Franchi.
burt in i6z4> und sein Alter auf 75. Jährt. Erwohnte meist in Florenz . Lanzi I. 22z. nennt ihneinen Nachahmer der Manier des Cortona , dochohne Mißbrauch derselben. Alsdann führt er vonihm einen St. Joseph von Calassanzio in der Kircheder PP. Scoloppi zu Florenz , als von guter Zeich-nung und Effekt, und eine andre schöne Altartafelin der Pfarrkirche Villa im Lucchesischen an. Seinesogenannte Peorica della PIttura (8. Lncoa 759.)von Joseph Rigacci herausgegeben, soll vollvortreflicher Lehren seyn. Fiorillo I. 422 Nachihm hat S Pomarcde sein selbst gemaltes Bildnißfür die Galerie zu Florenz , und Heckenauer das-jenige des Luccheser-Kaufmanns I. A. Guidotti ge-stochen.
Franchi, (Anton), ein Bildhauer. S. denArt. Amon TradaUefi.
* — — (Cäsar). Lanzi I. 460. nennt ihn,vortrefich in kleinen Figuren.
— — (Franz), ein geschickter Bildhauer von
Carrara ; arbeitete um 1712. in der Großherzig!.Galerie zu Florenz . I. 296.
* Francia, (Dominikus). Lanzi II. 2, ?oZ.laßt ihn (wohl irrig) mit Ferdinand Gatli, derschon 1720. Wien verließ, dort arbeiten. Inschwedischen Diensten stand er als Maler undBaumeister.
* — — (Franz Maria). Anfangs arbeiteteer in Gesellschaft seines zweyten Lehrers, Morelli;alsdann, auf eigene Rechnung für die Jesuiten ;hierauf zu Parma , wo er seinen ersten Meister,Curti, durch seinen zärtcrn Stich in Schatten setzte;endlich eine geraume Zeit mit Metelli, bald mitdem Grabstichel, bald mit der Aetznadel, und miterfferm vollendet; freylich nicht Alles gleich gut.Gandellini, der eine Menge seiner, wohl meistziemlich unbedeutender Blatter anführt, und ihnam End offenbar mit einem zweyten
* — — — — ebenfalls Kupferstecher, denhingegen das Lex. sorgfältig von jenem Aelternunterscheidet, und dem Jüngern etliche Malerbild-nisse (Casio - Ferrata's , Soutcrmanns, P. vonLaar und F. Mieris) zuschreibt, die sich im MuseoFiorenrino finden, das erst in 1752—62. erschien,da der ältere Franz Maria schon in 1755. verstor-ben war. Von einigen andern Blattern, welchetheils Gandellini, theils ein Verzeichniß meinesfil. Vaters anführt, dürfte es noch ungewiß seyn,ob solche Francia dem Aelrern oder dem Jün-gern angehören?
— — (Joseph), da, Monti und dalle Lc>-
dole genannt. Mit einer Lerche bezeichnete er auchseine Gemälde. Derselbe wird zur Schule desRitters d Arpino gezählt. Eine geraume Zeit hielter sich in Mailand auf, und starb unter dem Pon-tifikatc Urban VIII. I. 457. 8. v. Lrarrco.
. * — — (IM. und P. M ). So werdenirgendwo Kupferstecher genannt, und ihnen aberBlätter zugeschrieben, welche offenbar einem derbeyden obigen Franz Maria zugehören.
— — (Loren;). Er lebte und starb in Reggio ," 7 - Jahr alt. /.anan II. 461. s. v.
. * — — (Peter). Lanzi 1 .196. nennt ihn bloßeinen Kabineksmaler (kittore sie private cose?).
* Francin, (Claudius ), der Bildhauer, geb.ju Strasburg 1701. und gest. i? 7 Z. Er war Mit-glied der Akademie. Sein Aufnahmsstück bestandin einem an die Säule gebundenen Christ. Vonihm sind die beyden Basreliefs von Erzt an derBildsäule Ludwig XV. zu Bourdeaux.
riLe Vies des diculpteurs ll. ZU.
— — ( ). Ein neuerer Bildhauer dieses
Namens (vielleicht des Obigen Sohn) lebte zuvaris um igoz. Von ihm führt der ^ImsnscU d«-
Franck. zLS
keaux-^rts dieses Jahrs die Sculpturen anderFontaine de Desaix an.
*Fran eine, (Alexander), der Baumeister.Sein architektonisches Werk erschien auch in einerenglischen Übersetzung 1669. M. l'Asne hat nachihm, oder bann nach dem ebenfalls im Lex. enthal-tenen Baumeister I. fJikl. Francine in Kupfer ge-stochen.
Francique , ( ). Nach einem Künstler
dieses Namens hat le Feure ein Blatt: leUeinrre,gestochen. Msr.
Franc iscus I. Römischer Kaiser. Vondleient Monarchen zeigt man in einem Zimmerder K. K. Bildergalerie in Wien eine Arbeit mitWasserfarben auf Pergament gemalt, weiche neunverschiedene Gemälde gedachter Galerie im Kleinenvorstellt, mit der Aufschrift: ^rsnerscus I. llvma-norum Impsrutorum pinxlt 1755. Mrr.
Franck, (Ambrosius), starb zu Antwerpen , zuAnfang des X VII. Jahrhunderts Nach ihm hatC. Mallery auf 4. Blattern I-- I'sblt- du iVle-us-nier, dann ein Ungenannter in Drints Verlage: Chri-stus, der den Kindern den Segen giebt, ein andrerin G. de Jode's Verlage: Martha und Maria,und I. Wicrx les Venus rkeolv^aiss, und:l'Homms mourant (vielleicht dasselbe) gestochen.M'Mer und Msc.
— — (B.), ein Maler, arbeitete an demBraunschweigischen Hofe. I. G. Heckenauer,Wolfgang u. s. w. haben nach ihm Bildnisse derHerzoge Carl und Aug. Wilhelm von Braunschweig gestochen. Msr.
* — — (Franz), der Vater. Nach ihm soll(dem Gantkatalog von Brandes zufolge) Prenner:Croesus, der dem Solon seine Schätze zeigt, gesto-chen haben.
* — — — — der Sohn , dessen im Lex.unter seines Vaters Namen Erwähnung geschieht;anfangs Maler von Carnavals - Lustbarkeiten.Späterhin wiedmete er sein Talent ediern Gegen-ständen. Nach seiner Rückkehr aus Wclschlandstellten seine Arbeiten größtentheils biblische oderrömische Geschichten vor. Ueberall zeigte er einelebhafte Einbildungskraft, edle und feine Gedan-ken in der Komposition, eine gute Ausarbeitungund ein kräftiges Colorit. „Mit Unrecht" (sagtLandon V. 44. wo er eine (allerliebste) H. Familievon ihm im Umrisse giebt) sind seine Werke heutzu Tage so gut als vergessen. Wahr ist, seineFarben haben durch die Länge der Zeit Nachgeburtkelt, und das glänzende Colorit seiner Nachfolgerschadete seinem Rufe." Eine andre H. Familienach ihm von I. Barbe gestochen, führt der wink-lersche Katalog an, welcher stch irret, wann erdiesen Künstler des Ambrofius und HieronymusBruder nennt, deren Neffe er war.
» — (Franz Friederich). Nach ihm habenI. Faber und die Kiliane mehrere Bildnisse meist»»berühmter Männer, dann M. l'Asne I'Lnrretiend un 8e'lAncur ot d'une vsms, I. Barbe eine H.Familie, B- Kilian den KampfJakobs, und Pren-ner den Croesus, der dem Solon seine Reichthü-mer zeigt, gestochen,
* — — (Gabriel). S. den Art. Maximi-lian Frank.
* — — (Hieronymus), geb. zu Herrendahlbey Antwerpen um 1542. und gest. 1620. I. Mat-tham hat nach ihm einen Christ, von den H. Wei-bern beweint, gestochen.
— — (Joachim), von Luzern , Oberingenieurund Rittmeister in spanischen Diensten; gab denRiß zu den vortreflichen Seehafen und Festungs-werken zu Vera Crux in Mexico . Leu.
* — — (Johann). dessen im Lex. nnter demArt. seines gleich folgenden Vaters, Ich. Ulrichs