Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
273
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Denn er.

(meistens Galanteriestücke) gestochen hat , von webchen Rost Vlll. LZ-i. ein Dutzend anführt. Indem (klmsnack lle .8 Üeaux-^rts von iZoZ. kömmtderselbe unter den damals zu Paris lebenden Künst-lern nicht zum Vorschein, ungeachtet er um gleicheZeit an dem bekannten Prachtwerke der Galerievon Florenz gearbeitet hatte. AUg. Runstz. 315.

* Denner, (Balthasar).' Derselbe hatte nurschlechte Meister; für seine Eltern mußte er eineSchenke besorgen, und konnte der Kunst bloß zer-streute Augenblicke der Müsse wiedmen.Er ist"(sagt wareler sehr gut)kein nachahmcnswürdiger,aber dennoch bcmerkenswerther Künstler wegender außerordentlichen Sorgfalt/ die er auf seineKöpfe verwendete. Da steht man sogar die Porender Haut, und zahlt die zartesten Falten ihres Ge-webes; bisweilen hat er selbst in dem Augapfeldie Gegenstände abgemalt, welche sich darinnspiegeln; und diese kleinliche Sorgfalt verhindertgleichwohl nicht, daß in einer schicklichen Entfer-nung seine Köpfe die Wirkung hervorbringen,welche sie hervorbringen müssenDie Lusche daran*ist richtig, die Farbe ohne Manierung, der Aus-druck wahr. I» den übrigen Parthien hingegenist die Zeichnung sehr schwach, die Zusammensetzungohne Geschmack und Wahl, und sein Faltenwurfohne natürliche Form." Er arbeitete in Holland ,England, Dänemark , Deutschland , und wurdewarum nicht? höher als die größten Kunstlichtergeschätzt- Eine ziemliche Anzahl nach ihm vonDause, Dcrnigeroth, I. Canale, Folin, C. undF. Fritsch, I I. Haid und Wolfgang gestochenerund geschabter Blätter führt 77 . an Den alten,sogenannten Michael Ehrlich, in Schwarzkunst vonBause, nennt der Gantkatalog von Brandes einseltenes Blatt.

( ). So nennt auch 77 . einen

Kupferstecher, der um 1630- zu Rom einige Blätterzu Borne!. Meyers Schrift über die Echiffbar-machuiig der Tyber geliefert habe.

Deiion, (Dominikus Vivant), geb. zu Paris u», 1740. aus einer angesehenen adelichen Familie,fand seit seiner zartesten Kindheit ein so großesVergnügen an den schönen Künsten, daß er sichnicht als bloßer flüchtiger Dilettante, sondernernsthaft und wissenschaftlich damit beschäftigte.Dieser Hang blieb auch herrschend bey ihm, ober gleich in der Folge in diplomatischen Angelegen-heiten an die Höfe von Rußland , Neapel u. s. f.gesandt wurde. Da er aber bey der Königin vonNeapel , wie man sagt, wegen der Ueberlegcnheitseines Geistes, in Ungnade fiel, so wußte sie esdahin zu bringen, daß mau ihn nach Versailles zu-rückberief, wo er ohne ein öffentliches Amt lebte.Seil dieser Zeit wiedmete er sich ganz der Kunst,hauptsächlich dem Kupferstechen. So ätzte er z. B.>» den I. i785> und 86 . verschiedene Stücke nachCarracci , mehrere Köpfe nach van Dyck und einiges»ach Rembrandt . Den Markyrtod von St. PeterDominikaner -Ordens, nach Litian, nennt Füßli1 H. 60. ein geistreiches Blatt. Im I. 1737. über-gab er der Akademie ebenfalls ein geatztesBlatt: Die Anbetung der Hirten , nach Luc. Gior-dano, welches ihm wahrscheinlich seine Stelleunter den Mitgliedern derselben erwarb. Um die-selbe Zeit hatte St. Aubin nach ihm einige (unbe-deutende) Bildnisse von Sal Geßner, Voltaire ,und Dorat (letztres ohne Namen, bloß mit derUnterschrift: le plslsir est sou llieu etc.) gesto-chen ; Nee und Masquelicr dann etwas Bedcutcn-bercs: le Dezeuner lls sterne^, wo man den altenVoltaire im Bette,. Mad. Denis und den PeterAdam neben neben ihm siehet. Aber mit alle demWare dieser klUlstreiche, geistvolle Mann allmällgwieder in gänzliches Dunkel verschwunden, alsBonaparle die Expedition in Aegypten unternahm,und Denon einer der ersten war, der sich mit zuder Reise entweder anerbot, oder dazu aufgefor-dert wurde. Die Frucht davon, seine Voyaxe

uar ,8 la basss et baute psnllant la Öam-

pa^ne ste Lonaparte (Imper. pol. 2. Vol. 285 - P.

Denys. 27 z

texte aVed. lZc>. 68t. -Zu. X. Paris , elisx Diöötl'alne 400. D) ist in ganz Europa , theils in derUrsprache, theils durch Uebersctzung bekannt.Nach-richten von Aegypten" (sagt Flor,Ho III. 533.)und dessen Monumenten, sind-,an sich äusserst in-teressant; sie erhalten aber einen noch höher«Werth, wenn ein Mann, wie Denon, der fürAlles" (in der lebenden und leblosen Natur)soviel Sinn hat, die Gegenstände richtig undscharfsinnig auffaßt, und sie" (mitWort und Grif-fel)so lebendig darstellt. Der Enthusiasmus,die Aufopferung, womit er dem Klima - so wieanderm Ungemach, und Abentheuxrn aller Art trotzt,oft mit dem Degen in der Faust die Gegenstände"(auf das Papier und in seinen Geist) »auffaßt,seine von Vorurtheilen freye Denkart, ja sogar bis-weilen seine" (harmlose)National-Eitelkeit, er-weckten lebhafte Theilnahme für den Verfasser, undein gutes Vorurtheil für sein Merk," das daheranfänglich vielleicht ein wenig zu hoch, so wipspäterhin weit zu rief gewürdiget wurde Denn wir sagen nicht einen Alles umfassenden undseinen Gegenstand erschöpfenden aber einen an-schaulichen: Begriff von Menschen und Dingen,von Natur und Kunst in jenem wunderreichen Lande,hat uns noch Keiner gegeben wie Er es in demmag es immer seyn bisweilen wortreichen, aberstets geistvollen Texte, und in den 150. Tafelnthut, die er alle selbst am Orte und Stelle, nurselten nach kurzen Stunden aus der Erinnerung,und auf der Platte 54. sich selbst unter denRuinen von Hierakompolis, in seinem eben auchruinenartigen Reise- und Künstlercostum gezeich-net hat (die Copie eines andern von ihm selbst ge-zeichneten und geätzten Bildnisses s. doch in ver-jüngtem Maaßstab, an der Spitze des Aprils derAUg. geogr. Ephemeriden von 1803.)^ Daßer eines der bedeutendsten Mitglieder des in Egyp-ten im I. VI. errichteten Instituts zur Aufmunte-rung der Wissenschaften und Künste war, verstehtsich von selbst. Seit seiner Rückkehr wurde er zu-folge des Dekrets der fränkische» Regierung vom2z. Jan. ifloz zum Mitgliede der vierten Klasse(der Schönen Künste) erster Sektion (der Malerey)des Nationalinstituts zu Paris , seither zum Gene-raldirektor des Museums Napoleon , und Aufseherüber die National - Manufakturen der Gobelins,von Sevres , .de la Savonnerie und de Beauvaisernannt. Fiorillo I. c. Rost VIII. 2808r- undTklsr. Einige Kunstfreunde besitzen eine seltene,vortrefliche Schaumünze, welche dieser unermüdeteMann, nach seiner Erfindung und Zeichnung, zuEhren des ersten Konsuls prägen ließ, die auf demAverse das gehelnike Brustbild desselben, mit derUmschrift: Frmö pc>ur la paix, auf dem Reverseaber den Storch, als Sinnbild der Wachsamkeit,auf einem Fuße stehend, einen Kiesel haltend, undin Exergue die Jnnschrift enthält: ^ öonaparte,Denon, Dirscteur lle8 blnsees. Tsllg. Runstz. Zifl.

Denos oder Desnss, ( ). So nennt

77 . einen Kupferstecher, Buch - und Kunsthändler,und Ingenieur-Geograph, welcher Sphären ver-fertigte, und einige Blätter von geringer Bedeu-tung in seinem Verlag hatte. Selbst dann soll er,neben anderm ein Paar Bildnisse : Des PabstesClemens XIV. nach Donnnicus Porta, und desGenerals Paoli, gestochen haben-

D eny, (Johanna', «ine französische Kupfer-stecherin, geb. zu Paris i?49 arbeitete dort um1775. an den Vo^az;s8 pitrorosgues ö'Itslis undtlo la 8uisse, auch mit Pasquicr an dem Planeder Stadt Paris . Nach Dalens kennt man vonihr ein Blatt: ls ketour llu Narclre. 7/. und7 ^ 55 .

(Martial), Bruder der abgedachtenKünstlerin, ebenfalls Kupferstecher, geb. zu Paris 1745. Schüler von le Veau, der nach verschiedenenMeistern gearbeitet hat. 77 .

Denys, (Franz). So nennt 7 V. einen Maler,der um 1650- gelebt, und nach welchem Jer. Falk,