Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
379
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Foueolr.

,goz. zum correspondirenden Mitglieds der viertenKlasse (der Schönen Künste für die Baukunst) desNational»Instituts zu Paris ernannt wurde.

Foucon oder Foucou, ( ) ein Bild-

hauer ;u Paris , von welchem 178« bey einerKunstausstellung im Louvre eine Venus von Mar-mor aller Augen auf sich zog. Wahrschein-

lich der nämliche, der im Almanach des lleaux-^i-cs von >8c>3- unter den damals noch in Paris lebenden Bildhauern Foucon heißt, und von wel-chem dort die Statuen von Duguesclin und Puget,angeführt sind, für welche letzt« er den sogenann-te» Äufmunterungsprcis von zoov. Fr. erhaltenhatte. Dann sah man von ihm im Salon des IXI ll. noch eine dritte, le Eueurs, an welcher dieeinfache Stellung gerühmt, dafür aber die allzu-große Magerkeit an einigen Theilen des Nacktengerügt wurde. IVor-w//. lV. IZ8-

Fougeron, (Ignatius), ein Kupferstecher.Von ihm kennt man das Bildniß des Haniburgi-schen Wundarztes P. Carper. Dann arbeitete erum 1760. zu London , in L. Natters Werk.

Foulquier, (Hector), geb. I7ZI. ein Kunst-liebhaber, der für sein Vergnügen nach Louther-bourg u. a. gestochen hat. Fasa-r See. 6ä.).

Lonntin, ( ) ein englischer Maler, nach

welchem Basan das Bildniß König Georg 11 !. vonEngland gestochen hat.

Fouques,( ). So nennt Fiorrllo «III.Z9) einen Vorsänger zu St. Hubert im XI. Jahrh,der die Anfangsbuchstaben in den Handschriftenseines Klosters illuminirt habe. Dann war der-selbe (der Distor. ^Läa^in. sp. /l/artk»e et Dr«-ranä ampl. LoU. D. IV. p. 925. zufolge) ein ge-übter Steinschneider und Holzarbeiter. .

Fouquet, ( ). Ein Künstler dieses Na-

mens Wird im Almanach äes Dsaux - ^rt8 vonrZoz. unter den damals zu Paris lebenden Bild-hauern (äits kractlLieur.) angeführt.

*Fouqur'eres, (Jakob), Rubens , seindritter Lehrer, ließ ihn oft die Gründe zu seinenhistorischen Werken malen. Von dieser Zeit an kamer in den Ruf eines geschickten Landschafcmalers.Der Churfürst von der Pfalz berief ihn zu sich,und ließ sein Schloß durch ihn mit mehrern Ge-mälden zieren. Alsdann machte er eine Reise nachItalien, und wurde zu Rom und Venedig verschie-dentlich gebraucht. Nach einem ziemlich langenAufenthalt in diesen beyden Städten begab er sichln >621. nach Paris . Dort erhielt er von LudwigXlll. dem sein frischer Pinsel gefiel, den Auftrag,jwilchen den Fenstern der großen Galerie des Louvredie vornehmsten Städte von Frankreich vorzustellen.Dem großen Poussin machte er, nebst dem Bau-meister Mercier, die Anordnung der Verzierungendieser Galerie, über welche dieser die Oberaufsichthatte, streitig; beyde verbanden sich mit VouersParchey gegen Poussin , und der unsrige gab ver-schiedene Memoriale gegen ihn ein. In seinen Ant-worten nannte hierauf jener ihn (seines schon imU- bemerkten lächerlichen Stolzes wegen) denBaron von Fonquieres. Indessen siegte l auchdießmal) die Charletanerie über das Verdienst,und Poussin gieng aus Verdruß wieder nach Rom.ssouqulcres inzwischen, um seine hohe Geburt (erbehauptete von den Fnggers aus Augsburg abzu-stammen) zu rechtfertige», übte eine geraume Zeitbor seinen, Tode sein Talent nicht mehr, kam dar-über in eigentliche Armuth, und starb in der Vor-habt Mmceau, Einer seiner Freunde, Montagne,Mitglied der Akademie (einer von den plarremon-tagn-'s des Lex. Vater oder Sohn) zeichnete ihndoch auf seinem Sterbebette (wo ist wohl das sel-Stück hingerathen?) und ließ ihn auf seineRosten beerdigen. Alle Kenner stimmen übrigens»arin überein, daß dieser seltsame Gesell ein aus-Ikzeichneter Landschaftsmaler in Oel und Freskowar, der eben so gut im Großen wie IM Kleinen

Foürnier. 579

arbeitete, und seine wohl gezeichneten Figuren ebenso schön als seine Bäume malte, und daß mankaum eine schönere Behandlung der letzter», als dieseinige kenne, welche die Natur, die er immer undeinzig vor Augen hätte, vollkommen ausdrückte.Nur um etwas beschrankter sagt Wareler, daßer sein Laubwerk zwar getreu, aber zu wenig ab-wechselnd dargestellt habe, und daß er seine Land-schaft zu geschlossen («op bnuc-hö gehalten; da-gegen rühmt dann eben dieser an ihm, daß seineWasser von einer spiegelhellen Durchsichtigkeitwaren. Von seiner Färbung endlich wird allgemeinangenommen, daß solche schön und frisch war, da-bey aber etwas zu sehr ins Grünlichte gespielt hab..Ein Dutzend nach ihm von A. und P. de Jode,I. Motin, Perelle und A. Voet gestochene Blätterfuhrt der winklersche Katalog an, wo beson-ders zwey große von Worin (ohne Namen des Ma-lers und Stechers) schön und selten genannt, undbey Rost (V. 307.) noch zwey andre von Ebendem-selben gerühmt werden, und davon gesagt wird,daß solche in einem so malerischen Style gearbeitetseyen, daß man sich aus denselben eine Vorstel-lung von der Blättcrung, und selbst von der Farbedes Künstlers machen könne. Endlich sott,

(l. 0.) zufolge, Fonquieres mehrere kleine Land-schaften nach seiner Erfindung selbst geatzt haben.

Lour, (Carl Niklaus du). Von ihm führt einVerzeichniß meines sel. Vaters ein Dutzend Blätteran, von welchen ein Paar Aussichien von T«-pont in der Normativ,« und von der Arche-Brückebey Rouen, nach I P. Hackcrt, eben diese Drücke,nach Loutherbourg , und ein neapolitanisches Schiffauf der Rhede , letztres gemeinschaftlich mit Dupingestochen, die bedeutendsten seyn dürften.

* Fourdrinier, (P.). Basän (68. seo.)nennt ihn Philipp, und sagt, daß er von Geburtein Franzose sey. Don ihm kennt man auch: EinBildniß des englischen Arztes I. Nadcliefe (1747)dann den Plan und die Aufrisse der Häuser undGärten von Robert Walpole auf 15. Tafeln, undeine Aussicht des Pallastes des Lordmajors vonLondon , letzt« mit äel. et Sv. 1751. bezeichnet.

Fourmestraux, ( ). DoneinemMaler

dieses Namens führt Nothnagel 2n. und2l2. Convcrsationssiücke an. Mrc.

Fourneau, ( du), ein französischer Maler,nach welchem P Drevet daö Bildniß des Orden-Generals von St- Ruf, Marcell. Nolins gestochenhat. LIF§c.

Fournera, ( ) ein französischer Baumeis

ster um 1770. Mrc.

/ourni, ( du). S. Dufourny.

* Foürnier, auch Fornacerns oderF 0 rnaseriis, (Esajas). Ein Verzeichniß mei-nes sel. Vaters führt ein Dutzend Blätter, meist(zum Theil historische) Bildnisse aus dem ZeitalterHeinrich I V. an, welche theils nach diesem Künst-ler, früher von Thom. de Leuw, späterhin einesvon Houbracken, theils, wie es scheint von ihm(zwischen 1595. u. 1605.) gestochen sind, von welchen:lieception äs Henri lV- eu la 8t. L^lige ko-mainsslZyZ.) ftsneäieticm nuptiale äs Üsnri IV.et äe Marie äs Meäicis (i6c>c>.) und Henri lV.instruit le Dauphin, bemerkt ju werden verdienen.

— — (Leonhard), Kunstgärtner zu Port Royal,und hernach in der Abtey Voisins bey Orleans,wo er 1736. im 67. Jahre seines Alters verstorbenwar.

* — —- (S. P.), der Jüngere genannt. ^hieß perer Simon, geb. zu Paris 1712 unddaselbst gest. l?68. Heinecke (läse Generale p.236, 55, ZlZ, 44z, 45 , und 50.1 rügt verschie-dene Irrthümer in dessen Schrift: äe I'Ori^insäe I'Imprimerie. Gute Nachrichten über ihn undseine großen Verdienste als Schristgießer finden

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