Evesque.
hatte. In der Vorrede dieses Werks, welches1792 in vier enge gedruckten Großoctav - Bändenans Licht trat, giebt er Rechenschaft von seinemUnternehmen, und zwar mit einer Bescheidenheit,welche alle Stimmen für sich gewinnt, und worausübrigens erhellt, daß er dreyzehn Jahre seines frü-hern Lebens wirklich dem Studium und der Praktikder zeichnenden Künste, hauptsächlich der Gravurgewiedniet hatte. Auch kennt man mehrere Blatter,sowohl Bildnisse als historischen Gegenstands vonihm, welche von ihm nach franz. u. niederländischenMeistern (die spätesten, wie es scheint, um 1770.)gearbeitet waren , und guten Theils bey Rost VlII .212 verzeichnet sind. Seit der französischen Staats-Veränderung wurde er auch von dem neuen Na-tional -Institut zu Paris in die Klasse der Geschichteaufgenommen, und durch ein Dekret des National-Konvents 1795 zum Professor der Geschichte imCollege de France , mit einem Jahrsgehalt von2000. Livr. erwählt. E-sch war in >802. sein Todnoch unbekannt. Im /Ilmanscli äc8 ösauxTlrrtsvon iZoz. erscheint er nicht mehr.
Eulenburger, (Paul). So wird einSteinschneider von Nürnberg genannt, der bloßdurch sein Bildniß bekannt ist, und aber eher einWundarzt als ein Künstler gewesen seyn dürfte.
* Evodus Mehreres über diesen, dem Na-men nach etwas apokrypkischen Künstler, undseinen im Lex. angeführten Stein von außerordent-licher Größe, s. Murr.
* Eupalinus, Sohn des Naustosiis. Der-
selbe baute die Wasserleitung von Samos , welchedie Grieche», sowohl wegen ihrer Länge, als weildieselbe durch einen Berg gegraben ward, als einWunder betrachteten, K6. terx. I. 17.
Eben dieser Künstler kömmt dort S. 26. unterdem Namen Eupalinus von Megara irrig zumZweytenmal vor.
/ Euphranor , Maler und Bildhauer, ge-bürtig aus dem Isthmus von Corinrh. wareletglaubt (und scheint es so ziemlich zu beweisen),daß derselbe in der roi. Olympiade geblühet habe.Mehreres über ihn und seine Werke, als das Lex.bat, s. Ebendas.
Euplus. Ein alter Edelsteinschneider, vonweichem Bracci (Vol. II. 1. 72 ) einen Onyx mit einem Liebesgott auf dem Delphine anführt.
*Eupolemus. Der von ihm erbaute Juno-Tempel zu Eubea war mit Säulen und Sculpm-ren verziert, unter welchen sich besonders die kolos-sale Statüe der Göttin, ganz von Gold und Elfen-bein, von Polyclet, treflich ausnahm. MHia Lll.terr. l. p. 25.
* Eupompus, Maler. Derselbe war dasHaupt der Schule von Sicyon, seiner Vaterstadt.Unter seine Schüler zahlte er den Pamphilus,Meister des Apelles .
Evrard. S. unten Eward, und oben denArt. Dreppe.
* Euryalus. Einige wollen, daß der Namebieseö Baumeisters (der nebst seinem Bruder Hy-perbius der erste war, der zu Athen mit geback-nen Steinen baute), gleich den Namen so vielerandern Erfinder, bloß symbolisch sey, und näm-lich geräumig, ausgedehnt — somit eine Personandeute, die, ehe sie die Kunst zu bauen erfand,auf dem freyen Feld lebte, was uns (ächt nachwelscher Weise) bey den Haaren herbeygezogen zuseyn, scheinen will. Mr'/rUr Lä. ter?. 1. Z53-
. Eurycles, ein Baumeister von Sparta ;baute zu Corinlh sehr prächtige Bäder. RWn-«rar h. 11.
Eurhus. Ein alter Edelsteinschneider zurseit des Kaisers Septim . Severus, von welchem
Exschau. 335
Bracci Vol. II. D. 71.»- und D. 73. einen Onyx mit einem liegenden Eile» anführt.
*Eurhyches, Aegenaeus. Sohn oderSchüler des Dioscorides Mehreres von dem merk-würdigen Stein, dessen das Lex. Erwähnung thut,und der sich sowohl durch die Schönheit als denbesonders tiefen Schnitt der Arbeit ausnimmt,s. bey Murr.
* — — der Maler, s. Eutzechus.
* Eurinapus. S. Enrinopus.
Ervald, Schröder und von Stöck-hausen, drey Frauenzimmer, von welchen manin der Gemälde-Ausstellung zu Casscl 1781. einigewohl ausgefühtke Zeichnungen sah, „die man"theißt es in Meusets M-scell. X. 231. etwasunartig) „artig finden würde, auch wenn sie nichtvon Frauenzimmern herrührten "
Eward oder Evrard. S. den Art. Dreppe.Er ahmte des Delcours männlichen, starken undimmer natürlichen Ausdruck nach. ^c.
Exchaquer, (Heinrich), ein Waatlander,der den Titel eines ^rclritecte Ingenieur er ln-8pectcur 6cs ?ont8 et Lk>au88ce3 cln LantonHemnn trug und zu Aubonne lebte, verfertigte gegenEnde des XVIIk. Jahrhunders Reliefe von ver-schiedene» Revieren der Schweiz , wie z. B> vvmGenfersee und dessen anliegende» Gegenden, dannvon, Ehamounythale, vom Gotchardsgebürge, u. s. f.Von diesem letzter« erschien in 1792. eine ausge-malte Abbildung bey von Mechel in Basel , miteiner Erklärung von wyrrenbach. MeuselsVl Miscell. V. 6,4. Derselbe war auch Schrift-steller, und kennt man von ihm: victlonn-nrc lle3Ponts et Lüaussees etc. 8- i^auüsnns 1787. undLgsais sur les mo^ens ile rectiiier les ^'uz;emen8que nou8 portou8 8ur les lli8tsuces etc. 8- hau-8«nne 800.
Exereto, (Joachim). S. Axareeo.
Exner, (Christian Friedrich), geb. zu Lant-pertswalde 1718- kam als ein Knabe nach Dres-den , und studirte dort, unter Knöffel undLongue-line, 13—iä Jahre die bürgerliche Baukunst, undzugleich die Mathematik. Jtzt ward er bald zu ver-schieden Bauten, und namentlich auch (1746. und^7.) zu Aufführung der großen Jlluminations-Ge-bäude und Feuerwerks-Dekorationen bey der Ver-mählung der Dauphine und des Churfürsten Fried-rich Christians gebraucht. (Nach seiner ZeichnunghatF. Zucchi dieses Feuerwerk gestochen). Damalsbekleidete er die Stelle eines sogenannten Hofcon-ducteurs, von 1752—66 diejenige eines Landbau-meisters zu Dresden , und seit 1764. zugleich dasVicariat des Ober-Landbaumeister-Amts, endlichseit 1766 dieses Amt selber, und bald hernachdas Professorat der Baukunst bey der Akademie zuDresden . Seine vorzüglichsten praktischen Arbei-ten waren: Ein neuer Flügel des Churf. Pallastesam Laschenberge, das Churf. Gebäude auf derPlantschen Gasse vor dem Seethor, die ganz neueEinrichtung des Appartements der Churfürstin indem Residenzschlosse zu Dresden , die Wiederer-bauung der im siebenjährigen Kriege eingeäschertenUniversitätskirche zu Wiltenberg, der Thurm an derKreuzkirchc zu Dresden , und drey Brücken über dieElbe, Mulda und Saale . Er lebte noch 1788-Leller.
* Exschau oder Exshau, ( , ) Der-
selbe hieß Carl. Maler und Kupferatzer, der dieschwarze Kunst mit der Nadel vereinigte, geb. inHolland um 1750. Man hat weiter keine Nach-richten von diesem Künstler, dessen Arbeiten sehrgesucht werden. Der Katalog von Brandesordnet ihn, wir wissen nicht warum, der englischenSchule zu. Derselbe verdient einen ausgezeichne-ten Platz unter den Nachahmern von Rembrandt .Zwey seiner schönsten geätzten Blätter nach dem-selben (die sich sehr selten gemacht), sind Joseph,