Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
272
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Demeys.

Demeps, ( ) französ. Maler zu Berlin .

Um 1305. sah man von ihm ein allegorisches Ge-Wald auf des Kais. Alexander von Rußland Thron-besteigung, welches von Avril in Paris gestochenwurde.

De mittler, ( ) ein deutscher Bildhauer.

Auf der Dresdner -Kunstausstellung von iZoo.sah nmn von ihm: Den Kindermord zu Beth-lehem, ein Hautrelief in Marmor, nebst zweyBrustbildern nach der Natur. In den deutschenKunstblatt. 1. 2. 54. heißt es von den letztem:„ Sie machen dem Künstler keine Schande; dochhatte er bedenken sollen, daß der Marmor niemalszum Nachbilden von Haarbeuteln gemißbrauchtwerden darf." In dem noch nicht vollendetemHautrelief dayn erblickte der ermeldte Kunstlichtereinen Mann, der mit seinem Werkzeug umzugehenweiß. Auf dem Gesichte einer her Mütter schienihm der Schmerz besonders gut ausgedrückt. DerZeichnung konnte er nicht das beßte Zeugniß geben;und endlich glaubte er, die Wahl des Gegenstandsselbst kaum rechtfertigen zu können, wenn man nichtannehmen will, daß es — wie einst im Tempel zuAke — auch im Tempel der Kunst erlaubt sey, denGrazien und den Eumeniden zugleich sein Opfer zubringen.

Demo»/ ( ) ein antiker Maler aus Athen ,

von welchem Saudrart alles das sagt, wasandre Schriftsteller von parrhasius gemeldethaben.

Demontlgtti, ( ) wohl richtiger de

Montigni. Unter erstrer Benennung kennt«inen französischen Bgumeister, der einen Feen-Pallast gezeichnet und gestochen habe.

Demophon. So nennt Guarienti (beydem man sich freylich über das Alterthum nichtRaths erholen muß), einen antiken Silberarbeiter.

Demortaitt, ( ) ein Kupferstecher zu

Rheims um 1720. Man kennt von ihm'verschie-dene Gebäude, Alterthümer, u. s. w. dieser Stadt.Angleichen die dasige Krönung Ludwig X V. Auchsoll er nach Daudin gearbeitet haben. Mrc. S.auch den gleich folgenden Artikel-

Demortaud, ( ). ^So nennt einen

»nfiDaudin affocivten Kupferhändler, und bemerkthon beyden, daß sie bisweilen ihre eignen Namenunter die Blatter ihres Verlags gesetzt haben.(Wahrscheinlich übrigens ist hier von den näm-lichen Personen, wie im gleich vorhergehnden Art.die Rede).

Ddm 0 nch §, ( )- So wird im Hlmansckäo3 ösaux-^rtg von iZoz. ein damals in Parislebender Kupferstecher genannt.

— — S. Martin von Mouchy.

Demoulin, ( ). So nennt die Hand-

schrift meines sel. Vaters einen um 1770. blühen-den französischen Baumeister, der aber späterhin(l?86.) neben anderm zwey Ruinen nach Robertgeätzt hat. E. Lck.

Dempflin, (Elias). Und so einen Kupfer-stecher, von dem man ein Bildniß Gottfr. Dempf-lins, u. a. kenne.

Demuth, ( ) ein talentvoller Jüngling

der Akademie zu St. Petersburg , ward 130z.nach Italien geschickt, um sich in der Geschichts-Malercy auszubilden. M5c.

Denapers,( ). So wird imtlss öeaux-^rns von 1803. ein damals zu Paris lebender Zeichner genannt.

Denel. S. Deunel.

Denis, (Johann). Man findet in den Kabi-netten der Liebhaber perspektivische Gemälde, dieeinem Künstler dieses Namens zugeschrieben wer-den. Mrc.

D e n n e l.

Denis, ( ) ein junger flamändischerLand-

schaftsmaler, der sich um r? 97 - in Neapel auf-enthielt, und dort mit J. Ph. Hackert wetteiferte,„der ihn durch seine wirkungsvolle sjebels-Dorstellungen" (so heißt es beyGerning) „aufden Gedanken brachte, sich ebenfalls darum zuversuchen." Alsdann gieng er nach Rom , wo um1303. der erste Konsul Bonaparte sechs Tafeln beyihm bestellt hatte. Daher wir beynahe glauben,daß es der nämliche Künstler sey, der im ^lma-nsck 6 es Lesux-^rts von ifloz. unter die damalsin Paris wohnenden Landschaftsmaler gezählt wird;so, wie wir hingegen wissen, daß er 1805. wiederin Rom lebte, und von Schlegel, in seinem mehrangezeigten Briefe an Goethe, unter den bcßtendort lebenden Landschaftern genannt wurde. Ferrnow (258-59.) sagt in frühern Tagen von ihm:»Denis hat sein Hauptverdienst in einem bril-lanten Pinsel, und in den schönen sonnigen Vor-gründen seiner Landschaften, welche das Auge desLiebhabers angenehm blenden, und seinen Arbeitenguten Absatz verschaffen. Uebrigens ist dieser Künst-ler arm an Erfindung; seine Kompositionen sindeinförmig, seine Staffagen mit geringen Ver-änderungen fast immer dieselben, und seine Mittel-gründe und Fernen leer. Aber er weiß diese Leer-heit geschickt in Duft und Nebel zu hüllen, undüberhaupt seine schwachen Seiten, wie z. B imBaumschlage, so gut zu verbergen, daß man sienur dann bemerkt, wenn man mehrere seiner Ar-beiten gesehen hak. Da Denis sehr fleißig ist,mit großer Leichtigkeit arbeitet, und gern Wieder-holungen von seinen Bildern macht, so finden kauf-lustige Liebhaber immer einen reichlichen Dorrathvon verfertigten Arbeiten in seinem Studium."Eines seiner beßten Stücke ist der GolfvowSalerno,mit einem Sonnen -Untergänge." Etwas, milderdann heißt es von ihm in der Schrift: sHinkel-mann und sein Jahrhundert (S, ZZä) „Denismalte vorzüglich angenehm, zart, klar und dabei)doch kräftig, fleissig ausgeführt mit schöner Ueber-einstimmung und gutem Effekt; hingegen fehlt esihm am Bestimmten, Kräftigen, Bedeutsamen inder Zeichnung; und, wiewohl er selten bloß Aus-sichten nachbildet, sondern sich in der Anordnungseiner Gemälde geziemende Freyheit erlaubt, so istdessen ungeachtet das Poetische in den Erfin-dungen wenigstens nicht die am meisten glänzendeEigenschaft seines Kunstverdienstes."

— — ( ). So wird im Almanach 6 es

Lesux-^rks von 1803. auch ein damals in Parislebender Kupferstecher genannt.

— — und Basset. Nach 77 . haben zweyKünstler dieses Namens gemeinschaftlich: Usbllie-u>sn 8 mollernes st Aslsns, in Heften zu sechsBlättern geliefert. Ob letztrer einer von. den schonoben unter Basset angeführten Stechern sey, istuns unbekannt.

Denise, (M. was aber wahrscheinlich nur:Monsieur andeuten soll). So nennt Gandellüneinen Künstler, der ein zu Paris erschienes Werk:1 s Xsturs expliguse ysr 1 s rsigonnemsnt et psrI'experlsncs etc. mit seinen Kupfern geziert habe.

* Denisot oder Denizor, (Niklaus). 7 (.giebt Meur, statt Mons, als sein Geburtsort an,und sagt, daß er ein Bildniß des Kardinals duPerron, Erzbischofeu zu Paris , nach Herbn»(den, nach Gewohnheit, sonst niemand kennt)siochen habe.

* Dennecker, (Jobst oder Josias). S'oben Danecker, und im Lexikon Hans Bock-

Dennel, auch Denel, (Ludw), derselbe, denS. in F. A-Dennel verstümmelt, ein K^k"(siecher, geb. zu Abbeville 1741, Schüler vonDeau,varlet, der nach A- de St. Aubin, A. Borel, 6 »Boucher, Challe, Fragonard , Giordano, Ereuze,Lagrenee, le Peinlre, T. Vanloo, Madmois. Vigee,und P. A. Wille, in gutem Geschmacke Blatter