Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
286
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irZ 6 Dietsch.

von seht schwachem Körper, und hatte seit ,?^ 6 .mit den schmerzlichsten Nervenkrankheiten bis anseinen Tod zu kämpfen, der im J. ,755. erfolgte.

Diersch oder Dieysch, (JohannAlbrecht),geb. ,720. und gest. ,782, malte Landschaften,Schlachten, Frucht- und Küchen - und holländischeKabinetstücke, auch Bildnisse (fast zu viel für EinenMann). Seine mit Joh. Christ gemeinschaftlichgeatzten Arbeiten s. oben. Einige behaupten (wiewir glauben richtig): Die 6 . Blätter (groteskeFiguren in Landschaften) von Cathar . Prestel seyennach ihm, nicht nach seinem Bruder Joh. Chri-stoph gearbeitet.

(Margarethe, Barbara), geb,1726. und unverheirather gest. ,795. Die letztedieser Künstler - Familie. Sie malte sehr gutVogel, Früchte und Blumen; auch hatte sie einigedieser letzter«, nett in Kupfer geätzt. Ihre meisteZeit aber wandte sie auf das von ,? 84 . an erschie-nene Werk, in welchem sie alle in der Gegend vonNürnberg wachsende, fruchttragende Kräuter,Stauden und Bäume, in Zweigen mit ihren Blü-then und Früchten, der Naturgetreu, in saubernKupferstichen darstellte, für deren fleisilge Illumi-nation sie ebenfalls die größte Sorge verwandte.Jede Ausgabe enthielt 6 . Blatter in Folio, und er-schien in derjenigen Ordnung, wie die Früchte vonZeit zu Zeit von der Natur hervorgebracht werden.Der berühmte Naturforscher, Rath Schieber vonErlangen , verfertigte den Text dazu. Sechs nachihr von Boydell in London gestochene Blätter vonVögeln, Papillons und Käfern (wo sie Madm.Tursch genannt wird) sind im Wmklerschen Kata-log verzeichnet.

(Susanna Maria), eine Toch-ter Johann Christophs, welche ebenfalls Vögelmalte, nach denen Wirsing eine Folge von 50.illuminirten Blättern, mit einem Texte von Vogelaus Licht stellte. Sie lebte noch zu Nürnberg umi?yo. Murr. Journal zur Runstgesch. XII.127. u.ff. Meusel I. II. Ebendess. Misc.XXIII zoz. uff. Ebendess. Neue MisceU.III. 382 86 . und M;c.

Dierschi, (Alexander), ein Steinmetz undBildhauer in Zürich . Esther 314.

Diey, (Cornelius), ein Glasmaler zu Cöllnum 17,2. Man siehet von seiner Arbeit in demKreuzgange des Carmeliter-Klosters zu Frankfurtam Main . H. G- Hüsgen S. 237.

(H. W.). So nennt L einen Maler,nach welchem Baust, Bernigeroth (1758.) undDodenehr Bildnisse (erstrer dasjenige des großenGötting. Lehrers Joh. Steph. Pütkers) gestochenhaben.

-- (I C.). So nennt das Supplementim Lexikon einen Landschaftsmaler, dessen Zeich-nungen sehr gesucht wurden; bemerkt aber dabey,daß hier vielleicht von einem der obigen Diersche(Joh. Christ.) die Rede seyn dürfte.

S. auch D>ez.

Dietzler, (Johann Joseph). So nennteinen Maler, der sich zu Prag haushäblich nieder-gelassen, dort für das Werk von W. L. Reiner,welches 20 Aussichten von Oberleutendorf vor-stellt , gearbeitet, und nach dem M. H- Renz dreygroße Blätter gestochen habe, welche die Huldigungund Krönung der Kais. Königin Maria Theresia zum Gegenstand haben.

* Dieu, (Anton de). Fiorillo III. 232. sagtvon ihm kurz: » Derselbe blieb bey der treuen Nach-ahmung feines Meisters le Brun stehen." AieMenge Bildnisse sowohl als historische Blatter(letzrre fast alle geistlichen Jnnhalts, und mit sicht-barer Vorliebe für die Leidensgeschichte) welche zumTheil die größten Meister seiner Zeit nach ihm ge-stochen haben, sind ausführlich bey L verzeichnet.

Dilhof.

D,eu, (Johann), St. Jean genannt,Bildnißmaler, lebte zu Paris , und blühete zwi-schen den I ,65090 Er war einer von den ersten,der es versuchte, und dem es auch vorzüglichlang, seine Bildnisse nach dem französischen Costumeder Zeit zu kleiden, was ihnen dann ein besondresInteresse giebt. Eine Anzahl derselben, welche I.Lcnfant, P.Landry, P Lombard, P. van Schup-pen u. a. nach ihm gestochen, finden sich bey LEine Sammlung von 6). Blättern von F. Gallant,Nolin, Rochefort, Trouvain u. s. f. stellte danneigens die franz. Moden in Figuren ganzer Staturvor, und verdient, so viel wir uns erinnern,freylich bloß deswegen die Aufmerksamkeit des Lieb-habers.

D»'evot,( ). So nennt die Handschriftmeines sel. Vaters einen Bildhauer von Brüssel,Schüler von G. Gibbons, der ,7,5. gestorben sey.

*Dieussarr, (Carl Philipp). Jm J. ,68z.ward derselbe zum Churfürst!. Baumeister undBildhauer in Berlin und Potsdam , mit einemGehalte von 200. Rthlr. bestellt. Er wohntevermuthlich zu Potsdam . Er gab zwey verschie-dene Werke aus Licht: /IrclütecturL civil!« e. k.^ol. Laireutk 692. und: Ibestrum -^rclntectuiLcivil!« kol. kamt,. 6g?. Ä) und

Die;, (Ferdinand), ein Bildhauer; arbeitetenach der Mitte des X VIII. Jahrh, in BischöflichBambergischen Diensten. Er soll für das SchloßSeehof, n. die bischöflich- Palläste in Bamberg u.Würzburg , an die tausend Statuen von Marmor ver-fertigt haben. Dieser Künstler hatte keine Akademiebesucht und Italien nicht gesehen. Man spürt diesaber auch seinen Bildern an; sie sind von gemei-ner Natur ohne Ideal, und die Zeichnung ist sehrunrichtig. Er starb um ,730. II1 c 0 lai Rei-sen I. ,20.

S. auch Diey.

Digbp, ( ) Lord - Bischof von Elfin in

Irland , ein Kunstliebhaber; malte so geschickt inWasserfarben, daß er in Irland , und selbst inEngland als ein Meister gelten konnte. Meus.M-scell. IV. 8.

Diger, ( ). So nennt einen Maler,

nach welchem David ein Blatt: la koulc su xorgestochen habe.

Dighron, (R.). Und so einen englischenMaler, nach welchem er eine um ,779. in Mezzo-Tinto-Manier, theils von R. Laurin , theils ohneNamen gestochene Folge von Bildnissen damaligerenglischer Schauspieler und Schauspielerinnenkennt, und namentlich anführt.

Dikenson, (B.). So nennt die Handschriftmeines sel. Vaters einen Schwarzkunstsiechcr inEngland, der, neben anderm nach W. Aikmanngearbeitet habe. Ob er vielleicht mit dem Folgen-den Einer und derselbe ist. S. auch B- Dickenson-

* Dlkingson, auch Dicklnson, (Will.)-Unter diesem letztem Namen wird er von Ä alsein noch um ,790. zu London lebender ziemlichberühmter Meister in Schwarzkunst sowohl als inpunktirter Manier angeführt, der nach an die zo.dort benannten, meist englischen Künstlern, bis-weilen auch bloß unter seinem'eignen Namen ge)stachen habe. So z. B. die Bildnisse des ich-jährigen H. Flent (,761.), der Kaiserin CatharmaII. von Rußland (,773.) u. s. f. Von dem, waser nach andern gearbeitet, darunter zwey Blatter nach Correggio , findet sich einiges im Gantkatalogvon Brandes verzeichnet.

Dilher,( ). So nennt wieder eine meinerHandschriften, ohne Weiteres, einen Kupferstecher,von dem man Bildnisse, um ,6z?. gearbeitet -kenne

Dilhof, (I.). Und so, vollends mit MyWorten, einen niederländischen Geschichtsmaler-