Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
284
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2gF Dietmar.

äs Portraits st äes Portes) ebenfalls Mit Holz-schnitten Fol. Strasb. 594 - So von ihm in Kupfergeatzt: Ein Brustbild des Herzogs von Wirrten,-berg (-597.), und ein emblematisches Blatt: Ueberdie Macht des Todes, nach Match. Greutert. Sohinwieder die von eben diesem Greutert nach ihmgestochenen Blatter: Die Himmelfahrten Eliä undChristi, und Phaetons Fall; und: Der WahrheitSieg, von dem oberwähnten Darthol. Dieterlin.Daß ein Wendel, Hilar undBarrholome, Vater,Sohn und Enkel waren, beweist am Beßten dasBlatt einer Landschaft, welches: Dick.

Pater luv. //:/«--. stl. exc. VnrtL. Ölet. blepos-sri inclä. unterzeichnet, und im wmklerfchenKatalog angeführt ist, der überhaupt von den äus-serst seltenen Blättern nach Wendel D- die beßtenNotizzey giebt.

* Dietmar, D'tmar, Dirmer, auchDitmerson, (Heinrich). Unter den drey letz-tern Namen führt von diesem Künstler, den erausdrücklich einen dänischen Maler nennt, nebendem alten Manne von Preißler, etliche von G.Appelmann, A. Haelweg, W. van de Laegh, C.Romstedk, und J'oh. Schwerer gestochene Bild-nisse (eines mit 1674. datirt) an, I. Halt, dessendas Lexikon unter seinen Stechern Erwähnungthut, dürfte vielmehr nach G- Dirmars gearbeitethaben.

— — — — S- auch Ditmar, und Dit-mars.

* Dietrich, (Christian Wilhelm Erust). Nochals Jüngling malte er viel in den Pallästen undSchlössern des Grafen von Brühl, was aber indem siebenjährigen Kriege theils geplündert, theilsverwüstet wurde. Auf die Empfehlung dieses Gön-ners kam er in Dienste des Königes August II .Aber durch den Vorzug beleidigt, den man damalsan dem sächsischen Hofe, ohne Weiteres, den ita-lienischen Künstlern gab, gieng er (1734-, unterdem Vorwande, nach Holland zu reisen, in seineVaterstadt Weimar , wo er sich eine Zeitlang mitMalen und Kupferstechen beschäftigte. Als er nacheinem Jahre nach Dresden zurückkam, genoß erdie unerwartete gedoppelte Freude, daß seine Ar-beiten am Hofe geschätzt, und von den Fremdengekauft wurden. Im I. ,742. ließ ihn der Könignach Italien reisen. Er gieng über Venedig , undhielt sich einige Zeit in Rom auf, wo er die großenMeister verschiedener welscher Schulen zwar fleifsigsiudirte, aber dennoch immer vorzüglich dem eige-nen Genius folgte, der ihn mehr zu Manierenleitete, welche eine Nachahmung, bald Watteau's,dann wieder Rembrandts, Ostade's , Poelenburgs,hauptsächlich aber der Natur waren, welche über-all, mehr als kein andrer Meister, auf ihn würkte.Das erblickt man aus seinen Zeichnungen , dieer von einigen Gegenden Italiens , vorzüglich inund um Livoli, verfertigt hatte, und sich damitvon Winkelmann das — wie man lieber will —nichts, oder zu viel sagende Lob erworben,Laß er der Raphäel aller Landschaftsmaler sey.Wie dem immer seyn mag, als er wieder in seinVaterland zurückkam, hatte sich sein Ruhm nochmehr verbreitet, und seine Gemälde wurden,namentlich auch in Frankreich und England sehrgesucht. „Ueberall" (heißt es bey Rost II. 103)„bewunderte man an seinen Werken das reichhal-tige Genie, und das Feuer der Erfindung in neuenund raschen Ideen; die Wahrheit des Colorits,und den meisterhaften Baumschlag"; was hingegendie Schrift: Winkelmann und sein Jahrh. (S.256.) dahin — man möchte sagen,, vielleicht garzu lau — ermäßigt: »Er besaß eine Fertigkeitder Hand, die ihn bis nahe an die Gränzen derManier verleitete. Seine Farben sind fcölich undrein. Wirkliche Aussichten mag er selten gemalthaben, sondern liebte mehr, eigne Gedanken dar-zustellen; dem ungeachtet ist die Erfindung nichtder beßte Theil seiner Bilder." Einige seinerschönsten Arbeiten, wie z. B. seine Flucht nachAegypren, befinden sich in dem Kabinette des Herrn

Dietrich.

p. Otto zu Leipzig , welcher auch das vollständigeradirte Werk unsers Künstlers besitzt. ^ Don sei-ner frühesten Jugend an hakte sich nämlich D.auch aufdieAezkunst gelegt, und mit Landschaften»,kleinen Figuren angefangen, die dann seine Mutterauf den Messen zu Leipzig und Braunschweig ,nebst den Gemälden seines Vaters verkaufte, welcheder Sohn bisweilen zu retouchiren pflegte. Auchdiesen zweyten Kunstzweig hatte er in spätern Jah-ren nie vernachläßigt, sondern sich darinn immermehr vervollkommnet, so daß seine geistreiche»Blätter noch heut zu Lage von Kennern eifrig ge-sucht werden, und die ganze Sammlung derselben,welche an die 200. Nummern enthält, um so vielschwerer zu finden ist, weil er die Platten nacheiner gewissen Anzahl Drücke, oder wenn ihm einStück nicht gefiel, sofort zu neuem Gebrauchewieder ausschleifen ließ. Indessen soll der Kupfer-stecher Boetius, dessen er sich zu diesem Geschäftebediente, immer noch vorher einige Drückechavonabgezogen haben, was bisweilen eine Ergänzungerleichtern konnte. Nach seinem Tode gaben dieErben alles bey ihnen Dorräthige, unter demTitel des Dierricbstden radirren Werkes (87.Stücke auf 58. Blattern) unter Leitung des H.Zinggs, eines der vertrautesten Freunde des Ver-storbenen, ans Licht. Späterhin wurden die Plat-ten wieder aufgestochen, und vor ungefähr zehnJahren von einer damals noch lebenden jünger»Schwester des Künstlers an H. Frauenhol; inzJürnberg verkauft, der indessen (s. Jntelligenzbl.zum Journal für bildende Rünste S. 5 ) be-hauptete: Daß seine Abdrücke (jetzt 82. Stücke auf35. Blätk.) noch immer besser geliefert seyn sollten,als diejenigen, welche nach Dietrichs Tod inDresden zu bekommen waren. Die vollständigste»Verzeichnisse davon sich in H einecke's hsach-richrenvonRünstlernu Runstfachenl. 127. u ff.dann in eben desselben victionnalrs 6e (iraveurs,(hier auch das von mehr als 60. Künstlern »achihm Gestochene), bey Rost l.c. 105—15.«. endlichim Winklerschen Katalog, hier von dem sei.Mich. Huber, nach seiner löblichen (selten nach-geahmten) Gewohnheit, unpartheyisch gewürdigt.Jupiter und Antiope wird für sein Kapitalblattgehalten. Noch ist endlich zu bemerken, daß Diet-rich zur Abwechselung in der Arbeit seines uner-müdeten Fleisses auch eine Menge Zeichnungen,bald mit dem bloßen Reißbley, bald mit der Feder,und bisweilen ausgetuscht in sehr anziehendemGeschmack verfertigte, die sich aber äusserst seltengemacht haben, da der größte Theil derselben demChurfürstl. Kabinette einverleibt worden war. Ä

Dietrich, (C. M ), ein Baumeister, arbeiteteum 1770. damals noch ein sehr junger Mann (daihn zwanzig Jahre später noch jung nennt)zu Dresden , und soll einige Architektur-Blätternach seiner eignen Zeichnung gestochen haben.

— — (H. W.). So nennt A. einen sonst

unbekannten Maler, nach welchem I. Sandcartein kleines, aber schönes Bildniß des Grafen Joh.Ernst von Oettingen gestochen habe.

* — — (Johann Georg), Vater von < 5 hr>st-Wilh Ernst, dessen das Lexikon in dein Artikeldes Sohns nur im Vorbcygang Erwähnung thut,geb. zu Weissensee, Schüler von Seyffart Lam-mers (?), Hofmalers des Fürsten von Rudolstatt.Rost II. 102. nennt ihn einen guten, einenmittelmäßigen Maler, dessen Name nur durch denseines Sohns auf uns gekommen sey. Er setzte ßcyzu Dresden , und starb dort, 63. I. alt i? 52 -Nach ihm hat C- F. Etölzel: Die ertappte Mau»,und: Die vorsichtige Alte gestochen — was freyilich nicht in große Höhe deutet.

* — — (Rahe! RosinM, die ältere Schwest?

von Ehrist. Wilhelm Ernst, deren am Schlußseines Art. im Lex. kürzlich gedacht wird, starrzu Berlin 1770.

— — ( ) eine jüngere Schwester derselbe