Courlieu»
Courlieu, ( ) ein französischer Geschichts-
maler, wird von Pigamol (II. 19.) angführt.
Court, (D. M. la). So nennt ^ einen nie-derländischen Maler, nach welchem Houbrackendas Bildniß von Ortwin Westenberg, und Tanjödasjenige des Gottesgelehrten Johann Mark, ge-stochen habe.
— — ( de la), ein französischer Kupfer-stecher, hat nach C. de la Hire eine HimmelfahrtMaria gestochen. Hkc.
Courtegre, ( ). So wird irgendwo
durch Irrthum der unken folgende Baumeister Cour-repee zu Paris genannt.
Courteil, auch Courdille, ( de), einfranzösischer Kupferstecher; arbeitete um 1770. inKreide - Zeichnungs - Manier. Unter der letzter»Benennung kennt L von ihm, neben anderm, waser nicht anführt, das Bildniß des berufenen allge-meinen Polizey - Lieutenants le Noir.
Courteille, ( ) ein französischer Geschichts-maler zu Paris um igoz. Von ihm führt der^Ima-lEÜ des 6esux-ilrt8 <ls I'an XII. eine Sapho amkeucathischen Fels, als eine vorzügliche Arbeit an.
CourtenaK, (Eduard). S- Devonshire.
Court-Epee, ( ) wird im dlnianaoli
ües ksauxvon 1803. unter den damals inParis lebenden Baumeistern angeführt. Nach sei-ner Zeichnung findet sich in dem 1305. erschienenenVII. Hefte von Detournelle's llecueil ds diversllroiets nouveaux d'-Ircüitecture der Aufrißu. s. f. von einem Bürgerhaus.
Lourrillier, ( ). Eben so.
* Courtin, (Jakob). Er setzte sich zu Paris ,und starb dort 79. I. alt. der von ihm eineMenge wenig bedeutender Blatter (meist Ga-lanterie- selbst sogenannte Tabatiere - Stücke) an-führt, welche Aubert, Duflos, Dupin, I Haus-sard, Kauke, Major, Matthey, Picart, F. Poilly,u. s. f. nach ihm gestochen haben, und die manheut zu Tage meist in Gasthöfen und Schenken an-geklebt findet. Dann aber freylich auch sein —Alkarblatt der Auferweckung des Eutychus, vonTardieu, und — Jupiters Besuch bey Danae vonL. Surugue; letztres von 1722. datirt.
* Lourtois, ital. Cortese, (Jakob), ge-nannt Bsurguignon. In einem Alter von fünf-zehn Jahren gieng er nach Mailand , verband sichdort mit einem französischen Offizier, und folgtemir demselben einer spanischen Armee drey Jahrehindurch, wo er die Gegenstände seiner späterngroßen Kunst ganz nach der Natur zeichnete. Als-dann erst begab er sich unter der Leitung einesMalers aus Lothringen , (nicht des Malers Lor-rain, wie Hejedenreich den warelet irrig ver-steht), und bekam in dessen Werkstätte Gelegenheit,Freundschaft mit Guido zu stiften, der ihn nachBologna brachte, und dort auch mit Albano be-kannt machte. Dem Umgänge mit diesen hatte ervornämlich Vieles zu verdanken. Alsdann gieng erweiter nach Florenz, und endlich nach Rom , woer sich niederließ, und durch Berretini's Freund-schaft in die dortigen großen Häuser eingeführtwurde. Die, wie es scheint, zuerst von d'Ar-gensville, aus unbekannten Quellen erzählte Ge-schichte, daß er seine Frau sollte vergiftet haben,halt Fiorillo (III. 238.) aus mehr u. minder treffen-den Gründen für fabelhaft. So viel allein scheintgewiß zu seyn, daß entweder der Schmerz des er-littenen Verlustes, oder dann eben derjenige, denchm die Anklage verursachte, ihn endlich vermochte,lchon in seinem 36. Jahre die Welt zu verlassen,und in die Gesellschaft Jesu zu treten, worinn ernoch zwanzig Jahre lebte, und seine große Kunstwrtubte. Den Charakter dieser letztem schildernwarelet und Levesque, wie folgt: „ObgleichLourgignon auch Bildnisse und Geschichte gemalt
Couriers» 2ZZ
Hat , so ist dennoch sein ausgebreiteter Ruf haupt-sächlich seinen Schlachten zuzuschreiben. Indessenwar er auch in dieser Gattung weit minder glück-lich im Großen als im Kleinen. In jenem zeigt ersich schwach als Zeichner, führt zu wenig aus, undsein Colorit fallt ins Rothe; im Kleinen hingegen"(wo sich alle jene Fehler leichter verbergen ließen)„sieht man nichts, als seine Kompositionen vollFeuer, seine Figuren voll Bewegung. Hier ist seinPinselstrich von bewundernswürdiger Freyheit undLeichtigkeit, die Farbe warm und höchst kräftig,die Lichter mit größter Einsicht vertheilt. Vieleseiner Gemälde haben durch die Zeit nachgeschwärzt.Er war der Meister v.Parrocel." — „Da er" (sagtFiorillo I. c. 239—4») „den Szenen, die seinerfeurigen Phantasie vorschwebten, augenblicklich mitdem Pinftl ein materielles Daseyn auf der Lein-wand gab, so darf es uns nicht befremden, wennwir in den verflochtenen Gruppen seiner Werke oftPferde mit drey Füßen, und ähnliche Fehler be-merken, welche der Eile oder Wuth, womit ermalte, zuzuschreiben sind. Unter seine vorzüglich-sten Arbeiten gehören die drey Bilder, welche ehe-dem in dem Besitze des Königes von Frankreich waren: Josua, der die Sonne in ihrem Laufsaufhält; Moses , der um einen Sieg über die Ama-lekiter bittet, und die Schlacht bey Arbela - Inder Galerie zu Dresden befindet sich Mehreres vonihm; dann in der Sammlung des Grafen vonÄrabeck zu Söder, eines seiner Schlachrstücke, dasnicht nur sorgfältig erhalten, sondern auch wegendes darin herrschenden Tones eben aus den Handendes Meisters hervorgegangen zu seyn scheint" (ii>.).Auch zu Florenz , wo er zwischen dem Tod seinerGattin und seinem Eintritt ins Kloster, noch einsgeraume Zeit, in Diensten des damaligen Erzher-zogs Matthäus gearbeitet, und eben dort durcheinen Ortwechsel seinen verdüsterten Geist vergebenswieder aufzuheitern versucht hatte, sollen sich vor-trefliche Arbeiten von ihm finde», welche die Kriegs-thaten, denen erwähnter Fürst in Deutschland undItalien selbst beygewohnt hatte, nebst den Schau-plätzen, worauf sie vorgefallen sind, so lebendigdarstellen , als solches je ein Geschichtschreiber zuthun vermögend wäre <i. 244.). Eben
diesem Schriftsteller zufolge trift man zu Siena indem Hause des Dekans Giovanelli die Seltenheiteiniger seiner Juvenilien, und zwar sowohl Scklach-tenstücke als Landschaften an, welche er dort in derKunstschule von Astolph Petrazzi gemalt hatte,bey dem er etliche Monathe, eh' er nach Rom gieng, sich aufhielt, üb. 339.). Ueberhauvt ertheiltLanzi unserm Bourgignon ein wo möglich nochhöheres Lob, als alle übrigen Kunstgeschichtschrei-bcr vor ihm, und glaubt, daß derselbe in seinerGattung durchaus von keinem ander» Künstler seyerreicht worden. „In seinen Gemälden" (sagt erneben anderm) „scheint man den Muth derjenigenzu erblicken, welche für die Ehre, und derer diefür das Leben kämpfen; man glaubt den ganzenKriegslerm, das Wiehern der Pferde, das Ge-räusch der Fallenden zu hören. Auch sagten seineSchüler von ihm : Ihre Soldaten trieben nur Kriegzum Spiel, die seinigen schlügen sich wirklich.Er malte ungemein schnell , mit lauter Pinselhieben(eolpeMsto). Dennoch trug er «eine Farben sehrdicht auf; daher sie auch von Weitem viel mehrWirkung als in der Nähe thun," ». s. f. (I. c. 518.).Auch jene neuere bewährte Kunstlichter in der oftvon uns angezogenen Schrift: Winkelmann undsein Jahrhundert (S. i 89 -) rühmen (was siesonst selten thun) unsern Coureois ganz uneinge-schränkt. „Alles in seinen Gemälden" (heißt esdort) „ist voll tumultuarischer Bewegung, Men-schen und Pferde in unendlich abwechselnden Stel-lungen richtig gezeichnet, die Gründe malerischschön, der Pinsel auf das meisterhafteste geführt,das Colorit sehr kräftig und gut; um dieser Vor-züge willen sind sie bisher als die vollkommenstenMuster für Bataillenmalerey angesehen worden."Eine von ihm gezeichnete große Reuterschiacht,ward seiner Zeit aus Marierte's Kabinette für 6<x>,
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