Zl 4 Dupuis.
sei. Vaters ebenfalls einen französischen Kupfer-stecher (wirklich weder mit Carl noch mit dem gleichfolgenden Vftklaus Gabriel zu verwechseln), dernach Blanchard eine Magdalena in der Wüste, undnach C. Vanloo einen St. Gregor, der seine Ho-milien dictirt, gestochen hat.
* Dupuis, (Niklaus Gabriel), Zeichner undStecher mit der Nadel und dem Grabstichel, Carlsjüngerer Bruder, dessen im Lexikon unter des er»siern Namen Erwähnung geschiehet, geb. zu Paris 1696. oder 98. anfänglich ein Färber von Beruf.Zuerst versuchte er sich nur in Platten mit Verzie-rungen, die auf Leinwand abgedruckt wurden.Nachdem er aber zuerst bey R. Hecquet, nach-her bey Duchange, (späterhin, seinem Schwieger-vater) eigentlichen Unterricht in der Kunst genom-men , gab er zwey Blätter nach le Drun, aus derGalerie von Versailles , nach Masss's Zeichnung,welche ihn bekannt machten. Als er, nach einemetlichjährigen Aufenthalt in England wieder nachHaus kam , und, auf erwähnten Massö's Empfeh-lungen, bald 60. I. alt, in die Akademie aufge-nommen wurde, war er so bescheiden, daß er sichdieser Ehre-kaum für würdig hielt. „Da er"(heißt es bey wareler) „in der Folge glaubte,daß seine Augen durch den Glanz des Kupfers unterdem Firniß gelitten hätten, und daß die Ausdün-stung des Aetzwassers seiner Gesundheit schade,fieng er an allein mit dem Grabstichel zu arbeiten,behielt aber auch in dieser Manier alle Freyheitdes Aetzens bey Auf diese Art hat er seinenAeneas und Anchises , ein sehr gutes Blatt, nachC- Vanloo gestochen. Er deutete gern die Gründestark an, und modellirte gewissermaaßen auf sei-nen Platten mit den Schraffirungen. Wie feinBruder hat er Portrait und Geschichte gestochen;neben andern» mehrere Blätter in den dort ge-nannten Hecueil <le yo. Detes, etc. Dann fernernach den Carracci's, Feti, Giorgione , Guido undP. Veronese für die Sammlung von Crozat, dieGalerie von Dresden u. s. f. welche, so wie seinevorzüglichsten Bildnisse, bey Rost VIII. 51—5Z-verzeichnet sind. Ein H. Sebastian nach L. Car-racci, datirt 1770. dürfte sein letztes Blatt gewesenseyn, da er in diesem, oder doch im folgendenJahr 1771. verstorben war. Sein Schutzengel nachFeti wird von Füßli I. 2zz. ein mit Geschmack,und seine Maria auf dem Throne von Hann. Car-racci, nach Torelli's Zeichnung (Ebend. III. 157.)ein meisterhaft gestochenes Blatt genannt.
( ) zu Chartres . So wird im Al-
manach 6es Loaux-Artg von »Zoz. ein damalslebender Geschichtsmaler genannt, und von ihmeine Psyche angeführt. Auch erscheint derselbe,oder noch wahrscheinlicher dessen Sohn, (Ebendas.)unter der Rubrik der Dessinateurs,. äs 8ujet8Instorigues etc. und ist wohl der nämliche, wel-cher im I. iZoä- unter dem Namen: Dupuis derSyhn, die Charte 605 Lcat3 äll Lsntre äel'Ouestst äu 8uä äss Ltat unis, zu der Vo^a^e äI'Ouest äs8 montn AllsAkanz-8 äans les Ltatsäs l'Olno, etc. p. f?. A/ic/mrt-r gezeichnet hat.
* Duramano, (Franz). Derselbe arbeiteteum die Mitte des XVII. Jahrhunderts. Lanzi(II. 226.) nennt ihn einen ziemlich manierirtenNachahmer, der in vielen Kabinetten bekannt sey.
* Durameau, (Ludwig). Er studirte zuRom , wo er für den berühmten Mariette verschie-dene Gemälde nach den beßten Künstlern dieserStadt, so wie nachwärts auch zu Neapel (wirfürchten, nach VNarierre's Hange, en croguis!)zeichnete. Nach seiner Zuruckkunft malte er dieDecke des Opernsaals zu Paris , welche ihm Ruhmerwarb, die aber i?ül. durch eine Feuersbrunstzernichtet wurde. Er ward Königl. Kammer - undKabinetsmaler, auch Professor der Akademie,
* Durand, (I. N. L.), Architekt zu Paris ,und öffentlicher Lehrer der Civil - Baukunst an derdortigen polytechnischen Schule (doch kaum der-
Durandeaux.
jrnige, dessen schon das Lex. als Baumeisters desRathhauses zu Chalons erwähnt). Unter seinenwirklichen Bauten wird im Almanach äs 8 Leaux-Art 8 von »8oz. das Ziegelhaus in der Poissonniere-Gasse genannt. Derselbe ist Verfasser (Zeichner)und Herausgeber des liecueil et parallele äe3kläifice 8 äs tont ^enre, ancien 8 et moäernesrles 8 lne 8 bur une möme schelle, wovon bis »Zoz.mit einem Text von dem Baumeister Legrand, 1^Hefte erschienen waren, welche 180. Livr. kosteten;dann eines ?rec ,8 äe 8 H.econ 8 ä'Architectureäormee 8 a l'Ccole polz-techniizue, mit Blätternvon Normand und Baltard , wovon der zweyteTheil 1805. aus Licht trat. Früherhin (I. m.)gab er, vereinigt mitThiebaud, den Plan zu einemöffentlichen Gebäude (Tempel), als ein Vereini-gungsort der Bürger, zu religiösen oder politischenZwecken. „Dieser Entwurf" (heißt es bey Lan-ds» V. 42. der davon zugleich eine Abbildung imUmrisse giebt) „erhielt einen Preis, und verdientediese Auszeichnung um der großen schönen Formenund des reinen Styls willen, und wegen der glück-lichen Anwendung des griechischen Geschmackes inder Baukuust auf unsre Sitten und auf unsernHimmelsstrich. Indessen würden der hohe Unter-satz, und die Menge Staffeln bey der Ausführunggroße Schwierigkeit finden; die Unkosten waren zugroß, und der Regen und Frost unsrer Winter"(man höre zum Theil den Widerspruch!) „wür-den sie bald verderben." In den 6 ranä 8 ?nxä'Architecture (Lak. XIII.) findet sich von ihmder schon oben erwähnte Plan eines Gemeindhauftswieder; im X V. dann der Entwurf eines Tempelsder öffentlichen Glückseligkeit, ebenfalls gemein-schaftliche Arbeit von ihm und Thiebaud, mit wel-chem sie in » 795 - den Preis davon getragen hatten;und endlich im kecueil ä'Architecture von De-rournelle (9. Heft), wieder als vereinte Arbeitgedachter beyder Künstler, der Aufriß und Durch-schnitt einer Schule für Kinder beyder Geschlechter.
* Durand, (N.), ein französ. Künstler, nachwelchem der Gantkatalog von Brandes zwey An-sichten des Hotels der Invaliden, zwey andre desMünzhotels, und Eine vom Lonvre, in Farbengestochen, anführt, und schöne Blätter nennt. -Obdieser Duraud nicht einer der in obigem Act. er-wähnten Baumeister seyn dürfte?).
*— — d'Arsonval, ( ). So wird
im Almanach äeg Leaux - Arts von » 8 c>z. eindamals zu Pari-) lebender Künstler, unter der Ru-brik der Miniatur- und Schmelzmaler genannt. Obderselbe, oder vielleicht ein Sohn desjenigen D»erands, dessen auch das Lexikon, unter dem Art.Durands des Bildhauers schon um 1750. alsSchmelzmalers Erwähnung thut, ist uns unbekannt.Von diesem letzten, führt FiorMo III. zio (demArt. Lmail in der Encyklvpedie zufolge), als seinHauptwerk, einen Herkul zu Omphale's Füßen an,und bemerkt dabey: Daß man es um diese Zeitwieder in der alten Kunst, Schmelzfarben auf Goldzutragen, so weit gebracht habe, große historisch*Gemälde in Email auszuführen.
* — — ( ). Nach einem Künstler eben
dieses Namens (vielleicht nach dem Maler Du-rand, dessen das Lexikon ebenfalls unter dem Art.des Bildhauers Durand erwähnt) hat St. Fessari)eine Allegorie zu Ehren der Kais. Maria Theresia gestochen.
— — ( ). So nennt dann endlich die
Handschrift meines sel. Vaters einen französische"Kupferstecher, der um 1750. gearbeitet habe, undführt von ihm an: Eine Charte der Stadt unddes Hafens von Carthagena < »74».), ein Londnec-Feuerwerk, bey Anlaß des Aachner.Friedens (> 748 ,)und (heterogen für Gattung und Zeit) das BildnisFranz Oudot's von Varennes (des sogenannte"Komme aux miracies- von »760.
Durandeaux, ( ) ein (»760.) junger
Künstler zu Brüssel; verfertigte damals sehr ftlM