Zeitalters vorfinden " Weitbesser hingegen findet eben dieser Schriftstellerseine schon im Lexikon angeführte Erfindung desSchießpulvers, und eine Familie des Darius inder Großherzoglichen Schreiberey; und wirklichwestlich einen gekreuzigten Heiland in der Kirchs

C 0 q u i tt.

St. Redemptor zu Bologna , den man für einesder schönsten dortigen Gemälde vor den Zeiten derCarracci halten könne. Im Colorit ziehe es frey-lich auf die Färbung des Vasari; in eigenthüm-licher Erfindung, Mannigfaltigkeit der zahlreichenFiguren, und fleißiger Ausführung in allen Theilenkomme es den beßten Arbeiten dieses letztem wenig-stens bey. Coppi's von ihm selbst gemaltes Bildnjßim Museum zu Florenz hat G. Rvffi gestochen.

* Loppi, (Joseph). Von einigen wird der-selbe unter die Schüler von Guido Rheni gezählt.Mrc.

* Loppola, (Carl). Er lebte noch 1665.Seine Manier war der seines Lehrers Falconegleich; nur zeichnete ihn die mehrere Fülle aus,die er seinen Schlachtpferden gab. I-ausr I. 6zr.In Rr'edesels Reisen durch Sizilien (S. 217.)liest man: „Die Grafen von ssoppola zu Galli-poli erkennen sowohl den Maler ssarlo Loppola,als die Coypels in Frankreich , für ihre Vorfahren.Auch findet man in der dortigen Cathedralkircheetliche gute Gemälde von einem ssoppola; in den-selben bemerkt man bald des Anr. Coypels, balddes Guercino, Tintorets, P. Veronese, le BrunSu. a. Manieren."

Loppoli, ( Ritter). So nennt L einenitalienischen Marchese und Kunstliebhaber, welchereinige Bildnisse für Allegrinis Werk von berühm-ten Toskanern gezeichnet habe.

C 0 queIaire, ( ) ein Maler, nach welchemP. van Gunst das Bildnjß Johann Ludwigs,Bischofs von Lüttich , gestochen hat.

* Coqueler, ( )./?. nennt ihn um 1790

einen neuern Maler zu Paris , nach welchem L.Halbou den jungen Wirth und den galanten Beckergestochen habe.

— — ( ) ein andrer dieses Namens wird

im Almsnack 6es 6saux - ^Irts von iZvZ- unterden damals zu Paris lebenden Baumeistern ge-nannt.

Coquerer, ( ). In eben erwähntem Al-

manach wird ein Künstler dieses Namens unter dieum Igoz- zu Paris lebenden Kupferstecher in Tusch-manier angeführt.

* ssoques, (Gonzales). „Anfangs" (sagtwareler) „behandelte er erdichtete Gegenständeaus dem Privatleben, wie Teniers ; aber er maltenur die edelsten und interessantesten. Ein Conver-sationsstück nach dem Leben war so wahr und schön,daß nun Alles Bildnisse von ihm haben wollte.Von allen Seiten durch Fürsten und Große gesucht,fand er die Zeit nicht, so viele andre ähnlicheWünsche von Privaten zu befriedigen. Er maltedurchaus nur im Kleinen. Seine Köpfe find kaumüber anderthalb Zoll groß. Descarnps sah nebenanderm von ihm ein Gemälde: Eine ganze Familieschwarz gekleidet; und dennoch war das Stück sehrhell, und das weiß Zeug darauf so ganz durchsichtig,als ob es von der Luft bewegt wäre. Seine Hss-tergründe sind meist heiter und weit; die Dor-gründe genau, einfach und ohne Verwirrung, ob-gleich mit Drapperien angefüllt," u. s. f. Meh-rere nach ihm gestochene Bildnisse, und dann nochein andres Blatt von Macret nach ihm: premicescls I'^mour propre (den Jüngling, der sichSpiegel beschaut) führt L an.

ssoquer, ( )ein französischer Kupfer-stecher, der für das XX. Heft des Nusee krsrr-qois das Chorgewölb der Kirche zu Delft , nachSwebac's Zeichnung, gemeinschaftlich mit Bevillegestochen hat.

(soquin, (Johann Ludwig), ein französischeKupferstecher; gab um 1664. Bildnisse nach St-Bernard , Bonnemer, n. s. w. S. den Art. Lud>v.Losfin, der wahrscheinlich mit unserm Loquin EintPerson ist. Mrc.