Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
309
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D ü r r.

Därr, (Sebastian), ein Miniaturmaler; ar-beitete um 1755. zu Prag .

Dürsteten, (Erhard David), ein Züricher-Offizier in ehemaligen holländischen Diensten;lernte um 1759. bey Balth. Bullinger die Land-schaftsmalern). Von seinen wettern Schicksalen istuns nichts bekannt. Mrc.

Duesberrp, ( ) Aufseher der Porzellan-

Mannfaktur zu Derby in England um 1770.Verbesserte bey derselben Zeichnung u> Malerey unsbrachte die blaue Farbe und das Gold zu einer inEngland bis dahin ungewöhnlichen Vollkommen-heit. volkmann III. 440.

Dufau, (Fortunat), ein neuerer Geschichts-maler zu Paris , lebte dort um iZoz. und wahr-scheinlich noch zu dieser Stunde. „Derselbe"(heißt es bey Fiorkllo III. 474) „wagte es, dieSchrecken des Dante nachzubilden, und schilderte»eben anderm die gräßliche Scene, wo Grafllgolino, mit seinen vier Söhnen in den Hunger-thurm eingesperrt, stirbt. Die Figur des Vatersmißfallt, und hat einen Matten Ausdruck; glück-licher sind ihm die Söhne gelungen. Auch istdas Colorit nicht verwerflich. Vielleicht würdedieser Künstler es weiter bringen, wenn er sichnur mit Einem Zweige der Malerey ernstlich be-schäftigte; allein er malt auch zugleich iugemei-nem Styl, wie z B. Spieler, und hatte zurAusstellung vom Xll. I. die verschiedenartigstenDinge eingesandt; z. B. Bildnisse, und neben an-derm eines, das den Sohn des Herrn von Lostan-ges als einen — Sanct Johann darstellt." ImSalon vom I. XIII. dann sah man von ihmzwey weibliche Figuren, welche in den XouvsIIesäoz. 4 rt 8 IV. ,14. für das feine Colorit und diesorgfältige Ausführung gerühmt wurden.

* Dusselt, (Merard). Derselbe wird unterdie Schüler von P, P. Rubens gezählt. Der Chur-fürst von der Pfalz bezahlte für eines seiner Ge-mälde : Pabst Niklaus V. der den H. Franziskusvon Assis in seiner Grotte besucht, vorstellend,11000 Livres. M Natalis hat nach ihm in einemgroßem Blatte: Christus, der nach seiner Aufer-stehung dem St. Jakob erscheint, eine schöne Kom-position und Galdor das Bildnifi des Historio -graphen Johann Puget de la Serre gestochen.

Duflos, ( ). So wird im lVmanacli

llesux - )zrt8 von iZoz. ein damals in Paris lebender Kupferstecher genannt.

*Dufc>ur, (P. C. N.). S. Four, (CarlNikl. du).

Dufourny, (Leoift, ein Baumeister zu Paris ,ward zufolge des Dekrets der fränkischen Regie-rung vom 23. Jan. iZoz. zum Mitglied der vier-ten Klasse (der Schönen Künste) dritter Sektion(der Baukunst) des National-Institut zu Paris er-wählt, trug damals, nebst Andern, den Nameneines Administrators des Museum Napoleons ,v"b späterhin (1805.) eines Professors der Kcolsö Hrclmecture und Conservators der Architektur-balerie der Schule der Schönen Künste im Louvre.Derselbe war auch der Herausgeber des Nussumvnistolre Naturells 6e la öücile. Mrc.

,Du frais, ( ). In tsloehnagels Ge-

mälde - Verzeichnis) XX 577. findet man unterviesem Namen die Beschreibung von dem inwen-d'gei, Prospekt einer gothischen Kirche bey Nacht.

Er.

Dufresne, (Nitot), Kupferstecher zu Paris ,w'd zugleich Schau'pielcr bey der Oper, arbeitetevn den Blättern, welche E. P. Landon zu denVw « et Oeuvrs8 üss ftemtrss ls plu8 cslsbrs8ue touts8 le8 ecols8, 4. ?ar>8 iZoZ. IN einfachenUmrissen, aber sehr sauber und nett herausgab.Lon Ebendems. erschienen in gleichem Jahre 2.

Dugher. zog

Hefte der Jlias und Odyssee des Homer, undder Trauerspiele des Aeschylus, nach Flaxmann .

* Dugber, (Caspar). Sein Vater, Jakob,ein Franzose aus Paris, hatte sich in Rom mit sei-ner Familie niedergelassen, und that diesen seinenin Rom gebornen Sohn, nebst dessen jünger»Bruder Johann, zu Niklaus Pvuffin in die Lehre,der nachwärts ihre Schwester heirathete. Dieserbemerkte bald die glücklichen Anlagen des Jüng-lings zur Landschaftsmalerey, und riech ihm, sichganz diesem Fache zu wiedmen, weiches hinreichendzu dem Ruhm eines Künstlers sey, der das Talentbesitze, sich darin auszuzeichnen; neben dem, daßsolches, besser als die Geschichtsgatkung, mit demnatürlichen Geschmack harmouine, den Caspar ander Jagd und an dem Landleben fand. Im An-fange hatte er einige Trockenheit in seiner Bearbei-tung ; sobald er aber die Werke von Claude Lor-rain beobachtet hatte, schuf er sich eine eigne großeund angenehme Manier. Seine Lagen sind schönund wohl abgestuft, sein Pinsel leicht und reizvoll.Ei» besonderes Leben brachte er dadurch in seineLandschaft, daß er die Wirkungen des Windes undder Gewitter darin ausdrückte, und auf diese Weiseauch der unbelebten Natur Bewegung gab. Erwar einer von den besonders fertigen Künstlern,deren die Geschichte erwähnt; man sagt von ihm,daß er öfters ein Bild an Einem Tag gemalt habe.waceler, und nach ihm Rost (I V. 22.). Fiorillodann (I. 198-200.) geht (nach der Handleitungvon Lanzi l. 512—13.) noch etwas tiefer in diecharakteristischen Verdienste dieses großen Künstlershinein. Da heißt es neben Anderm: „Er undL'laude Gelee sind ganz einzig in ihrem Fache,wegen der Wahrheit, womit sie die Wirkung derSonne zu den verschiedenen Stunden des Tages,und die sanften kühlenden Lüfte, die durch dieWipfel Hinspielen und in das Eemuunel einesunter dem Schatten sich hinschlängeluden Bachesflüsternd einstimmen, so täuschend auszudrückeirwußten. Der leidenschaftliche Hang des Dughetzur Jagd und Fischerey kam seinem Talente fthrwohl zu Statten; er hatte bey diesen Ergötzunge»Anlaß genug, die Natur im Großen zu studirew;und besonders die Lufterscheinuugen nicht bloß treunachzuahmen, sonder» sie, in ihrem eigensten Lebenergriffen, auf die Leinwand hinzuzaubern. Ob ergleich der Bildung der Blätter viel Mannigfaltig-keit gab (was von den neuern Landschaftsmalernganz vcrnachläßigt wird, indem sie nur auf dieMassen achten) so wirft man ihm doch mir Rechtvor, daß er in Ansehung der Farbe, die überhauptzu sehr ins Grüne fiel, sein Gesträuch und Busch-werk allzu einförmig machte. Ais ein ZöglingPoussins dann wußte er in den Gebäuden, womiter seine Landschaften zierte', den dazu passendenCharakter zu beobachten, je nachdem er die Scenein das alte Italien, Griechenland oder Egyptenverlegte, und eben so seinen Figuren ein h- hercsInteresse zu gebe», als die von gewohnten Künst-lern ewig wiederholte» Hinen oder andre Menschenaus niedrigen Ständen nie haben können Au demEnde wählte er Darstellungen aus der Geschichteoder Mythologie, und machte auf diese Art dieLandschaft zum Hintergründe eines historische» Ge-mäldes; und obschon diese Figuren mit unnach-ahmlichen Fleiß und Sorgfalt ausgeführt sind, sostören sie doch keineswegs die allgemeine Ruhe.Vielmehr, wenn der Blick des Betrachters sichgenug an jenen anmuthigen, mit Pappeln, Pla-tanen und Buchen bedeckten Hügeln ergötzt hat, sosteigt er erst zu den belebten Wesen herab, diedem Geiste reiche Nahrung gewähren, indem siedenselben in eine fremde, heroische oder fabelhafteWelt entrücken, und Erinnerungen an die schön-sten Stellen der Dichter des Alterthums in ihmwecken." Dughet starb 1675. (nicht, wie das Lex.sagt 58. sondern 62. I. alt . Er hatte eine kästzahllose Menge Bilder zu Ende gebracht, unterwelchen man diejenigen in den Pallasicv Colt»,naDoria und Pamfili zu Rom vornämlich bewundert

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