Dauloux.
dann die ersten Eindrücke, welche er beym Eintrittin seine Laufbahn empfangen hatte, vermochtenihn, Gattungen zu versuchen, zu welchen er vonder Natur am Allerwenigsten bestimmt war" S)führt von ihm seine Bildnisse ohne Namen desMalers, dann an die 60. mehr und minder derrühmte Namen an, nach welchen er gestochen hat,Rost aber(VIIl. 119-21.) sein Vorzüglichstes vonaller Gattung, wo dann, unter dem historischenseine Magdalena nach Correggio , und die beydenSöhne von Rubens , nach ihm (beyde für dasWerk von der Dresdner-Galerie- sich ausnehmensollen. Don diesem letzter» sagt Füßli (ll. 70.):Dasselbe sey mit so viel Kunstgefühl gearbeitet,daß man sich einen deutlichen Begriff von denSchönheiten des Urbildes davon abziehen könne.Daulle hatte seine Blätter selbst im Verlag, dervon seiner Wittwe einige Zeit fortgeführt wurde,und späterhin in die Hände von Chereau kam.
Daul 0 ux, ( ). So nennt S. (1790.)
einen neuern französischen Maler, nach welchemBeljambe 2. Galanterieblätter: si je te tensis,
sagt ein Alter der ein Mädchen lorgnirt, unddessen Pendant: t'eu rsttisse! antwortet letz-
trer, gestochen hat.
Daum, ( ) ein Franziskaner; baute um
16,4. das Kloster und die Kirche seines Ordens zuWien , in der Weihburggaffe. rJtcolat.
Daumont, ( ) ein Kunsthändler, in des-
sen Verlag eine Folge von Bildnissen erschienenwaren.
Davrt, ( ). So nennt einen englischen
Maler, nach welchem St. Fisher zu London dieBildnisse des jetzigen Königes in Dänemark undder Königin Mathilde gestochen habe.
*Daurbe,( ). An die Stelle dieses Art.im Lexikon setze:
— — (Johann Carl), geb. zu Großschochaubey Leipzig 1749. Baumeister und Kupferstecher,Baudirektor zu Dresden , und Mitglied der Churf.Sächs. Kunstakademie zu Leipzig (letztres seit 1774).Als Baumeister kennt man von ihm: Den neuenConzertsaal im alten Etadtbibliotheksgcbäude zuLeipzig ; dann das Fußgestell zu der ebendas. ini?8o aufgerichteten Statue des Churf. FriedrichAugust, und ein von ihin erfundenes beweglichesGerüste (beschr. in Mensel« Mus. V. 92. u. f).Als Kupferstecher erfand (?) er das Geheimniß derberühmten getuschten Manier des le Prince, undund lieferte in derselben ein Blatt: Ruines ci'Iwllenach B. Breenberg; überdieß eine Landschaft mitGebäuden und Bruchstücken, nach Ebendemselben;dann Zeichnung eines Gebäudes mit einem Gefäng-nisse; ferner einen runden Gartensaal, in Formeines antiken Tempels, Alles im I. 1770. Lebte»och 1739. Mensel I. und II.
Daurun, ( ) ein Geistlicher aus dem
Schweizer -Kantone Waat, Prediger an der fran-iöstschen Kirche in Bern . Auf der dortigen Kunst-ausstellung 1804. sah man von ihm ein großesOelgemälde, mit zahlreichen kleinen Figuren:Christus vor Pilatus; ein kleiner Christus amK«uze, zwey Pastell - Landschaften nach Vernet,und zwey Köpfe nach Piazetta, welche von demvielseitigen Fleisse dieses wackern Dilettanten zeug-ten. Mensel« Areb. l. 4. 6z.
Dawel, (H), ein neuerer englischer Kupfer-stecher. Von ihm sah man in 1796. ein Blatt inSchwarzkunst geschabt: RrwLels Llisübetk, con-nneij Her 81 ster, nach I. Graham, das abermr Zeichnung, Beleuchtung und ganze Behand-lung nichts minder als gerühmt wurde. AcmrnatU"' oücterrse» Xri-rLte 111. 229.
Darr,es oder Darvs, (Philipp), ein eng-mcher Maler, Zeichner und Schwarzkunststecher,Schüler von Hogarth, der um 1760. in desselbenGeichmack arbeitete. Einige theils von, theils
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nach ihm von Clower gestochene Blatter führtan, welchem zufolge er aber auch andre, theilsnach eigner Erfindung, theils nach R. Cosway,I. Foldson, H. Holbein, T. Hudson, A. Kauf-mann und A. Morland geliefert haben soll.
D arvher, (Adolph), ein Bildschnitzer zuAugsburg ; bluhete um 150a. Er verfertigte fürdie dasige St. Ulrichs-Kirche in Basrelief eineAltartafel, wofür ihm 350. Gulden (ungeheureSumme für diese Zeit) bezahlt wurden. vo„Sterten S. 451.
Darvins, ( ). Einen solchen nennt die
Handschrift meines sel. Vaters, ohne Näheres,einen der beßten Baumeister des XV 11 I. Jahrh,in England.
Darvkl'ns, ( ) ein englischer Kupfer-
stecher, der für das in 1757. und 69. zu London erschienene Prachtwerke über Balbeck und Palmyraverschiedene Blätter gestochen hat. SE» nc. Lst.
D « rvks, (Thomas). Srrurt führt ein Blattan, welches den Tod von Sir Edmon Bury God-frey, mit beygefügter Beschreibung vorstellt, undmit: xrinteä kor ? 7 roM. bezeichnet ist.
Dapcr'g, ( ). So nennt die Handschrift
meines sel. Vaters ohne Weiteres einen Bildhauerzu Paris , der dort um 179a gearbeitet habe.
Dayer, auch Daye«, (Edmund), ein eng-lischer Kupferstecher, von welchem Basan (sec.Lcl.) Kinder in einer Landschaft, nach Morland,
aber vier andre Blätter: Rustie courtslnp undRollte courtsüip, nach R. Thew (?) und dannzwey angeschirrte Kutschpferde nach F. Sartorius,letztre unter Leitung W. Pether's (178z.) wie esscheint Alle in Schwarzkunst geschabt hat.
Dazaincoure oder Daztncoure, (Blon-de!), Chevalier von St. Louis, Sohn des durchseine schöne Bibliothek bekannten H. von Gagni,ein Kunstliebhaber, der um 1758-68. für sein Ver-gnügen verschiedene Landschaften u. a. nach Bou-cher, Desfriches, I. G Wille u. s. f. in Tusch-manier und a la Sanguine geätzt hat. /?. undLci. -er.
Dean, (Hugh). So nennt /?. (1790.) einenneuern Maler in England, nach welchem Benezech1783. das Grabmal des Virgils und die Monu-mente der Horazier und Curiazier gestochen habe.
— — (Johann). Und so ebenfalls einen eng-lischen Zeichner und Kupferstecher, der, nach derMitte des XVIII. Jahrh, nach Jos. Chiari, F.Gainsborough, Jordaens , Murillos, Reynolds,
R. Romney, Rubens , I. Ruffel, Scaven u. a.vortreflich in Schwarzkunst gearbeitet, und ebenso nach seiner eignen Zeichnung ein großes Blatt:Miriam, einen jungen Knaben der auf der Leyerspielt (sagt F anstatt: Die junge Miriam), gelie-fert habe. Tl^c.
Deare, (Johann), ein englischer Bildhauer.
S. G- Farringtou.
*Debarrö,( ) wahrscheinlich derselbe,unter dessen Namen /f. ein bey Thomas Majorgestochenes Blatt: Route äu Monäs anführt.
Debeche, ( ) ein berühmter Ciselirer zu
Lüttich , blühete um i?8o. Meus. M-scell.XV. isi.
Debotre, ( ) ein Kupferstecher, von dem
man ein Bildniß des Ebentheurers Cagliostro nachC. Guerin kennt. Tllrc.
* Debet«, (M-). S. Martial Desbot».
— — (Peter), ein Kupferstecher von Leichen-Vegängnissen und Monumenten, der vom Abt vonMaroUes und von Flor. le Comre angeführtwird.
Deboissieux. S. Lotssieux.