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mehr als 80. 1 . alt. Verschiedenes von ihm befin-det sich in der Königl. Kunsikammer. Aicolül.
Fromm, (I. B.), gebürtig von Wißbadenlm Nassauischen; verfertigte um 1788 zu Dresden mehrere Copien nach A. Graf, dann andre nachBildnissen aus der Churfürst!. Galerie , und wie-der andre nach der Natur, meist in Pastell. Leller
S. 64.
— — aSr. Theresia, (Marcellinus),Direktor der Normalschule zu Heyde in Böhmen ,geb. zu Prag >746. trat 1766. in den Orden derPiaristen , und unterrichtete anfangs die Jugendmehrerer Kollegien in der zierlichen Schreibe-Rechenkunst und Buchhaltung; alsdann trieb erden nämlichen Beruf 27. volle Jahre zu Heyde,dessen berühmte Handelsleute mit verschiedenenbey ihnen selbst verfertigten Waaren bis nach Ruß-land, Spanien, Holland und Portugal handeln.Hiernächst unterließ er nicht, solche Knaben, diesich auf mannigfaltige Kunstarbeit legen wollten,im Zeichnen und Malen zu unterweisen, da er selbstin beyden ein sehr geübter Meister war. Nochwerden viele nette und zierliche Arbeiten in diesemFache von ihm im Kollegium zu Heyde aufbewahrt.Dieser zu rastloser Arbeit gleichsam von der Naturabgehärtete und dabey überaus sanftmüthjge Mannstarb am r. Apr. 1799. Baur.
* .frommer, (Wilhelm). Irgendwo wirdseiner oder dann eines Andern, gleichen Geschlechtsund Namens, als Kupferstechers gedacht, und vonihm das Blatt eines alten Manns mit großemBarte, den Huth auf dem Kopf, angeführt.
*— — ( ). Des Obigen Tochter, deren
das Lex. unter dem Art. ihres Vaters Erwähnungthut, heirathete nachwarts den Kupferstecher Wolfg.Phil. Kilian. He (necke Nachr. I. ivz.
Fr 0 ncar, (Franz), zeichnete, nach I. Torelll'sErfindung, die Verzierungen und Maschinen zu derVermahlung von Thekis, einem Königl. Ballette,welche von I. Sylvestre gestochen sind. chkc.
Fronhofer, (Ludwig), Churfürst!. Pfalzbaie-rischer Schulkommifflonsrath in München , geb. zuJngolstadr 1746. starb iZoo. Ihm gebührt dasvorzügliche Verdienst, daß er (anfangs als Pro-fessor der ersten Realschule des Lyceums zu Mün-chen ), der erste unter den Schullehrern seines Vater-landes war, der eine verbesserte Lchrart mir beherz-tem Muth in Ausübung brachte. Neben einigenSchulschriften und einem Versuch in Gedichten,haben wir von ihm in den Abhandlungen der baieri-schen Akademie der Wissenschaften eine Abhand-lung über das Studium der Rupferstecherey.Baur .
* Fronrier, (Johann Carl). In seinen frü-hern Arbeiten (sagt Fiorillo III. 402.) herrschteine richtige Zeichnung, in seinen spätern aber (wieschon das Lex bemerkt) ein schwächerer Farbenton.Der Marquis d'Argcns, der ihn persönlich kannte,spricht mit großer Achtung von seinen Talenten so-wohl als von seinen sittlichen Tugenden.
Fr 0 nrrn, ( ) Bildhauer zu Paris 1796.
Von ihm sieht man in der Vorhalle des Pantheonsein Basrelief Das Vaterland zeigt dem Volke dieGesetztafeln: Ein Greis knieet vor denselben; undein Soldat schwört, sie zu vertheidigen, Dem//.Mb/.
* Front inus, der antike Baumeister oderwenigstens große Baukenner unter der Regierungdes Kais. Nerva , geb. ums I. C. roo. In seinemBuch über die Aquädukte findet man, neben denNamen und Würden derjenigen, welche vonAgrippa an bis auf ihn über diese Werke die Auf-sicht hatten, manche nützliche Bemerkung über alleArten öffentlicher Bauten. MUm ü)ü. terr. I. Zz.
* Frosne, (Johanns, Kupferstecher, geb. zuParis um 1650. Ein Verzeichniß meines sel. Va-
Fuccio.
ters führt von ihm über ioc>. Blatter, meistensBildnisse an, die derselbe zwischen den J. 1638—77nach verschiedenen Meistern, dieweil mehrern aberohne Namen des Malers gestochen hat. Neben denBildnissen dann kennt man von ihm z. B. eineMadonna nach N. Cochin; dann eine Allegorie aufdie Geburt des Herzogs von Anjou (1640 ), dieRückkehr des Herzogs von Enghujen nach Hof(164z.), die Schlacht bey Lens (1643.), dieSratüe Ludwigs XI V. auf dem Rathhause zu Paris (,65z.) und die Fa^ade dieses Rathhauses (allediese ohne einen andern Namen als den seinigen)-und endlich eiuen Theil der Verzierungsplatten züden großin Prospekten des Sebast. de Beaulieu,welche einen Theil des sogenannten Labinec äuausmachen, und zu denen wohl eben einigeder vorerwähnten Blatter gehören.
Frost, (Johann), zeichnete die St. Peters-kirche zu Rom mit den beyden bedeckten Gängendes Vorplatzes, wovon man einen Kupferstichkennt. A/ec.
FrLh, ( ). So nennt die Schrift Winkel-
mann und sein Jahrhundert (S. 243.) einendeutschen Künstler, der im letzten Viertheile desX Vlll. Jahrh, in Rom lebte, und theils nach Ab-güssen von Antiken, theils nach Gemälden zeich-nete, und, nebst andern, mit Seidelmann in die-sem Zweige wettzueifern berühmt war.
.f rühwirrh, (Joseph), ein Bildhauer, ar-beitete zwischen den I. 1637. und 9z. unter derLeitung der Gebrüder Strudel an der sogenanntenDreyfaltigkeits - Säule zu Wien , einem Denkmaleder Andacht Kaiser Leopold I.
Fruiriers , auch Fruyriers, (Philipp),starb gegen Ende des XVII. Jahrh. In seinemGemälde von Rubens und seiner Familie bewun-dert man eine schöne Zusammensetzung, leichteStellungen, und ein Colorit das Rubens selbstwürdig wäre. Dann verdient er als Kupferätzergleiches Lob. Einige Bildnisse, die wir von ihmhaben, sind Meisterstücke von kräftiger Ausfüh-rung und Wirkung des Ganzen Dahingehören:Diejenigen der Konigin von Schweden, HedwigEleonora ; Jak. Edelheers von Lawain, spanischenGesandten bey den brabankischen Ständen; Mac.Ambr. Capello's, Bischofs zu Antwerpen , unddes Gelehrten Gottfr. Wendelin's; ferner ein emble-matisches Stück auf die Geburt Mcrriä, wo St.Johannes und St. Anna das Kind der — H.Dreyeinigkeit vorstellen. Hinwieder haben nachihm, neben Andern,, R. Collin das Bildniß I.Bollands, und I. Neefs dasjenige von I. Tolle-ncarius (zweyer Jesuiten ), letztrer auch einen St.Bernardin gestochen, M'-rL/e--.
Frussote, ( ) ein französischer Kupfer-
stecher. Don ihm kennt man, neben Anderen, nachQueverdot: Die Geschäfte und Annehmlichkeitender vier Jahrszeiten, und eine Szene aus Rous-seau '« Oevin eiu Villaee; letzkre von r?85. datirt.Da§aw sec. Lei. und Mec.
* Fry oder Frye, (Theodor). Der Gantka-talog von Brandes führt von ihm n. Bildnissein natürlicher Größe, und ein Verzeichniß meinessel. Vaters, überhaupt 21. seiner Blätter an. Zuden schönsten unter den erster» gehört neben An-dern, sein eigenes. Hinwieder hatten auch nachihm G. Pether und Wattson das Bildniß des jetzi-gen Königes, und letztrer auch dasjenige der Köni-gin in Schwarzkunst geschabt, D/ec.
Fryberg,( ). So nennt der Gantkatalogvon Brandes einen deutschen Künstler, mit dessenNamen, und: De Danwar- Is üirex. zwey
Blätter bezeichnet sind, die zur Aufschrift führen:lvs LÜsterens üouts, und 1a Lüuta inevitsble.
* Frj-s. S. Ortes.