Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
239
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C r a a n.

Lraan,< ) Unter eben diesem Geschlechts-namen beschreibt AochnagelX". nä. die Geschichtedes chebrecherschen Weibes, und halt den Künstlerfür einen der beßten Schüler von Eolimena.

* ssrabeeh, (Theodor), dessen im Lexikon unterdem Namen seines Bruders gedacht wird, starb r6cn.Rembrandt verschmähte es nicht, sehr schön seinBildniß zu atzen. Von seinen und seines BrudersGlasfenstern in der St. Johanns-Kirche zu Gouda hat man eine Beschreibung in 12. gedr. bey Andr.Endenburg. L

— (Walcher), der jüngere, des älternwalchers Sohnssohn, dessen das Lexikon unterdes letztem Artikel gedenkt. Nach ihm hat C. vanDalen den ungläubigen Thomas, und Boetius(anonym) den Bischof von Utrecht , Georg Edmond,im Gebete, mit einem andern Bischöfe, der einemKranken das Allmosen giebt, gestochen.

* Eraesbeke, (Joseph van). Er starb zuAntwerpen . Nach ihm hat Malveuvre einen grobenFlammänder, der an der Tafel sitzt, und Beau-varlet, anonym, in Basans Verlage, sein, wieman behauptet, eigenes — ob Gott will carrika-lurirtes — Bildniß von ihm selbst gemalt, dasder Graf von Vence besaß, sehr kräftig geätzt,

«traft, (Mr. Niklaus), von Stettin ; bautei^n. den am Mühlenthor zu Brandenburg befind-lichen festen, und nach damaliger Art zierlichenThurm. bAcolai.

— — ( ) ein Bildnißmaler zu London ,

nach welchem I. Smith geätzt hat.

Lrar'g, (James), ein berühmter Architekt zuEdinburg , Bruder des Verfassers der Jahrszeiten.Der Plan der neuen Anlage in dieser Stadt, dieAerztehalle, und andre vorzügliche Gebäude, sindvon ihm. Er starb 1795. Baut.

Cramail, (Theodor), Schüler von Regnault,ein geschickter neuerer Geschichtsmaler zu Paris .Von ihm führt der Almanach Ü68 Lsaux-Arts clsI'An XU. sein im I. 1802. ausgestelltes Gemälde:Sabinus und Eponina (zehn Jahre lang in einerHöhle verborgen, dann endlich von Soldaten demKaiser Vitellius entdeckt, und dann von ihm —zum Tod verurlheilt) als eine vorzügliche Arbeit an

Eramer, (Peter), Hof-Schaubühne--Malerund Agreirter der Künstler-Akademie zu Koppen-hagen von 1777. bis 1732. Seine vornehmsteNeigung gieng auf Gegenstände in Teniers Ge-schmack, jedoch in edlerer Auswahl; er war einsehr angenehmer Maler; harmoniöse Farben, frischeTinten, geistreiche Pinselstriche, eine sinnreiche Com-posikion, charakterisiren seine Gemälde. I. F. Cle-mens, I. van Haas u. s w. haben nach ihm ge-stochen. Hennings S- 143- Der LvinklerscheKatalog nennt ihn einen Bildnißr und Gattungs-maler, und führt nach ihm ein Paar Blätter letztrerArt, von 1771. dalirt, an.

Cranianus. Im franzvs Kabinette befindetstch der Name: Eramani , auf einem Carniol, derden Kaiser Trojan vorstellt, wie er einen Löwenangreift. Murr S. 62. vermuthet aber, daß er-wähnter Name mit römischen Buchstaben fast ebenso gut den Besitzer anzeigen könne, da der Steinleibst von griechischer Arbeit sey.

. ssranichfeld, ( ) Derselbe war anfangs

ein Mönch, nachher Baumeister in Königl. Preussi-schen Diensten um 1700. Nach seinem Angebenward das Königl. Lusthaus Friedrichshof, unweitKönigsberg erbaut. LNarperger.

Crank, ( ) ein Bildnißmaler, arbeitete um

zu London . I. Faber hat nach ihm dasBildniß des Lanzmeisters Caveller in Schwarzkunstgeschabt. Mrc.

Crase,( ) unter dieses Malers Namen hatrobeck einen St. Johann den Täufer in der Wüstegestochen,

Cremä. 2zg

prasst, ( ) So nennt /x. einen Künstler,

nach welchem Natter drey Blatter : Die Miniatur-malerey ; dann : Hie klvinA Xite und th LirllesOa§s gestochen habe. Auch der Gantkalog vonBrandes führt nach einem N. Grassi eine Ma-donna mit dem Kinde von I. W. Kauffer in Schwarz-kunst geschabt, an. Wir vermuthen aber, daßsolche vielmehr Nicl. Grassi zugehöre.

«trau er, (Wilh.), Stahlschneider und Münz-Direktor zu Sitten in Wallis , arbeitete um >710.in der Münze zu Luzern , in welchem Kanton erwahrscheinlich das Bürgerrecht hakte. S.. I. C.Hedlinger.

* Lraufe, (Joh. Ulrich). S. Lraus.

* Lrayer, (Caspar von). Einige geben feinGeburtsjahr in 1582. andre hinwieder sein Sterbe-jahr in «666. an. Das erste dürfte richtig seyn. Erhatte nur einen mittelmäßigen Maler zum Meister,den er sehr bald übertraf. Don da an waren, nebstder Natur, die schönsten Kunstwerke die sich inseinem Geburtslands und an dem Hofe zu Brüssel befanden, seine einzigen Führer. Weiter ins Aus-land kam er nie. An erwähnten Hof wurde er miteinem starken Gehalte berufen; aber eine noch vielschmeichelhaftere Belohnung war das Wort vonRubens , als er ihn dort besuchte: » Gewiß, ssrayer,niemand wird Sie übertreffen können." Wenndieser vortrefliche Mann bloß Ehre und Glück ver-langt härte, so würde er Krussel nie verlassen haben;aber er liebte einzig die dem achten Künstler so nöthigeRuhe, und wählte sich Gent zum Aufenthalt für seinganzes übriges Leben. Dort arbeitete er bis in seinhöchstes Alter unermüdct für die vornehmsten flan-drischen und brabantischcn Stadre, und bewies,daß anhaltender Fleiß, verbunden mit einer regel-mäßigen Lebensart, weit entfernt die Gesundheit zuschwachen, ihre Dauer am sichersten verbürget. Inder Charakteristik dieses Malers bey wareler heißtes, neben andern«, sehr richtig: ..Einsichtsvollwie die Alten, die er jedoch nie hat studieren können,fand er Vergnügen daran, seine Gemälde aus weni-gen Figuren zusammenzusetzen, dieselben wohl zugruppiren, und hauptsächlich ihnen den Ausdruckzu geben, der allein den Gegenstand darstellt, denalle übrigen Theile der Kunst bloß anzeigen; dannalles überflüssige Detail zu verwerfen, sich einzigan große Parthien zu halten, und diese mit destogrößrer Sorgfalt zu vollenden. In Absicht auf dasColorit konnte er sich an Rubens Seite erhalten,und in einem schönen Guste der Farben übertraf erihn noch. Ueberhaupt, feiner als Rubens , ist ermehr mit van Dyk zu vergleichen, und inan hatMühe seine Werke von denen dieses letzter,, zu un-terscheiden. In Bildnissen darf man ihn nichtminder einen Nebenbuhler des erstem nennen. Et-liche nach ihm von A. van der Does, P. Pontius,van Roy und van Schuppen meisterhaft gestocheneBildnisse sowohl als historische Blätter führtan, wovon eine von van Schuppen gestochene H.Familie, und ein siegender Christus, der über seinemGrabe schwebend, sich empor zu schwingen imBegriffe steht, aus C. Galle's Verlag, den schönenGeist unsers Künstlers ganz zu athmen scheint.

Ereditz, ( ) So nennt einen Maler,

nach welchem Nilson das Bildniß des französ. Ge-neralen Grafen von Nadasti, gestochen habe.

Creed, (Carey), ein englischer Kupferstecher,der, neben anderm, in 1730. und 31. auf 70. Quart-blättern, die antiken Statüen und Büsten gestochenhat, die sich in dein Landpallaste des Grafen vonPembrock zu Wilton befinden, /k.

Ere«te, ( ) So nennt /?. einen deutschen

Kupferstecher, der zu Anfang des XVIII. Jahrh.,ohne Namen des Malers, ein Paar kleine Bildnissedes Arztes F. E. Brückmann zu Braunschweig unddes Admirals F. Dracke gestochen habe.

Erema, (Vincenz von). So nennt Fiorills< 11 . 36 ) einen Maler der venetianischen Schule,