Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
292
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rgs Donatello .

auf S3- Jahre. Lern;» I. 164. zufolge soll erauch in Glas gemalt haben; wie z. B. die Him-melfahrt in einem Fenster der Kuppole im Domezu Florenz . Dieser Künstler ward dort von sehrarmen Eltern geboren; ein edler Bürger (RobertMartelli) nahm ihn an Kindesstatt auf, hielt ihmeinen Zeichenmeister, und der junge Zögling, dersich zu gleicher Zeit auf die Baukunst und die Per-spektive legte, setzte schon durch eine feiner erstenSkulpturen jedermann in Erstaunen. Es war eineVerkündigung in Stein, (nicht ein Gemälde aufSrem, wie Heydenreich, I. 166. sagt). „Wiegroß" (bemerkt wareler) „mußte die Verwunde-rung seiner Zeitgenossen seyn, als sie, noch an dieplumpe Arbeit gothischer Bildner gewöhnt, jetzt andem Kopfe der H. Jungfrau den lieblichen Aus-druck schüchterner Schaam, und ein Gewand er-blickten , welches ganz in der Manier der Antikenbehandelt war." Noch mangelte indessen seinenfrühern Arbeiten nicht selten der gehörige Adel. Alser einst ein Kruzifix von Holz dem Urtheil seinesFreundes Bruneleschi unterwarf, erhielt er zumBescheid: „Du hast einen Bauer gebildet, undnicht einen Gott "! Das Wort traf tief, und warein Saamenkorn zur Vervollkommnung, welchesbald die reifsten Früchte trug. Die Figur, die erso sehr für sein Meisterstück hielt, daß er bey ihremNamen zu schwören pflegte, war eine von den vierStatuen, mit welchen er den viereckigten Glocken«Ihurm der Kirche von Maria de Fiori zu Florenz zierte, und die dort unter demNamen desGeschor-nen (Greises mit dem Kahlkopfe) bekannt ist. Fürdie St Marcus - Kirche in Orto ebendaselbst ver-fertigte er die drey metallenen Bildsäulen von St.Peter, St. Georg und St. Marcus. Alle dreywaren so schön, daß die Republiken von Venedig und Genua, so wie mehrere Fürsten , große Sum-men dafür geboten hatten. Die von St. Georg,auf welchem die Jugend prangt, entzückte durchden Ausdruck von Muth und edlem Stolze; die-jenige von St. Marcus ist durch ein Wort unsterb-lich geworden, in welches einst Michel Angelo beyihrem Anblick ausbrach : „Marcus, warum redstdu nicht mit mir"? Späterhin wurde diese berühmteBildsäule, als Studium für die franz. Akademie zuNom angekauft. Aufgemuntert durch den Bey-fall seiner Mitbürger, wagte er es nun, zum ersten-mal seinen Namen auf die metallene Statue derJudith zusetzen, die dem Holofernes den Kopf abge-schnitten hat; das Werk wurde im Senat aufge-stellt. Ebenfalls in den Zimmern desselben findetsich in Marmor sein David mit der Schleuder,Goliaths Kopf zu seinen Füßen, und im Hofe ebendieser junger König lebensgroß in Erzt, dasSchwerdt in der Faust, und den Fuß auf dem ab-geschnittenen Haupt des Philisters. Im PallasieMcdicis zeigt man nicht minder sehr schöne Arbei-ten von ihm. Sein Ruhm blieb nicht in seinemVaterland eingeschlossen. Durch den Senat vonVenedig wurde er nach Padua berufen, um da-selbst die Statue des Erasmus Narni , Oberbe-fehlshabers der Republik , in Metall zu gießen. Ererhielt in dieser Stadt das Bürgerrecht, und ver-fertigte in der St. Antons - Kirche daselbst die Ge-schichte dieses Heiligen in Gyps. Man wollte ihndort behalten. „Ich muß wieder nach Florenz ",sagte er: „Hier würd' ich nichts als Lob erndten;dort werd' ich durch den Stachel der Kritik ange-körnt." Wirklich gieng er bald darauf nach sei-nem Vaterlande zurück, und blieb dort bis an seinenTod, wo seine Talente durch den berühmten Cos-mus (nicht Grafen , wie Heydenreich Lümcübersetzt) von Medicis fleissig benutzt, und nach-wärts sein Alter von den Wohlthaten des HerzogPeters unterstützt wurde. Dieser Künstler warstets zu sehr vom Eigennutze entfernt, als daß er sichhätte Reichthümer erwerben können; den Sold sei-ner Arbeit steckte er in einen Korb, der an seinerWand hieng; seine Unrerarbeiter und seine Freundenahmen sich nach Belieben davon. Einige habenihm auch die Basreliefs von zwey kleinen metallenenThüren in der Sakristey von St. Lorenz zugeschrie-

Dynewell.

ben; allein Baldinucci behauptet, daß die einedie Arbeit des Lucas della Robbia, und die andre— von Holz sey. Autelet et u. cH.

Vies äes 8culpteurs etc. II. 5—iz. g>,sein Leben und seine Werke nach vasari, Bald«nucci u. a. recht gut beschrieben sind.

Donari, (Alexius). So nennt Gandellinieinen Kupferstecher, der nach Jul. Romano gear-beitet habe.

— — (Anton). Und so die Handschrift mei-nes sei. Vaters einen Florentiner, der um iMauf 36. Blattern die merkwürdigsten Aussichten desberühmten Klosters Vallombrosa gestochen habe.

* — — oder Donars, (Bartholome de).Nach Lanzi II. 15. soll derselbe noch um 145g.gearbeitet haben.

Donaro, (Peter), ein venetianischer Kupfer-stecher, gab im I. 1805. nach der Zeichnung vonDomenicus del Frate, in Rom , ein schönes Blattnach Canova's bekanntem Grabmal der ErzherzoginChristina von Oestreich zu Wien . Mn.

D 0 ndoIi, (Abbate). So nennt Lanzi l. 55?.einen zu Ansang des XVIII. Jahrh, zu Spallalebenden Maler der römischen Schule, der abermehr durch sein Colorit als durch seine Zeichnungeinige Aufmerksamkeit verdient habe, und von d»er keine Arbeit insbesonders anführt.

* Donducci, (Johann Andreas), genanntMastelletta. FioriUc» II. 613-14. und LanziII. 2. 145. (dieser s. V. Martelletta) sagen vonihnu„ Ungelehrig gegen den Unterricht seiner Meister,der Carracci , blieb er in den achten Fundamentender Kunst ganz unerfahren, konnte z. B. das Nacktenicht zeichnen lernen, und brachte mit Einem Wortnie kein Meisterwerk zu Stande. Seine Methodewar übrigens sehr kurz, indem er lediglich such«,das Aug mit Effekten und starken Contraposten vonHell und Dunkel zu blenden, um dadurch der 8 «nauigkeit in den Umrissen zu entgehen, die m»aufdiese Weise nicht einmal untersuchen konnte. Nurbisweilen gelang es ihm, etwas dem ParmesanAehnliches zu Stand zu bringen; so V. in seine«Tod und Himmelfahrt der H. Jungfrau in derKirche alle Grazie zu Bologna , und in einem sei«ner schönsten Werke, einer St. Irene bey denCo«lestinern daselbst. In spätern Tagen wollte er achden Hellern Styl versuchen; aber er konnte sich ausseiner angewöhnten Finsterniß nicht mehr losreiße«Zu seinem Beßten gehören dann seine kleinernMnets - Arbeiten, wie z. B. das Manna-Wund«im PallasteSpada, und eben so seine Landschaften,welche selbst Annibal Carracci's Beyfall fanden,und nicht selten für die seinigen verkauft wurden;auch rieth ihm derselbe, bey dieser Gattung!»bleiben. Aber bey dem Reichthum seiner Phantasiekehrte er bald wieder zu seinen großen Maschineriena la Tintoretto zurück, die er mit seiner unglück-lichen Leichtigkeit für geringe Preise ausfertige«konnte. In seinem Alter vermochte ihn allerleyMißgeschick, sich in den Oblaten - Orden zu b«geben. Jos. Mar. Mitelli hat nach ihm eine Fluchtin Aegypten in einer schönen Landschaft geätzt.

Donerr, (Cornelius Andreas), ein Bildhauerzu Frankfurt am Main ; lernte bey W Frölich umyoerle, Hofbildhauern zu Mainz . Er arbeitete m»großem Ruhme für einige Kirchen und ändertöffentliche Gebäude seiner Geburksstadt. Im^derheit werden seine Kruzifixe für ausserordenMstark im Ausdrucke gehalten. Er starb i? 43 - l"66. I. seines Alters. H. S. Hüsgen S.

— — (Johann Peter), des Obigen Bruder,malte Bildnisse und halbe Figuren, und trieb oa-neben — Wirthschaft. Ebendas.

Do nerv eil, (L ), von diesem Künstler Uman die Ansicht des Orchesters und desselbenGegend in dem Marybone - Garten zu Lonoo«Mrc.